Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Holzverkleidung
- Offene Sparren
- Zwischengeschoss
- Zentraler Durchgang
Die Geschichte des Ortes
Die offenen Sparren unter dem Dach und die Holzverkleidung stammen noch aus dem großen Saal der Rollschuhbahn. Ende des Jahres achtzehnhundertvierundachtzig errichtete Clara Hagan hier den Crescent City Skating Rink und hoffte auf Besucher der nahe gelegenen World’s Industrial and Cotton Centennial Exposition. Auf dem Boden aus getrocknetem Ahorn fuhr man auf vierrädrigen Rollschuhen, und von den Sitzreihen aus sah man Rollkunstläufer, private Abende und Karnevalsbälle. Später befanden sich in diesen Mauern ein Stall, eine Wäscherei und ein Lebensmittelgeschäft; heute führt der zentrale Durchgang zu einem Buchladen, einem Café und kleinen Geschäften.
Bis zum Jahr neunzehnhundertachtundsiebzig war das Gebäude an der Ecke von Prytania Street und Washington Avenue kaum wiederzuerkennen. Die Wände waren für Zapfsäulen durchbrochen, an die Fassaden waren eine Schuhreparaturwerkstatt und ein Teil eines Supermarkts angebaut. Unter einem Dach befanden sich verstreute Läden und eine Texaco-Tankstelle.
Die Immobilienmakler George Farnsworth Jr. und Martha Ann Samuel kauften die Immobilie. Sie wollten das zerschnittene Bauwerk wieder zu einem einheitlichen Geschäftskomplex zusammenfügen. Der Architekt Barry Fox sollte herausfinden, wie sich der riesige alte Saal erhalten und das Projekt zugleich rentabel gestalten ließ. Das Erscheinungsbild wurde nach einer Werbegravur aus dem Jahr achtzehnhundertfünfundachtzig wiederhergestellt.
Darauf war der Crescent City Skating Rink abgebildet – der Vorgänger des heutigen The Rink. Die Auftraggeberin Clara Hagan errichtete ihn Ende des Jahres achtzehnhundertvierundachtzig, als New Orleans die World’s Industrial and Cotton Centennial Exposition ausrichtete. In der Nähe hielten Personenzüge, und Hagan rechnete mit einem Strom von Besuchern. Die investierten Mittel sollten durch einen Eintrittspreis von fünfundzwanzig Cent und Mitgliedsbeiträge wieder hereinkommen.
Der aus New York eingeladene Geschäftsführer Ira Daniels erhielt einen Saal mit einer etwa neun Meter hohen Decke und einem großen Boden aus getrocknetem Ahorn. Hier fuhr man auf vierrädrigen Rollschuhen; in The Rink gab es nie Eis. Für die Zuschauer stellte man mehrere Reihen von Sesseln auf, für die Musiker war ein eigener Balkon vorgesehen, und Interessierten gab man kostenlose Unterrichtsstunden. Im Saal veranstaltete man Auftritte professioneller Rollkunstläufer, private Abende und Karnevalsbälle.
Hagans Kalkulation ging nur kurz auf. Die Rollschuhbahn schloss nach wenigen Jahren. Danach waren im selben Baukörper ein Stall mit Mietkutschen, ein Bestattungsunternehmen, ein Lager, eine Wäscherei, ein Friseursalon und ein Lebensmittelgeschäft untergebracht. Jeder neue Eigentümer brauchte andere Türen, Trennwände und Zufahrten; bis in die siebziger Jahre war der frühere Saal in diesen Umbauten verschwunden.
Farnsworth, Samuel und Fox gaben ihm seine Gesamtform zurück, doch eine historische Fassade allein reichte nicht aus: Käufer und Mieter brauchten Parkplätze. Fox zog in den hohen Baukörper ein Zwischengeschoss ein und stellte unten fünfundvierzig Autos unter. Im Jahr neunzehnhundertachtzig erhielten die Partner eine bundesweite Steuervergünstigung mit beschleunigter Abschreibung. Die niedrigere Steuer in den ersten fünf Jahren half, den Umbau zu bezahlen. Farnsworth lebte anschließend viele Jahre in dem von ihm geschaffenen Komplex.
Heute befinden sich oben ein Buchladen, ein Café, kleine Geschäfte und Büros; im zentralen Durchgang werden Treffen mit Autoren und Veranstaltungen des Viertels abgehalten. Fox musste das Dach ersetzen, doch ein Teil der Holzverkleidung und der offenen Sparren stammt noch von der Rollschuhbahn. Über ihnen ist der Name The Rink erhalten, direkt unter ihnen befindet sich der Parkplatz, ohne den die Immobilienmakler den Saal aus der alten Gravur nicht hätten wiederherstellen können.
Praktisch vor Ort
Öffentliches Geschäftsgebäude; die Öffnungszeiten hängen vom jeweiligen Geschäft oder Café ab.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Suchen Sie nicht nach einer Eisbahn: Hier hat es nie eine gegeben. Die Innenräume können unabhängig voneinander genutzt werden.
