Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Das alte Gebäude der Halle für buddhistische Skulptur
- Die Museumsgebäude
- Die Eingänge zu den Ausstellungssälen
Die Geschichte des Ortes
Zwischen den neuen Museumsgebäuden ist das erste Gebäude des Nationalmuseums Nara erhalten geblieben; heute wird dort buddhistische Skulptur ausgestellt. Die Regierung gründete das Museum im Jahr achtzehnhundertneunundachtzig, als viele Tempelschätze nach der Trennung buddhistischer und shintoistischer Einrichtungen ihren früheren Schutz verloren hatten. Hier begann man, sie zur Aufbewahrung entgegenzunehmen und für die Präsentation in den Ausstellungssälen vorzubereiten.
Im Jahr neunzehnhundertdreiundvierzig brachten Beamte des Kaiserlichen Hofministeriums einen Teil der Schätze des Shōsō-in aus dem alten hölzernen Speicher bei Tōdai-ji heraus und brachten sie in einem Museumsdepot in Sicherheit. Der Krieg rückte Japan näher, und hier nahm man bereits evakuierte Sammlungen aus Tokio auf.
Im Shōsō-in wurden persönliche Gegenstände des Kaisers Shōmu aufbewahrt, die seine Witwe, Kaiserin Kōmyō, nach seinem Tod dem Daibutsu von Tōdai-ji gestiftet hatte, außerdem Tempelgerät, Textilien und Dokumente aus dem achten Jahrhundert. Jeden Herbst wurde das kaiserliche Siegel vom Speicher entfernt, um die Gegenstände zu überprüfen. Damals konnten nur Menschen in privilegierter Stellung sie sehen.
Das Museum selbst entstand gerade wegen solcher Gegenstände neben den Tempeln. Nach der Trennung buddhistischer und shintoistischer Einrichtungen, von der bereits bei Kōfuku-ji die Rede war, blieben viele Tempelschätze ohne ihren früheren Schutz. Im Jahr achtzehnhundertneunundachtzig gründete die Regierung das Kaiserliche Museum Nara, um sie zur Aufbewahrung entgegenzunehmen und der Öffentlichkeit zu zeigen. Sechs Jahre später eröffnete das Museum. Sein erstes Gebäude ist erhalten: Heute ist es die Halle für buddhistische Skulptur.
Der Krieg endete, und man wollte die in Sicherheit gebrachten Schätze in das Shōsō-in zurückbringen. Im Frühjahr neunzehnhundertsechsundvierzig forderten örtliche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sie vor der Rückgabe allen zugänglich zu machen. Im Mai richtete der Fremdenverkehrsverband der Präfektur eine Petition an den Minister des Kaiserlichen Hofministeriums. Die Verfasser wollten erreichen, dass Menschen, die Niederlage, Zerstörung und Lebensmittelmangel erlebt hatten, Gegenstände sahen, die seit der Zeit des alten Nara erhalten waren. Anfang September stimmte das Ministerium zu.
Im Oktober stellte man hier dreiunddreißig Gegenstände aus. In zweiundzwanzig Tagen kamen mehr als einhundertvierzigtausend Menschen, obwohl die Züge schlecht fuhren und die Beschaffung von Lebensmitteln weiterhin eine tägliche Sorge blieb. Nach diesem Andrang wurde die Ausstellung wiederholt und fand fortan jährlich statt.
Heute wird jeden Herbst das Siegel vom Shōsō-in wieder entfernt, um die Gegenstände zu überprüfen, und ausgewählte Schätze werden für einige Wochen in das Nationalmuseum Nara gebracht. Anschließend kehren sie in den Speicher zurück. In der Museumssammlung ist die Eintrittskarte der ersten Ausstellung erhalten, und in den Sälen setzt sich die Ordnung fort, die die Einwohner von Nara durchgesetzt haben: Kaiserliche Schätze verlassen das verschlossene Depot und werden der Öffentlichkeit zugänglich.
Praktisch vor Ort
In der Regel 9:30–17:00, letzter Einlass 30 Minuten vorher; montags sowie vom 28. Dezember bis 1. Januar geschlossen. Die Dauerausstellung kostet für Erwachsene in der Regel 700 Yen.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Für die Besichtigung der Sammlung ist ein gesonderter Museumseintritt erforderlich; die aktuelle Ausstellung sollten Sie vorher prüfen. Falls Sie nicht hineinkommen, bleibt die Architektur des alten Gebäudes ein vollwertiger Erzählpunkt.
