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Pak-Tai-Tempel

北帝廟

Hier wird sichtbar, wie Fischer, Händler und Handwerker gemeinsam das wichtigste Heiligtum des Ortes erweiterten.

15 Min.
Pak-Tai-Tempel
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Worauf achten

  • Figur von Pak Tai
  • Schildkröte und Schlange
  • Steinplatte
  • Altäre

Die Geschichte des Ortes

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Der Tempel steht am ehemaligen Ufer einer kleinen Bucht: Das Meer ist hinter Aufschüttungsland und Häuserblocks zurückgewichen, doch der Haupteingang ist noch immer dorthin ausgerichtet, wo Fischer ihre Netze trockneten und Handwerker Boote reparierten. Der heutige Platz war einst der Arbeitsrand der Siedlung, von dem die Familien aufs Meer hinausfuhren und zu dem sie die Rückkehr des Fangs erwarteten. Die Steinplatte beim Tempel bewahrt einen alten Bericht über Spenden, und im Inneren sind die Altäre erhalten geblieben. Zum Tempelfest wird auf dem Platz ein vorübergehendes Bambustheater für kantonesische Oper errichtet.

Im Hauptsaal sitzt Pak Tai mit den Füßen auf einer Schildkröte und einer Schlange. Pak Tai ist der kantonesische Name des Nördlichen Kaisers, einer daoistischen Gottheit, der die Fähigkeit zugeschrieben wird, Wasser und Feuer zu besänftigen. Schildkröte und Schlange dienen als seine Zeichen, daher erkannte man die Figur auch ohne Inschrift.

Die Bewohner von Taipa wählten diesen Schutzpatron aus ganz praktischer Erwägung. Als sie zwischen achtzehnhundertdreiundvierzig und Anfang achtzehnhundertvierundvierzig den Tempel errichteten, lag vor ihm das Ufer einer kleinen Bucht. An der Stelle des heutigen Platzes trockneten Fischer ihre Netze, daneben reparierten Handwerker Boote. Die Familien lebten vom Fang und warteten darauf, dass die Boote unversehrt zurückkehrten. Sie baten Pak Tai um geeignetes Wetter, Schutz vor Überschwemmungen und Bränden sowie eine glückliche Rückkehr vom Meer. Deshalb ist der Haupteingang zum ehemaligen Wasser hin ausgerichtet.

Etwa vierzig Jahre später brauchte der Tempel Hilfe von seinen eigenen Gläubigen. Die Mauern hielten noch, doch die Decken waren verwittert, und der mittlere Saal war eng und flach. Die Tempelverwalter und die Besitzer von fünfundvierzig örtlichen Läden organisierten eine Spendensammlung. Für die kleine Siedlung war dies eine gemeinsame Ausgabe von Fischern, Händlern und Handwerkern, deren Einkommen voneinander abhingen: Ohne Boote gab es keinen Fang, ohne Fang keine Kunden in den Läden.

Im Frühjahr achtzehnhundertzweiundachtzig war der Umbau abgeschlossen. Dafür gab man fast alles aus, was gesammelt worden war. Die Gläubigen erhielten ein geräumigeres Heiligtum, und die damals aufgestellten Altäre sind im Tempel geblieben. Daneben brachte man eine Steinplatte mit dem Bericht über die Spendensammlung an. Gerade anhand ihrer Inschrift bestimmen Forschende die Zeit der Gründung des Tempels: Ein früheres Dokument mit einem genauen Datum wurde bislang nicht gefunden.

Das Ufer ist hinter Aufschüttungsland und Bebauung zurückgewichen, und vor dem Eingang werden keine Boote mehr repariert. Doch der Platz wird weiterhin für den Tempel benötigt. Am dritten Tag des dritten Monats nach dem Mondkalender feiern die Bewohner den Geburtstag von Pak Tai: Vor der Fassade errichten sie ein vorübergehendes Bambustheater und führen an mehreren Abenden kantonesische Oper auf. Die Truppe tritt als Dank für die Gottheit auf, und das menschliche Publikum sieht sich dieselbe Aufführung nach ihr an.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktMuseum of Taipa and Coloane History
Eintrittvon außen

Täglich geöffnet 08:30–17:00.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betreten Sie nur die für Besucher zugänglichen Bereiche, verdecken Sie den Altar nicht und berühren Sie keine Opfergaben; lassen Sie während des Festes die Durchgänge frei.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie über den Platz zum grünen Verwaltungsgebäude in der benachbarten Straße.

Stopp 6 von 9Weiter: Museum of Taipa and Coloane History

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Taipa und Cotai: von der Insel zur aufgeschütteten Stadt“ — 9 Stopps, ca. 4,2 km, 3–4 Stunden.

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