Stopp 8 von 8

Park Sarjadje und Schwebende Brücke

Парк «Зарядье», Парящий мост

Das abschließende Panorama ermöglicht es, den offenen Park mit dem verschwundenen Baukörper des Hotels zu vergleichen.

22 Min.
Die Schwebende Brücke über der Moskwa, von der Uferpromenade aus gesehen
GAlexandrova · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Schwebende Brücke
  • Betonkonsole
  • Moskwa
  • Rasenflächen und Pavillons

Die Geschichte des Ortes

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Die Schwebende Brücke endet dort, wo sie beginnt: Beide Wege führen zurück in den Park. Man überquert hier nicht den Fluss. Die siebzig Meter lange Betonkonsole ragt ohne Stütze über Uferpromenade und Wasser; daher das Wort „schwebend“. Sie wurde als Aussichtsplattform gebaut. Für dieses Panorama gibt es einen konkreten Grund: Das riesige Gebäude, das fast vierzig Jahre lang den heutigen Park einnahm, verdeckt das Ufer nicht mehr.

Der Park erbte den Namen des alten Sarjadje – eines Viertels hinter den Unteren Handelsreihen. Im Jahr eintausendneunhundertsiebenundvierzig riss man fast alle seine Häuser und Gassen zugunsten eines hoch aufragenden Verwaltungsgebäudes ab. Der Chefarchitekt Moskaus, Dmitri Tschetschulin, erhielt hier den größten Auftrag seiner Laufbahn. Bis zum Frühling eintausendneunhundertdreiundfünfzig hatten die Bauarbeiter das Fundament und das technische Geschoss fertiggestellt, danach stellte man die Bauarbeiten ein.

Tschetschulin wurde während der Abkehr von der teuren dekorativen Architektur kritisiert, behielt jedoch seinen Beruf und seinen Einfluss. Als Leiter der für dieses Gelände zuständigen Werkstatt schlug der Architekt vor, das fertige Fundament für ein Hotel zu nutzen. So kehrte der verlorene Auftrag in anderer Form zu ihm zurück. Im Jahr eintausendneunhundertsiebenundsechzig eröffnete das Hotel Rossija – damals das größte Hotel der Welt, das mehrere Tausend Gäste aufnehmen konnte. In seinem Unterbau befanden sich das Kino Sarjadje und ein Konzertsaal, und über den Baukörpern erhob sich ein nördlicher Turm mit Restaurants.

Am fünfundzwanzigsten Februar eintausendneunhundertsiebenundsiebzig brach im Nordflügel ein Feuer aus. Eine Expertenkommission stellte später fest, dass sich seine Ursache nicht eindeutig ermitteln ließ. Feuer und Rauch traten gleichzeitig auf mehreren Stockwerken auf, die inneren Treppen wurden lebensgefährlich, und die Feuerwehr-Drehleitern reichten nur bis zum siebten Stockwerk.

Die Feuerwehrleute hängten vom siebten bis zum zwölften Stockwerk eine Kette von Hakenleitern an die Fassade. Über sie brachten sie dreiundvierzig Menschen hinaus. Die Gäste des oberen Restaurants musste man auf das Dach des elften Stockwerks hinunterbringen und darüber in einen anderen Teil des Hotels führen. Insgesamt rettete man mehr als tausend Menschen; dreizehn Feuerwehrleute wurden verletzt. Zweiundvierzig Menschen kamen ums Leben, weitere zweiundfünfzig wurden verletzt.

Im Konzertsaal trat unterdessen Arkadi Raikin auf – ein Künstler, der seinen Lebensunterhalt auf der Bühne verdiente und an jenem Abend etwa zweieinhalbtausend Zuschauer versammelt hatte. Der Saal lag außerhalb des Feuers, doch wenn das gesamte Publikum sofort hinausgegangen wäre, hätte es das Foyer gefüllt und die Rettungskräfte behindert. Man bat Raikin, das Konzert zu verlängern. Er trat weiter auf, während die Feuerwehrleute im benachbarten Gebäudeteil arbeiteten, und die Zuschauer blieben auf ihren Plätzen. Zu einem Gedränge im Hotel kam es nicht.

Nach der Renovierung empfing das Hotel Rossija wieder Gäste und blieb bis zum Jahr zweitausendsechs in Betrieb. Bis zum Jahr zweitausendzehn war es abgetragen, und im Jahr zweitausendsiebzehn eröffnete man hier den Park. Der Nordflügel, das Restaurant, der Konzertsaal und die Feuerwehrleiter an der Fassade befanden sich auf dem Gelände der heutigen Rasenflächen und Pavillons; über der Erde ist von ihnen nichts geblieben. Die Schwebende Brücke ragt gerade als Plattform für den nach dem Abriss freigewordenen Ausblick über den Fluss hinaus.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort22 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittfrei zugänglich; der Park ist rund um die Uhr geöffnet

Das Parkgelände ist rund um die Uhr geöffnet. Pavillons: Montag 12:00–21:00, Dienstag–Sonntag 10:00–21:00.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie bis zum äußeren Teil der Brücke, bleiben Sie jedoch bei starkem Besucherandrang nicht mitten im Durchgang stehen. Das Panorama ist ohne Museumsbesuch zugänglich; bei schlechtem Wetter ist die offene Plattform besonders zugig.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet über der Moskwa, an einem Punkt, von dem aus das Zentrum ohne das Hotel Rossija zu sehen ist.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kreml und Kitai-Gorod: Zentrum der Macht“ — 8 Stopps, 3,3 km, 3,5–4 Std..

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