Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fassade der Kirche
- Bronzestatue Hidalgos
- Platz vor der Kirche
- Klostergebäude
Die Geschichte des Ortes
Das Land unter der Kirche San Juan Bautista gab ein Mann, dessen Vater von Hernán Cortés hingerichtet worden war. Cuaupopoca, der Herrscher von Coyoacán, wurde im Jahr eintausendfünfhundertneunzehn auf Befehl des spanischen Heerführers getötet. Sein älterer Sohn Hernando Cetochtzin erbte Coyoacán, starb jedoch während des Feldzugs von Cortés nach Honduras. Im Jahr eintausendfünfhundertfünfundzwanzig war der jüngere Sohn an der Reihe — Ixtolinque.
Er erbte die Besitzungen, von denen seine Familie Ländereien und Abgaben bezog, doch nach der Eroberung reichte die Herkunft allein nicht mehr aus. Ixtolinque ließ sich unter dem Namen Juan de Guzmán taufen, wurde ein Verbündeter von Cortés und erklärte sich bereit, Coyoacán im Namen der spanischen Krone zu regieren. Cortés gab ihm einen bedeutenden Teil der angestammten Ländereien zurück; anschließend bestätigten königliche Urkunden die Schenkungen und das Recht auf ein Wappen. Juan de Guzmán Ixtolinque blieb bis zu seinem Tod im Jahr eintausendfünfhundertneunundsechzig im Amt, danach ging die Verwaltung an seinen Sohn über.
Teil dieser Vereinbarung war die Kirche. Ixtolinque gründete gemeinsam mit seiner Frau das Kloster San Juan Bautista und übergab ein Grundstück zur Bekehrung der örtlichen Bewohner zum Christentum. Vor der Eroberung befand sich hier ein zeremonielles Zentrum der Tepaneken. Nun lieferten die Bewohner von Coyoacán Kalk als Teil ihrer Abgaben und beteiligten sich am Bau des neuen Komplexes. Im Jahr eintausendfünfhundertachtundzwanzig errichteten die Dominikaner eine provisorische Kirche; mit dem Bau des heutigen Gebäudes begann man etwa im Jahr eintausendfünfhundertzweiundneunzig, bereits nach dem Tod des Stifters.
Die Kirche wurde dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht — auf Spanisch San Juan Bautista. Diesen Heiligen verehrte Cortés; zu seinen Ehren erhielt Ixtolinque bei der Taufe den Namen Juan. Der örtliche Herrscher sah die heutige Fassade nicht, doch der von ihm gewählte Ort blieb erhalten: Die Kirche San Juan Bautista und das Kloster San Juan Bautista stehen weiterhin auf dem von ihm übergebenen Land.
Das große Klosteratrium nahm einst auch den Raum vor der Kirche ein. Nach der Anlage der Calle Carrillo Puerto erhielt ein Teil des ehemaligen Atriums bei der Kirche den Namen Plaza Hidalgo. Miguel Hidalgo y Costilla war ein katholischer Priester, der die Bewohner Neuspaniens im Jahr eintausendachthundertzehn zum Aufstand gegen die spanische Herrschaft aufrief. Im folgenden Jahr wurde er hingerichtet, und die Unabhängigkeit des Landes wurde später erreicht. Die Bronzestatue Hidalgos von Luis Arias stellte man hier im Jahr eintausendneunhundertachtzig auf.
Jeden September begeht man auf dem Platz die Zeremonie Grito de Dolores — dabei wird der Aufruf wiederholt, mit dem Hidalgos Aufstand begann. Seine Statue steht im ehemaligen Klosteratrium, und hinter ihr befindet sich die Kirche des Heiligen, dessen Namen Ixtolinque annahm, als er mit Cortés über das Schicksal seiner Ländereien verhandelte.
Praktisch vor Ort
Der Platz ist offen; der Zugang zur Kirche hängt von den Gottesdiensten und der aktuellen Regelung ab
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Auf dem Platz kann es wegen Musik und Handel laut sein; suchen Sie für die Audioführung eine freie Bank oder den Rand der Kirchenmauer. Betreten Sie die Kirche nur bei offenem Zugang und stören Sie den Gottesdienst nicht.
