Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Eisengitter des Hauses Nummer vierzehn
- Aufschrift der Teestube „Fong Kei“
- Straßenschild
- Fußgängerpflaster
Die Geschichte des Ortes
Die kurze Rua do Cunha war schon in den Jahren das Handelszentrum der Insel Taipa, als es zwischen der Insel und der Halbinsel Macau noch keine Brücke gab. Hier kamen Einwohner und Arbeiter der Knallkörperfabriken vorbei: Die Straße versorgte sie in den Pausen mit Tee, Dim Sum und gehaltvollem Gebäck. Heute gehört das schmale Pflaster den Fußgängern, und an beiden Seiten stehen Konditoreien, Dessertläden und Souvenirläden. Autos fuhren hier seit neunzehnhundertdreiundachtzig nicht mehr, als die Inselverwaltung die Durchfahrt aus Sicherheitsgründen sperrte.
Auf dem Straßenschild steht der Nachname von Pedro Alexandrino da Cunha. Der portugiesische Seekapitän wurde nach der Ermordung seines Vorgängers als Gouverneur nach Macau geschickt. Cunha sollte die reguläre Verwaltung wiederherstellen, den Handel beleben und friedliche Beziehungen zu den chinesischen Einwohnern erreichen. Er blieb etwas mehr als einen Monat im Amt: Im Sommer achtzehnhundertfünfzig erkrankte Cunha an Cholera und starb. Zeitgenossen bemerkten dennoch seine Haltung gegenüber den örtlichen Händlern. Achtzehnhundertvierundachtzig gab die Verwaltung dieser Straße seinen Namen.
Die heutige Nutzung der Rua do Cunha erklärt ein anderer Nachname. Auf dem alten Eisengitter des Hauses Nummer vierzehn ist der Name der Teestube „Fong Kei“ erhalten. Neunzehnhundertzwei eröffnete sie der Fischer Kou Fong, der beschloss, eine andere Einnahmequelle zu versuchen. Taipa blieb damals eine Insel ohne Brücke zur Halbinsel Macau, und diese kurze Straße war das örtliche Handelszentrum. Die Teestube öffnete um drei Uhr morgens. Hierher kamen die Einwohner von Taipa und Arbeiter der Knallkörperfabriken; in den Pausen bestellten sie Tee, Dim Sum und gehaltvolles chinesisches Gebäck.
Die Familie Kou bereitete das Gebäck direkt hier zu. Der Vater des heutigen Besitzers führte die Küche allein, und die Rohlinge für Kekse stach er mit einem breiten Bambusrohr aus. Als die Teestuben Kunden zu verlieren begannen, hielt die Familie Kou nicht am früheren Konzept fest. Neunzehnhundertzweiundsiebzig hörte sie auf, Tee zu servieren, und konzentrierte sich auf Kekse und kleine Pasteten.
Zwei Jahre später verband die erste Brücke Taipa mit der Halbinsel. Neue Kunden kamen in die Straße, und die Einnahmen von „Fong Kei“ stiegen. Danach füllten Fußgänger und Läden die schmale Durchfahrt. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Inselverwaltung die Rua do Cunha neunzehnhundertdreiundachtzig für Autos – sie war die erste Fußgängerzone Macaus. Danach eröffneten hier nach und nach Konditoreien, Dessertläden und Souvenirgeschäfte. Das Gebäck, mit dem die früheren Besitzer der Teestube Nachbarn und Fabrikarbeiter versorgt hatten, wurde nun für Besucher verpackt.
Als der älteste Enkel des Gründers sich aus dem Geschäft zurückziehen wollte, gab sein Bruder Alon Kou seinen dreißigjährigen Dienst als Beamter auf, lernte backen und übernahm den Laden neunzehnhundertsieben. Weitere zehn Jahre später schloss sich ihm sein Sohn Tedmond an. Eine schriftliche Anleitung mit der genauen Mehlmenge im Familienrezept gibt es nicht: Der Onkel gab seinem Neffen die Arbeit, die an diesem Tag nötig war, und der Neffe lernte mit den Händen zu erkennen, wann der Teig richtig war. Die Familie beschloss, keine Massenproduktion aufzunehmen, und behielt die einzige „Fong Kei“ hier in der Rua do Cunha.
Hinter dem Gitter des Hauses Nummer vierzehn arbeitet heute eine Konditorei, doch die alte Aufschrift nennt sie weiterhin eine Teestube. Seit neunzehnhundertdreiundachtzig fahren hier keine Autos mehr.
Praktisch vor Ort
Die Fußgängerstraße ist rund um die Uhr geöffnet; Geschäfte und Cafés haben eigene Öffnungszeiten, der Andrang ist meist tagsüber und abends am größten.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Straße kann voll sein: Hören Sie etwas abseits von Warteschlangen und Ladentüren; Verkostungen und Einkäufe sind für die Fortsetzung der Route nicht erforderlich.
