Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die Fassade der heutigen Kirche
- Die Krypta unter der Kirche
- Das Bild des heiligen Antonius im Hauptaltar
- Miniaturaltäre im Juni
Die Geschichte des Ortes
An der Fassade der heutigen Kirche bewahrt sich die Erinnerung an das städtische Grundstück, auf dem neben der alten Kapelle der Rat von Lissabon mehrere Jahrhunderte lang zusammentrat. Unter dem Gebäude liegt eine kleine Krypta: Der Überlieferung zufolge kennzeichnet sie einen Raum im Haus der Familie Fernando Martins de Bulhões, aus dem der spätere franziskanische Prediger hervorging. Städtische Abgaben standen hier neben privaten Spenden, und im Hauptaltar wird ein altes Bild des Heiligen aufbewahrt.
Der Lissabonner Überlieferung zufolge begannen Kinder nach dem Erdbeben im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundfünfzig, an den Haustüren kleine Altäre mit einer Figur des heiligen Antonius aufzustellen. Daneben baten sie: „Eine Münze für den heiligen Antonius.“ Das Geld war für die Kirche vor Ihnen bestimmt.
Das Erdbeben und der anschließende Brand zerstörten die frühere Kirche. Erhalten blieben die Krypta und der Hauptaltar mit dem Bild des Heiligen. Die Stadtbewohner hielten die Rettung des Bildes für ein Wunder, doch bloßer Glaube reichte nicht aus, um die Mauern wiederherzustellen: Viele Spender richteten selbst erst wieder ihre Wohnungen ein und bauten ihre Erwerbsgrundlage erneut auf.
Der Grund, warum die ganze Stadt gerade diese Kirche errichtete, war ein Mensch, der hier geboren wurde. Der Überlieferung zufolge stand unter dem heutigen Gotteshaus das Haus der Familie Fernando Martins de Bulhões. Als Fernando erwachsen war, schloss er sich den Franziskanern an, weil er Missionar werden wollte, und nahm den Namen Antonius an. Er wurde als Prediger berühmt, starb nahe Padua und wurde heiliggesprochen. Deshalb nennt man ihn in Italien Antonius von Padua und hier Antonius von Padua. Die kleine Krypta kennzeichnet den vermuteten Raum seiner Geburt.
Das Grundstück gehörte seit Langem der Stadt: Neben der Kapelle tagte mehrere Jahrhunderte lang der Stadtrat. Nach der Katastrophe wurden die Ausgaben für die neue Kirche teilweise durch städtische Abgaben gedeckt, doch hinzu kamen private Spenden und Straßensammlungen. An den Kinderaltären konnte man für eine kleine Münze ein Bild des Heiligen oder ein kleines Brot erhalten. Die Kinder hatten kein eigenes Einkommen; ihr Beitrag bestand aus einem selbstgemachten „Thron“, der wiederholten Bitte und dem Geld, das Passanten zu geben bereit waren.
Der Bau des heutigen Gebäudes begann im Jahr eintausendsiebenhundertsiebenundsechzig. Die Sammlungen dauerten an, die Kirche wurde vollendet, und die Kinderaltäre blieben ein Junibrauch Lissabons. Nun erscheinen die kleinen „Throne“ wieder in Fenstern, Auslagen und an Hauseingängen. Im Hauptaltar der Kirche befindet sich weiterhin das Bild des Heiligen, das im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundfünfzig erhalten blieb: Die Spenden wurden für die Mauern um dieses Bild gesammelt.
Praktisch vor Ort
Den Zugang zur Kirche prüfen Sie auf der Pfarrwebsite oder an der Tür. Das Museum des heiligen Antonius ist Dienstag—Sonntag von 10:00 bis 18:00 geöffnet, letzter Einlass um 17:30; Montag geschlossen. Geprüft 2026-06-29.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Selbst bei geschlossenem Innenraum bleibt der Sinn der Station in der Adresse selbst erhalten. Halten Sie beim Besuch der Kirche Stille ein und planen Sie das Antonius-Museum zeitlich als eigene Station ein.
