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Avenida Simón Bolívar und Taberna Queirolo

Avenida Simón Bolívar / Antigua Taberna Queirolo

Der Handel im Viertel wird die Geschichte einer Einwandererfamilie mit Wein und dem Alltag der alten Magdalena verbinden.

20 Min.
Taberna Queirolo
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Worauf achten

  • Holzdecken
  • Alte Kasse
  • Altes Telefon
  • Brennapparat

Die Geschichte des Ortes

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Die Avenida trägt den Namen von Simón Bolívar, dem venezolanischen General, der die letzte Kampagne für die Unabhängigkeit Perus anführte. Im Jahr tausendachthundertvierundzwanzig siegten seine Truppen bei Junín, und die Armee unter dem Kommando von Antonio José de Sucre schlug die spanischen Streitkräfte bei Ayacucho. Bolívar leitete die Kampagne von der nahe gelegenen Quinta de los Libertadores aus; sein Name ist hier also mit einem konkreten Nachbarort verbunden und nicht nur mit dem landesweiten Gedenken.

An der Taberna steht der Familienname eines anderen Zugezogenen. Santiago Queirolo Raggio, ein genuesischer Einwanderer, kam im Jahr tausendachthundertsiebenundsiebzig mit seiner Familie nach Peru. Drei Jahre später, als das Land bereits gegen Chile Krieg führte, eröffnete er in diesem Haus eine Pulpería – einen Laden, in dem Lebensmittel, Konserven, Wein und alles Nötige für den täglichen Haushalt verkauft wurden. Der Handel sollte die Familie ernähren, die sich gerade erst im neuen Land hatte niederlassen können.

Damals hieß das Viertel Magdalena Vieja, die Alte Magdalena, das heutige Pueblo Libre. Ringsum lagen die Haziendas und landwirtschaftlichen Güter von Maranga, Mateo Salado, San Felipe, Pando und Oyague. Ihre Bewohner und Arbeiter kamen hierher, um Vorräte zu kaufen. Später führte in der Nähe eine Pferdestraßenbahn vorbei, und die Zahl der Kunden wuchs. Queirolo wählte einen Ort auf dem Weg zwischen den Gütern und Lima: Der Laden lag dort, wo die Menschen ihre Vorräte ohnehin auffüllen mussten.

Santiago bereitete selbst Speisen zu und überwachte die Weinbereitung, später auch die Herstellung von Pisco, einer starken Traubenspirituose. Die Besucher fragten immer öfter gerade nach seinen Flaschen. Er erkannte, dass sich das Familiengetränk besser verkaufte als das Essen, und investierte in den Weinbau. Die Pulpería wurde allmählich zur Taberna, der Familienname des Besitzers zum Namen eines Weins, und die Nebenproduktion wuchs zu einem eigenständigen Unternehmen heran. Im Jahr neunzehnhundertdreiundsechzig reichte den Nachkommen Queirolos der bisherige Betrieb nicht mehr aus: Die Weinberge wurden nach Süden, in die Provinz Cañete, verlegt. Später weitete man die Produktion auch nach Ica aus. Von hier zog sie fort, doch das erste Handelsgeschäft der Familie blieb mit seinen Tischen und seinem Tresen bestehen.

Auch die Besucher veränderten seine Einrichtung. In den dreißiger und vierziger Jahren nannte man hier eine kleine Portion Pisco „Mulita“ – Maultier. Stammgäste wurden es leid, ein Schnapsglas nach dem anderen zu bestellen, und verlangten gleich eine Flasche: Wenn mehrere Maultiere eine Herde bilden, erhielt die größere Portion den Namen „Res“ – Vieh. So entstand eine örtliche Bestellung, die bis heute serviert wird: eine Flasche Pisco, Ingwerlimonade, Zitrone und Eis, damit die am Tisch Sitzenden ihren Chilcano selbst mischen.

Das noch Mitte der siebziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts errichtete Haus wird noch immer von derselben Familie genutzt. Im Inneren sind die Holzdecken, die alte Kasse, eines der ersten peruanischen Telefone und der ursprüngliche Brennapparat erhalten geblieben. Die Weintrauben wurden längst aus Pueblo Libre weggebracht, doch die Maschine, mit der Queirolo begann, Ladenwein in ein Familiengeschäft zu verwandeln, steht in der ersten Taberna.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktPlaza de los Libertadores
Eintrittfrei zugänglich

Die offizielle Kontaktseite nennt: Mo–Mi 08:00–22:00, Do 08:00–23:00, Fr–Sa 08:00–00:00, So 08:00–17:00; prüfen Sie dies vor dem Besuch.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist eine in Betrieb befindliche Taberna und kein Museumssaal: Sehen Sie sich die Gegenstände an, ohne den Betrieb zu stören, und betrachten Sie eine Bestellung nicht als verpflichtenden Teil der Route.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die Taberna hinter sich und gehen Sie zur großen Büste auf dem Platz.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das alte Peru und die Befreier in Pueblo Libre“ — 7 Stopps, 2,5 km, 150 Min..

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