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Basilika und Kapelle Saint-Thomas

Zwei benachbarte Kirchen verbinden ein Versprechen aus Kriegszeiten mit der heutigen Silhouette des Hügels.

30 Min.
Basilika Notre-Dame de Fourvière in Lyon
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Worauf achten

  • Vier Türme der Basilika
  • Niedrige Kapelle
  • Namen der Pfarreien an den Wänden
  • Panorama der Saône und der Presqu’île

Die Geschichte des Ortes

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Die Namen der Pfarreien sind weiterhin an den Wänden der Basilika zu lesen: Über sie verfügt die private Fondation Fourvière, die auch heute Spenden für den Unterhalt des Komplexes sammelt. Nebenan wurde die Kapelle bereits im zwölften Jahrhundert gegründet, während der Religionskriege zerstört und danach wiederhergestellt; auf ihrem Hauptaltar ist die Statue der Muttergottes aus der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts erhalten. Von der Esplanade über diesen Kirchen eröffnen sich Vieux Lyon, die Saône und die Presqu’île zwischen zwei Flüssen.

Hier stehen zwei unterschiedliche Kirchen nebeneinander. Die niedrige Kapelle Saint-Thomas ist das alte Heiligtum von Notre-Dame de Fourvière. Die riesige Kirche mit vier Türmen wurde viel später errichtet. Im Herbst des Jahres tausendachthundertsiebzig lag an ihrer Stelle noch eine freie Fläche.

Frankreich verlor den Krieg gegen Preußen. Napoleon III. geriet in Gefangenschaft, die französische Armee zog sich zurück, preußische Truppen drangen in Burgund ein. Etwa hundert Frauen aus Lyon kamen in die Kapelle zu Jacques Ginoulhiac, dem neu ernannten Erzbischof von Lyon. Sie wollten die Rettung der Stadt mit einer Verpflichtung verbinden, die man nach dem Krieg nicht würde vergessen können.

Am achten Oktober legte der Erzbischof vor der Altarstatue der Muttergottes ein Gelübde ab: Wenn der Feind Lyon und sein Erzbistum nicht besetze, würden die Katholiken Geld für eine neue Kirche in Fourvière sammeln. Gemeint waren eigene Spenden. Den Text des Versprechens druckte man auf einzelnen Blättern; diese kamen mit Tausenden von Unterschriften zurück.

Preußische Truppen zogen nicht in Lyon ein, anschließend endete der Krieg. Die Gläubigen sahen die Bedingung als erfüllt an. Das ist eine religiöse Deutung des Kriegsausgangs, kein Beweis dafür, dass das Gebet die Armee aufgehalten habe. Die überprüfbare Folge begann nach dem Krieg: Die Unterzeichner begannen zu zahlen.

Das Projekt bestand bereits. Der Architekt aus Lyon, Pierre Bossan, hatte schon im Jahr tausendachthundertsechsundfünfzig vorgeschlagen, hier eine große Kirche zu errichten, war jedoch vierzehn Jahre lang auf Widerstand gestoßen. Das Gelübde verschaffte seinen Plänen einen Auftrag und Geld. Im Jahr tausendachthundertzweiundsiebzig legte man den Grundstein.

Bossan entwarf das Gebäude als Dankeskirche für Notre-Dame de Fourvière – daher der vollständige Name: Notre-Dame de Fourvière, die Muttergottes von Fourvière. Der Architekt erlebte die Vollendung des Baus nicht. Nach seinem Tod führte sein Assistent Louis Sainte-Marie Perrin die Arbeit fort. Die Kirche wurde vierundzwanzig Jahre nach der Grundsteinlegung geweiht, und ein weiteres Jahr später verlieh Papst Leo XIII. ihr den Ehrentitel einer Basilika. Kathedrale von Lyon blieb unten die Kathedrale Saint-Jean.

Die Sammlung bestimmte auch das Schicksal des Gebäudes. Die Basilika gehört weder dem Erzbistum Lyon noch dem Staat: Sie ist Eigentum der privaten Fondation Fourvière, die weiterhin Spenden für den Unterhalt des Komplexes sammelt. An den Wänden sind die Namen der Pfarreien erhalten, die am Bau beteiligt waren.

Die Kapelle wurde dabei nicht durch die neue Kirche ersetzt. Das Marienheiligtum wurde hier bereits im zwölften Jahrhundert gegründet; nachdem es während der Religionskriege zerstört worden war, errichtete man es erneut. Auf dem Hauptaltar steht weiterhin die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts aufgestellte Statue der Muttergottes. Genau vor ihr legte Ginoulhiac das Gelübde ab.

Von der Esplanade sind Vieux Lyon, die Saône, die Presqu’île zwischen zwei Flüssen und die Viertel jenseits der Rhône zu sehen. Unten liegt die Stadt, die im Versprechen des Jahres tausendachthundertsiebzig genannt wurde. Neben dem Panorama steht die aus Spenden errichtete Basilika, und in der kleinen Kapelle ist der genaue Ort erhalten, an dem diese Spenden versprochen wurden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktJardin du Rosaire
Eintrittvon außen

Offener städtischer Raum; wählen Sie einen Aussichtspunkt, ohne den Fußgängerverkehr zu behindern.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Halten Sie im Inneren Ruhe ein und stören Sie den Gottesdienst nicht; bei eingeschränktem Zugang konzentrieren Sie sich auf das äußere Ensemble und den Blick von der Plattform.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie in den Garten und steigen Sie auf dem Weg mit den bronzenen Rosen hinab.

Stopp 2 von 4Weiter: Jardin du Rosaire

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Fourvière und Vieux Lyon: Der Preis großer Pläne“ — 4 Stopps, etwa 2,6 km, etwa 3 Stunden.

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