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Marché des Capucins

Marché des Capucins

Der Markt hilft, das verschwundene Kloster in zwei erhaltenen Stadtnamen zu entdecken.

20 Min.
Marktplatz mit Ständen und Häusern in Noailles
Carl Ha · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Offene Gemüsestände
  • Schild der Rue Longue des Capucins
  • Läden an den Rändern des Platzes

Die Geschichte des Ortes

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Offene Gemüsestände füllen den Platz, der früher zum Klostergelände gehörte, das sich weit über die heutigen Grenzen hinaus erstreckte. Hinter seinen Mauern arbeiteten eine Tuchwerkstatt und eine Apotheke, wuchs ein botanischer Garten, und Mineralien, Pflanzen und Medaillen wurden aufbewahrt. Nach der revolutionären Vertreibung der Mönche teilte man die Gebäude und den Garten in Parzellen auf und verkaufte sie, sodass von der gesamten Anlage kein einziges Gebäude erhalten blieb.

Auf dem Platz findet ein offener städtischer Obst- und Gemüsemarkt statt. Fleisch, Fisch, Gewürze und importierte Produkte werden bereits in den umliegenden Läden verkauft. Die heutigen Marktstände eröffnete die Stadt im Jahr neunzehnhundertsechsundfünfzig, doch ihren Namen erhielten sie von den früheren Besitzern dieses Landes.

Kapuziner nannte man die Mönche eines Zweigs des Franziskanerordens. Zunächst war dies ein Beiname: Die Stadtbewohner erkannten die Brüder an der langen, spitzen Kapuze ihres groben Ordensgewands. Sie verzichteten auf persönlichen Besitz, lebten von Spenden und zogen predigend umher. Ihr Auftreten in Marseille begann gerade mit einer erfolgreichen Predigt.

Im Jahr eintausendfünfhundertachtundsiebzig lud Frédéric Ragueneau, der Bischof von Marseille, Mattia Bellintani da Salò in die Kathedrale ein. Der italienische Kapuziner leitete die ersten Gemeinschaften des Kapuzinerordens in Frankreich und suchte Städte, die bereit waren, die bettelnden Brüder aufzunehmen. Seine Predigten wirkten so stark auf die Einwohner von Marseille, dass sie selbst die Gründung eines Klosters verlangten. Bellintani stimmte zu, der Bischof erteilte die Genehmigung, und die ersten Mönche – sie alle kamen aus Mailand – wurden vorübergehend in der Maison Sainte-Marthe untergebracht.

Einen dauerhaften Ort gab ihnen Catherine de Médicis, die Königinmutter und Förderin des jungen Ordens. Sie kam während religiöser Auseinandersetzungen nach Marseille, um die verfeindeten Gruppen der Stadt zu versöhnen. Für die Kapuziner kaufte Catherine hier einen Garten und einen Weinberg. Am fünfzehnten Juni eintausendfünfhundertneunundsiebzig legte sie den Grundstein des Klosters; in den Stein wurden ihr Name und ihr Wappen eingemeißelt.

Es fehlte an Geld, die Bürgerkriege hielten den Bau auf. Bellintani starb fünf Jahre, bevor die Mönche im Jahr eintausendsechshundertsechzehn die Kirche weihten. Die von ihm gegründete Gemeinschaft wurde jedoch zur größten männlichen Klostergemeinschaft von Marseille. Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts befanden sich hier eine Tuchwerkstatt, eine Apotheke, ein botanischer Garten, eine Sammlung von Mineralien und Pflanzen sowie ein Medaillenkabinett. Die Klostergebäude nahmen ein Gebiet ein, das weit über den heutigen Platz hinausreichte.

Im Jahr eintausendsiebenhunderteinundneunzig erklärte die Revolutionsverwaltung das Kloster zum Nationaleigentum. Die Mönche wurden vertrieben, Gebäude und Gärten in Parzellen aufgeteilt und verkauft. Vom gesamten Komplex blieben weder die Kirche noch die Werkstatt noch der Stein mit Catherines Wappen erhalten. Der frühere Eingang lag an der heutigen Rue Longue des Capucins. Heute lässt sich sein Standort nur noch an zwei Adressen erkennen: dieser Straße und dem Marché des Capucins.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktCours Saint-Louis
Eintrittvor Ort

Montag–Samstag 08:00–19:00; Sonntag geschlossen.

Geprüft: 19. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Markt versorgt vor allem die Anwohner: Halten Sie sich seitlich der Warteschlangen, fragen Sie vor Nahaufnahmen von Menschen und stellen Sie keine Sachen auf die Verkaufstheken.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zum Rand der La Canebière zurück und suchen Sie den Pavillon „La Kik“.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Noailles und Cours Julien: Märkte und Wandel in der Stadt“ — 8 Stopps, 2 km, 2–3 Std..

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