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Krasnogorskaja-Platz und Handelsreihen

Красногорская площадь

Die Bitte um steinerne Läden führt zu einem Streit zwischen Händlern, Stadt und Grundeigentümer.

14 Min.
Krasnogorskaja-Platz und Handelsreihen vor der Dreifaltigkeits-Sergius-Lawra.
Alex Zelenko · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Fassade der Handelsreihen aus rotem Ziegel
  • Türen auf der Platzseite
  • Türen auf der Seite des Prospekts

Die Geschichte des Ortes

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Die Handelsreihen aus rotem Ziegel entstanden, nachdem die örtlichen Kaufleute und Meschtschane Angst bekommen hatten, hier alles zu verlieren. Als Meschtschane bezeichnete man damals Stadtbewohner, die von Handwerk und Kleinhandel lebten. Sie pachteten von der Dreifaltigkeits-Sergius-Lawra dicht aneinandergestellte hölzerne Verkaufsbuden und lebten vom Warenverkauf an Pilger.

An Käufern mangelte es nicht: Ende des neunzehnten Jahrhunderts kamen jährlich bis zu einer halben Million Pilger zum Kloster. Die alte Straße aus Moskau verlief am östlichen Rand des Platzes, und gegenüber lagen die Heiligen Tore. Fast jeder, der das Kloster betrat, überquerte zunächst den Markt. Deshalb hielten die Händler gerade am Krasnogorskaja-Platz fest, trotz der Enge und der Brandgefahr.

In der Nacht vom zweiundzwanzigsten auf den dreiundzwanzigsten Dezember neunzehnhundert brannten unweit davon Gebäude. Einer der Händler verlor beinahe sein gesamtes Vermögen. Im Januar reichten Kaufleute und Meschtschane beim Moskauer Metropoliten Wladimir, dem Vorsteher der Lawra, eine Petition ein. Sie erklärten, dass Feuer aus einem geringfügigen Anlass sofort von einer dicht gedrängten Bude auf die nächste übergreifen und sie mittellos zurücklassen könne. Sie baten darum, auf Kosten des Klosters steinerne Räume zu errichten oder den Pächtern zu erlauben, diese selbst zu bauen. Im ersten Fall erklärten sich die Händler bereit, sowohl für das Grundstück als auch für die Läden zu zahlen, im zweiten nur für das Grundstück.

Die Wahl zwischen diesen Vorschlägen berührte einen alten Streit. Der Krasnogorskaja-Platz war der wichtigste Markt von Sergijew Possad – so hieß die Stadt damals –, doch die Lawra verfügte über ihn. Die Stadtverwaltung versuchte, die Parzellen selbst an Händler zu verpachten, und focht die Rechte des Klosters vor Gericht an. Die Rechtsstreitigkeiten endeten nicht zugunsten der Stadt.

Der Geistliche Rat, der das Klostereigentum verwaltete, entschied, dass eine auf Kosten der Pächter errichtete steinerne Reihe die Ansprüche der Stadt stärken könnte. Deshalb bezahlte die Lawra den Bau selbst. Die Kaufleute erhielten sichere Räume, blieben jedoch Mieter; das Kloster behielt die Pachteinnahmen und das Recht, über das Gebäude zu verfügen.

Die Reihen wurden in den Jahren neunzehnhundertzwei bis neunzehnhundertdrei nach einem Entwurf von Alexander Latkow errichtet. Die Läden ordnete man absichtlich zu zwei Seiten an: Die einen gingen zum Platz, die anderen zur Chaussee, dem heutigen Prospekt Krasnoj Armii. Das Gebäude stellte man genau an den Rand des Klostergrundstücks, sodass es zugleich zu einer steinernen Grenze zwischen Platz und Stadt wurde.

Der Name des Platzes ist älter als diese Mauern: Krasnogorskaja nannte man ihn nach dem Roten Berg, der alten Bezeichnung für den erhöhten Bereich vor der Lawra. Und in den Reihen arbeiten wieder ein Klosterladen und ein Pilgerzentrum. Von der Bitte der Händler, die sich vor einem einzigen Brand fürchteten, ist ein ganzes rotes Gebäude geblieben – mit Türen sowohl zur Straße als auch zum Markt, jedoch erbaut vom Eigentümer des Landes.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktHeilige Tore und die Kirche der Geburt Ioanns des Vorläufers
Eintrittfrei zugänglich

Der Platz ist als städtischer Raum geöffnet. Das Pilgerzentrum im Gebäude der Handelsreihen weist einen saisonalen Zeitplan aus: 08:00–18:00 von April bis November und 08:30–17:00 von November bis April.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie den Platz von außen: Für diese Station ist kein Betreten von Gebäuden erforderlich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie über den Platz geradeaus zu den beiden Bögen unter dem fünfkuppeligen Gotteshaus.

Stopp 1 von 9Weiter: Heilige Tore und die Kirche der Geburt Ioanns des Vorläufers

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Lawra, Podol und die alte Straße aus Moskau“ — 9 Stopps, etwa 1,7 km, 3 Std. 25 Min. ohne Anreise aus Moskau.

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