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Worauf achten
- Der offene Honmaru-Platz
- Hauptturm der Burg Ōsaka
- Japanischer Garten
- Ehemaliges Divisionshauptquartier
Die Geschichte des Ortes
Der Hauptturm der Burg Ōsaka und das ehemalige Divisionshauptquartier stehen an den Rändern des offenen Hofes, der einst der Wohnkern der Burg war. Hier befand sich ein Palastkomplex mit Repräsentationssälen und Wohngebäuden. Später brachten Militärs einen Teil des Palastes aus Wakayama hierher: In diesen Gebäuden hielt sich der Kaiser auf, und hochrangige Gäste wurden dort untergebracht. Die Gebäude verschwanden im Feuer, doch der japanische Garten am Platz blieb von ihnen erhalten.
Den leeren Raum zwischen dem Turm und dem ehemaligen Divisionshauptquartier nahm der Honmaru-Palast ein – Wohn- und Repräsentationsgebäude im am besten geschützten Hof der Burg. Hier traf man Entscheidungen, brachte das Gefolge unter und hielt offizielle Audienzen ab. Im Frühjahr des Jahres eintausendachthundertsiebenundsechzig brauchte Tokugawa Yoshinobu, der fünfzehnte Shogun – der militärische Leiter des Tokugawa-Shogunats –, den Palast. Er wollte erreichen, dass ausländische Diplomaten ihn als jemanden anerkannten, der internationale Verträge erfüllen konnte.
Der wichtigste Streitpunkt blieb der Hafen Hyōgo, heute ein Teil von Kobe. Japan hatte versprochen, ihn für den ausländischen Handel zu öffnen, doch der Termin war bereits verschoben worden, und der kaiserliche Hof in Kyoto erhob Einwände. Der britische Gesandte Harry Parkes bestand auf der Erfüllung des Vertrags. Yoshinobu lud ihn sowie Vertreter Frankreichs, der Vereinigten Staaten und der Niederlande hierher nach Osaka ein: Die Burg diente als Regierungsstützpunkt im Westen des Landes und lag näher am künftigen Hafen als die Residenz des Shoguns in Edo – dem heutigen Tokio.
Für jeden Gesandten wurden zwei Treffen veranstaltet. Bei dem offiziellen überreichten die Diplomaten im großen Saal ihre Beglaubigungsschreiben. Den privaten Empfang gestaltete Yoshinobu als europäisches Mittagessen. Harry Parkes saß rechts vom Gastgeber. Man servierte französische Gerichte auf eingeführtem Geschirr; nach dem Dessert erhob der Shogun sein Glas auf die britische Königin, anschließend bot man den Gästen in einem anderen Gebäude Kaffee an.
Die Beschreibung ist nicht als genaue Inventarliste des Palastes überliefert, sondern in der Nacherzählung des Tagebuchs eines niederländischen Diplomaten. Darin stehen ein Brüsseler Teppich und japanische Wände mit Vögeln und Blumen auf goldenem Grund nebeneinander. Yoshinobus Leute, die zuvor im Ausland gewesen waren, setzten den den Diplomaten vertrauten Zeremoniell bewusst ein. Der neue Shogun zeigte, dass er ohne Vermittler mit ihnen sprechen und die Öffnung des Hafens zu Ende bringen konnte.
Die Gesandten waren mit dem Empfang zufrieden und schätzten Yoshinobu selbst hoch ein. Seine Regierung setzte die Öffnung von Hyōgo und Osaka auf den ersten Januar eintausendachthundertachtundsechzig fest, und der Hafen begann am vorgesehenen Tag, ausländische Schiffe zu empfangen. Yoshinobus persönlicher Erfolg war kurz. Bereits im Herbst hatte er das Amt des Shoguns aufgegeben, in der Hoffnung, im neuen politischen System des Landes eine führende Stellung zu bewahren. Nach der Niederlage seiner Truppen bei Kyoto kehrte er zur Burg Ōsaka zurück, reiste dann nachts heimlich nach Edo ab und zog sich bald aus den Staatsgeschäften zurück.
Während des anschließenden Brandes brannte der Honmaru-Palast nieder. Wer die Burg genau in Brand setzte, erklären die Quellen unterschiedlich; deshalb lässt sich der Schuldige nicht mit Sicherheit benennen. Siebzehn Jahre später brachten Militärs einen Teil des Palastes von der Burg Wakayama hierher. Er wurde Kishū-Palast genannt; er diente als kaiserliche Residenz und Unterkunft für hochrangige Gäste. Dieser zweite Palast überstand die Bombardierungen des Krieges, brannte jedoch bereits im Jahr eintausendneunhundertsiebenundvierzig nieder.
Der japanische Garten am Platz wurde für den Kishū-Palast angelegt und ist erhalten geblieben. Von den Sälen, in denen Yoshinobu Parkes mit einem französischen Mittagessen bewirtete und versprach, Hyōgo zu öffnen, ist über der Erde nichts übrig: Ihren Platz nimmt der Platz selbst ein.
Praktisch vor Ort
Der Haupttext wird im Freien angehört. Planen Sie den Besuch des Museums im Turm getrennt und prüfen Sie die Zugangsbedingungen im Voraus.
