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Chemin Olmsted und das Kreuz

Chemin Olmsted

Hier trifft der berechnete Aufstieg auf den Berg auf ein Zeichen, das in der ganzen Stadt sichtbar sein sollte.

30 Min.
Ein unbefestigter Waldweg mit einer sanften Biegung und grünen Bäumen an den Rändern.
Armineaghayan · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Lange Kurven der Straße
  • Stahlgerüst des Kreuzes
  • Leuchtdiodenkontur
  • Betonfundamente

Die Geschichte des Ortes

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Die breite Straße beim Kreuz ist nach Frederick Law Olmsted benannt, dem Landschaftsarchitekten, den Montréal damit beauftragte, hier einen Stadtpark anzulegen. Als Olmsted den Berg im Jahr eintausendachthundertvierundsiebzig erstmals bestieg, warnte er die Auftraggeber: Das steile, zerklüftete Gelände eigne sich schlecht für einen gewöhnlichen Erholungsort. Olmsted wollte es nicht einebnen. Er legte einen sanften Anstieg für Fuhrwerke und Fußgänger an und verteilte den Weg auf acht Abschnitte mit unterschiedlichem Gelände und Bewuchs. Man sollte allmählich an Höhe gewinnen, statt auf dem kürzesten Weg oben anzukommen.

Die Stadt setzte den Entwurf nur teilweise um, doch der heutige Chemin Olmsted bewahrte seine wichtigste Berechnung: Lange Kurven verringern die Steigung und zwingen dazu, den Berg Schritt für Schritt zu durchqueren. Im Jahr eintausendachthundertsechsundsiebzig eröffnete die Stadt den Park, obwohl der Architekt den Plan selbst noch mehrere Jahre weiter ausarbeitete.

Im selben Jahr eintausendachthundertvierundsiebzig erklärte die Société Saint-Jean-Baptiste de Montréal, sie wolle auf dem Berg ein Erinnerungskreuz errichten. Die öffentliche Organisation wollte an die Tat von Paul Chomedey de Maisonneuve erinnern, dem Gründer und Gouverneur von Ville-Marie, wie die junge Siedlung an der Stelle des heutigen Montréal damals hieß.

An Weihnachten des Jahres eintausendsechshundertzweiundvierzig bedrohte ein Hochwasser den Fort von Ville-Marie. Er war erst wenige Monate zuvor errichtet worden; der Verlust der Befestigung hätte die Siedlung mitsamt den Vorräten und Unterkünften der Kolonisten zugrunde richten können. Maisonneuve versprach der Jungfrau Maria: Wenn das Wasser zurückweiche, werde er auf dem Berg ein Kreuz errichten. Das Hochwasser zerstörte den Fort nicht. Am sechsten Januar eintausendsechshundertdreiundvierzig nahm der Gouverneur ein schweres Holzkreuz auf die Schulter, ging ungefähr eine Ligue hinter einer Prozession her und richtete es oben auf. Die Jesuiten hielten diese Episode fest; danach begannen Pilger, zum Kreuz hinaufzusteigen.

Zwischen Maisonneuves Holzkreuz und der Stahlkonstruktion am Chemin Olmsted liegen fast drei Jahrhunderte. Die Société Saint-Jean-Baptiste de Montréal wollte ausdrücklich ein Erinnerungszeichen schaffen, brauchte für die Verwirklichung des Vorhabens jedoch fünfzig Jahre. Im Jahr eintausendneunhundertvierundzwanzig verkauften viertausendzweihundert erwachsene Freiwillige und einhunderttausend Schulkinder in der ganzen Provinz Briefmarken mit dem Bild des künftigen Kreuzes für je fünf Cent. Sie sammelten zehntausend Dollar.

Mit diesem Geld errichteten Arbeiter auf dem Berg ein sechsundzwanzig Tonnen schweres Stahlgerüst. Es wurde hoch über der Stadt aufgestellt, wo das Zeichen zum Gedenken an Maisonneuves Aufstieg zugleich zu einer nächtlichen Orientierungshilfe werden konnte. Am vierundzwanzigsten Dezember eintausendneunhundertvierundzwanzig zeichneten zweihundertvierzig Lampen erstmals das Kreuz über Montréal nach.

Im Jahr eintausendneunhundertneunundzwanzig übergab die Société Saint-Jean-Baptiste de Montréal das Bauwerk der Stadt, doch das Übergabedokument ist nicht erhalten. Die städtischen Dienste reparierten und beleuchteten das Kreuz jahrzehntelang, obwohl die Stadt formell noch nicht dessen Eigentümerin war. Der Stadtrat bestätigte die Übergabe erst im Juni zweitausendvier.

Die Grundlage des heutigen Kreuzes ist weiterhin die Stahlkonstruktion von eintausendneunhundertvierundzwanzig: dreiunddreißig Meter hoch, eintausendachthundertdreißig Bauteile, mehr als sechstausend Niete und acht Betonfundamente. Die alten Lampen wurden durch Leuchtdioden ersetzt, doch sie zeichnen dieselbe leuchtende Kontur nach, für die Schulkinder jeweils fünf Cent gesammelt hatten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktMcGill University
Eintrittfrei zugänglich

Als Park: täglich 06:00–24:00; Zustand der Wege und laufende Arbeiten vor dem Aufbruch prüfen; geprüft 2026-06-29.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Kürzen Sie den Weg nicht über den Hang ab: Die Schleifen der Straße sind das Hauptobjekt dieser Station. Das Kreuz ist möglicherweise nicht von jedem Abschnitt aus sichtbar; suchen Sie es daher nicht um den Preis eines unbequemen oder unsicheren Umwegs.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie vom Berg hinab und betreten Sie den Campus durch das Tor am Anfang der Hauptallee.

Stopp 3 von 7Weiter: McGill University

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mont Royal und Golden Square Mile“ — 7 Stopps, etwa 3,1 km, 3–4 Stunden.

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