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Pjatnizki-Tor

Пятницкая проездная башня

Durch die erhaltene repräsentative Zufahrt führt die Route von der Verteidigungsfestung zum Handelspossad.

15 Min.
Das Pjatnizki-Tor aus rotem Backstein mit einem hohen Durchfahrtsbogen.
Mike1979 Russia · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Durchfahrtsbogen
  • Abschnitte aus kleinen dunklen Ziegeln
  • Steinerne Kapelle

Die Geschichte des Ortes

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In diesem Turm ist die einzige repräsentative Durchfahrt der Kolomnaer Festung erhalten. Durch den hohen Bogen führte die Straße aus dem Kolomnaer Kreml zum Possad mit seinem großen Markt, wo Verkäufer, Käufer und Zolleinnehmer zusammenkamen und ein besonderes Gericht Handelsstreitigkeiten verhandelte. Nebenan stand einst eine Holzkirche der heiligen Paraskeva, der Schutzpatronin der Handelsleute; von ihr erhielt das Tor seinen Namen. Die Kirche gibt es längst nicht mehr, doch an der Außenseite des Turms ist eine steinerne Kapelle erhalten, und im freiliegenden Mauerwerk fallen kleinere und dunklere Ziegel einer späteren Ausbesserung auf.

Im Sommer achtzehnhundertzweiundachtzig kam der Architekt Nikolai Sultanow nach Kolomna, um alte Bauten zu besichtigen. Vom Kolomnaer Kreml waren bis dahin bereits ganze Mauerabschnitte und die meisten Türme verschwunden. Die Einwohner hatten jahrzehntelang Mauerwerk für ihre eigenen Bauten abgetragen; ein Zeitgenosse nannte die Festung direkt einen Steinbruch. Ein Reparaturprojekt lag unbewegt da: Dafür fand sich kein Geld.

Sultanow suchte nach Bauwerken, die noch zu retten waren. Das Pjatnizki-Tor erwies sich als der einzige Kremlturm, den er als in normalem Zustand befindlich einschätzte. Im Jahr achtzehnhundertdreiundachtzig berichtete der Architekt darüber dem Petersburger Architektenverein. Hätten sich die Fachleute erneut auf eine Besichtigung beschränkt, hätte auch der letzte Torturm Kolomnas verschwinden können: Die anderen Haupttore waren bereits abgetragen worden oder schon früher verlorengegangen.

Drei Jahre später schickte die Moskauer Archäologische Gesellschaft Andrei Pawlinow – einen Architekten und Restaurator, der seinen Lebensunterhalt mit dem Entwerfen und der Erforschung altrussischer Bauten verdiente. Seine Arbeit begann er gerade mit dem Pjatnizki-Turm. Pawlinow festigte die Durchfahrt und setzte die beschädigten Stellen mit kleinen Ziegeln neu auf. Diese Ergänzungen sind erhalten geblieben: An den Abschnitten mit freiliegendem Mauerwerk sind sie dunkler und kleiner als die alten Kremlziegel. Nach dieser Restaurierung blieb das Pjatnizki-Tor die einzige erhaltene repräsentative Zufahrt zur Festung.

Seinen Namen verdankt es Menschen, die hierher nicht zum Kämpfen kamen. Hinter dem Tor lag der Possad, daneben ein riesiger städtischer Markt. In der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts zählte man hier einunddreißig Handelsreihen und fast siebenhundert Läden und Verkaufsplätze. Gegenüber der Durchfahrt stand ein Zollhof: Die Einnehmer erhoben Abgaben sowohl von Verkäufern als auch von Käufern. Dort befanden sich auch ein Lagerhaus, große Waagen und die Tiun-Hütte – ein Gericht, das Handelsstreitigkeiten verhandelte. Das Tor führte direkt zu dem Ort, an dem Waren geprüft, Abgaben bezahlt und Geldansprüche verteidigt wurden.

Paraskeva Pjatniza ist eine frühchristliche Märtyrerin, die russische Handelsleute als ihre Schutzpatronin verehrten. Am Tor stand eine ihr geweihte Holzkirche, und nach diesem Gotteshaus begann man die Durchfahrt Pjatnizki zu nennen. Als die Kirche verschwand, wurde das Tor in Dokumenten des achtzehnten Jahrhunderts kurzzeitig Spasski-Tor genannt, doch der neue Name setzte sich nicht durch. Im neunzehnten Jahrhundert baute man an den Turm eine steinerne Kapelle an, die die Erinnerung an Paraskeva fortführte.

Die alte Holzkirche ist nicht erhalten. Auf ihre Verbindung mit dem Tor weisen heute die Kapelle an der Außenseite des Turms und der Name selbst über der Straße hin, die die Festung mit dem Handelspossad verband.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktMuseum Kalatschnaja
Eintrittvon außen und durch die Durchfahrt

Besichtigung von außen und Durchgang sind jederzeit möglich; das Tor ist Teil des städtischen Straßennetzes.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie zu Fuß durch den Bogen und bleiben Sie kurz auf beiden Seiten stehen, ohne anderen Menschen die Durchfahrt zu versperren.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie durch den Bogen hinaus und halten Sie am Laden mit Kalatschnaja an.

Stopp 4 von 8Weiter: Museum Kalatschnaja

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kreml und Possad von Kolomna“ — 8 Stopps, etwa 2,1 km, 5–6 Stunden.

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