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Minara Masjid und Mohammed Ali Road

Minara Masjid / Mohammed Ali Road

Das Finale verbindet die Anlage der Moschee, den Namen der Straße und einen Familienladen, der aus einer winzigen Bäckerei hervorging.

15 Min.
Grüne Kuppel und Minarette der Minara Masjid an der Mohammed Ali Road in Mumbai.
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Worauf achten

  • Hohe Minarette
  • Ladenlokale im Erdgeschoss
  • Westliche Tore
  • Schild „Suleman Usman Mithaiwala“

Die Geschichte des Ortes

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Unter den hohen Minaretten setzt sich die Moschee hinter der Fassade fort: Gebetssaal und Hof liegen neben Küche, Lagerhäusern, Wohnraum und Läden am Rand des Erdgeschosses. Einen solchen Komplex hielt ein von den Memon verwaltetes Treuhandvermögen, das mit einer Handelsgemeinschaft aus Kachchh verbunden war; die Gebäude auf diesem Gelände entstanden bereits im neunzehnten Jahrhundert. Durch die westlichen Tore endet die Mohammed Ali Road, und an Ramadanabenden füllen Tische und Verkaufsstände die Gassen an der Moschee.

Zu Beginn der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts kam der junge Bäckergehilfe Suleman aus Pune nach Bombay, um Arbeit zu suchen. Eine eigene Bäckerei hatte er nicht; alles, worauf er sich stützen konnte, war sein Geschick im Umgang mit Teig. Suleman mietete unmittelbar an der Minara Masjid ein winziges Ladenlokal und begann, Backwaren zu verkaufen. Im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig eröffnete er hier einen vollwertigen Süßwarenladen. Auf dem Schild verband er seinen Namen mit dem Namen seines Vaters Usman – so entstand „Suleman Usman Mithaiwala“.

Die Wahl des Standorts erklärt die Anlage der Moschee. Die Memon, eine mit Kachchh verbundene muslimische Handelsgemeinschaft, richteten im Jahr achtzehnhundertneunundsiebzig ein Treuhandvermögen nach einer vom High Court of Bombay genehmigten Regelung ein. Die Gebäude bestanden schon früher; ein städtisches Verzeichnis datiert die Moschee ungefähr auf das Jahr achtzehnhundertsiebzig. Zum Besitz gehörten ein Gebetssaal, ein Hof, Lagerhäuser, Wohnhäuser und Ladenlokale am äußeren Rand des Erdgeschosses. Hier betete, wohnte, lagerte und verkaufte man nebeneinander. Wegen ihrer hohen Minarette nannte man die Moschee Minara Masjid – die Moschee der Minarette.

Suleman befand sich genau in dem Teil des Komplexes, in dem religiöses und geschäftliches Leben Tür an Tür lagen. Seine kleine Bäckerei wuchs zu einem Familienunternehmen heran; nach ihm führten seine Söhne den Laden weiter. Das Hauptgeschäft belegt noch immer ein Lokal unter der Moschee an der Ebrahim Merchant Road, die nach Ebrahim Merchant, einem ehemaligen Treuhänder der Minara Masjid, benannt ist. Während des Ramadan verkauft die Familie hier Aflatoon, eine feste Milchsüßigkeit, Phirni und Malpua, obwohl Suleman als Bäcker mit der täglichen Arbeit begonnen hatte.

An denselben Abenden versorgen die Treuhänder beim Fastenbrechen mehr als tausend Menschen. Das Essen wird in der inneren Küche zubereitet und im Gebetssaal ausgelegt; nach dem Ende der Mahlzeit räumt und wäscht ein Team den Boden rasch vor dem Abendgebet. Draußen stellen Händler in den Gassen Stände und Tische auf. Über mehrere Jahrzehnte hinweg haben Familienläden und fliegende Verkäufer an den Toren einen Nachtmarkt entstehen lassen: Zur Stunde, in der das tägliche Fasten endet, versammelt sich eine große Gemeinschaft gleichzeitig in der Moschee und tritt anschließend unmittelbar zu den Ladenlokalen an ihrem äußeren Rand hinaus.

Die westlichen Tore weisen zur Mohammed Ali Road, und an der Moschee endet der Abschnitt, der diesen Namen erhielt. Vor der Unabhängigkeit Indiens schlugen zwei Stadträte vor, einen Teil der Sydenham Road – so hieß diese Hauptstraße damals – nach Mohammed Ali Jauhar umzubenennen. Jauhar war Dichter, Journalist und Führer der Khilafat-Bewegung: Nach dem Ersten Weltkrieg setzte er sich für den Erhalt des Osmanischen Kalifats ein und leitete gemeinsam mit seinem Bruder Shaukat Kampagnen in Bombay. Die Stadträte verwiesen darauf, dass sich der Sitz der Bewegung in der Stadt befand. Der Abschnitt vom Mahatma Jyotiba Phule Mandai (Crawford Market) bis zur Minara Masjid erhielt den Namen Mohammed Ali; hinter der Moschee endete der umbenannte Abschnitt.

Historiker streiten dennoch darüber, wen das Straßenschild meint. Einer anderen Version zufolge handelt es sich um Mohammed Ali Rogay, einen Bombay'er Händler und Wohltäter des neunzehnten Jahrhunderts, dem die örtliche Geschichtstradition die Gründung mehrerer Schulen zuschreibt. Auf dem Schild stehen weder der Titel eines muslimischen Gelehrten „Maulana“ noch der Nachname „Jauhar“, daher haben sich beide Deutungen erhalten. Am westlichen Tor endet die Mohammed Ali Road, und unter den Minaretten bleibt der Laden, in dem Suleman einst seinen Namen neben den seines Vaters stellte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittaußen; Gebetsraum

Aktive Moschee und abendliche Essensstraße; Zugang und Durchgang hängen vom Gebet, Ramadan und den aktuellen Beschränkungen ab.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Moschee bleibt ein aktiver religiöser Raum: Betreten Sie sie nicht während des Gebets aus Neugier und klären Sie den Zugang vor Ort. Wählen Sie im Gedränge an den Essensständen ohne Hast einen Stand, achten Sie auf Ihre persönlichen Sachen und bleiben Sie für ein Foto nicht mitten in der Schlange stehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet unter den Minaretten, am Laden, dessen Familienname Teil der Handelsstraße geblieben ist.

Stopp 6 von 6Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Märkte des alten Mumbai: Bhuleshwar und Mohammed Ali Road“ — 6 Stopps, etwa 3,1 km, 2,5–3 Stunden.

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