Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die Kuppel des heutigen Doms
- Die Steinmauern des Doms
- St Faith’s Chapel in der Krypta
Die Geschichte des Ortes
Anfang September des Jahres eintausendsechshundertsechsundsechzig schleppten Buchhändler aus den Läden rund um die alte St Paul’s Cathedral unverkaufte Auflagen, Papierbündel und Lagerbestände in ihre Krypta. Der Domhof war damals das Zentrum des englischen Buchhandels. In diesen Büchern steckte das Geld der Händler: Ging die Ware zugrunde, verschwand auch das Geschäft.
Die Wahl des Zufluchtsorts schien verlässlich. Unter dem Dom lag St Faith under St Paul’s, eine Pfarrkirche mit massiven Pfeilern und steinernen Gewölben. Viele ihrer Gemeindemitglieder handelten selbst mit Büchern. Als der Brand, der in der Pudding Lane begonnen hatte, durch die City of London zog, wirkte die vertraute unterirdische Kirche sicherer als die hölzernen Läden.
Am vierten September erreichte das Feuer den Dom. Es drang durch die Fenster in St Faith under St Paul’s ein und erfasste die Kirchenbänke. Oben geriet das Dach in Brand, das Blei schmolz, und dann stürzten die Gewölbe der alten St Paul’s Cathedral in die Krypta. Die Bücher unter den Trümmern brannten noch eine Woche lang.
Samuel Pepys, Beamter der Marineverwaltung und Stammkunde der hiesigen Läden, schrieb, der Gesamtschaden sei auf einhundertfünfzigtausend Pfund geschätzt worden. Einige Buchhändler gingen vollständig bankrott. Unter ihnen war Kirton, bei dem Pepys Bücher kaufte: Der Brand vernichtete seine Bestände und hinterließ Schulden. Kirton starb im folgenden Jahr. Auch die Leser spürten die Folgen. Ein Buch, das vor dem Brand acht Schilling gekostet hatte, kostete Pepys einige Monate später fünfundfünfzig: Von der gesamten Auflage hatten nur einige Dutzend Exemplare überlebt.
Auch den alten Dom konnte man nicht wiederherstellen. König Karl II. beauftragte Christopher Wren, an seiner Stelle eine neue Kathedrale der Diözese London zu errichten – eben jenes Gebäude mit der Kuppel, das heute hier steht. Man baute daran seit eintausendsechshundertfünfundsiebzig und erklärte es im Jahr eintausendsiebenhundertelf für vollendet.
Paulus von Tarsus, dessen Namen der Dom trägt, war ein frühchristlicher Prediger und Apostel. Die Widmung an ihn ging auf das heutige Gebäude vom ersten bekannten Dom über, der auf diesem Hügel bereits im Jahr sechshundertvier geweiht worden war.
In der Krypta des heutigen Doms gibt es wieder St Faith’s Chapel. Dies ist ein anderer Raum, den Wren errichtete. Die steinerne Kirche, in die die Buchhändler ihre Bestände gebracht hatten, gibt es unter dem heutigen Fußboden nicht. Von ihr blieben der Name der Kapelle und Pepys’ Eintrag über die Bücher erhalten, die von den Domgewölben nicht gerettet werden konnten.
Praktisch vor Ort
Besichtigung gewöhnlich Mo–Sa ab 08:30, letzter Einlass gegen 16:00; Dome Galleries ab 09:30, letzter Einlass 16:15; prüfen Sie den offiziellen Kalender.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Fassade und Silhouette des Doms sind von außen zu besichtigen. Eintritt, Kuppelgalerien und Krypta gehören zu einem gesonderten Besuch; berücksichtigen Sie Gottesdienste, Verhaltensregeln und die Sicherheitskontrolle.
