Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steinerne Arkade
- Holzveranda
- Innenhof
- Geschnitzte Tür mit Messingnägeln
Die Geschichte des Ortes
Hinter der geschnitzten Holztür mit Messingnägeln befindet sich das Museum in den ehemaligen Diensträumen von Lamu. Statt Büros werden hier Handschriften, Haushaltsgegenstände, Fischereigerät, Schmuck und Ausrüstung für den Bau von Daus aufbewahrt, die auf den Inseln des Archipels gesammelt wurden. Viele Gegenstände gehörten zuvor Familien aus Lamu und den benachbarten Siedlungen; so gelangte in die Vitrinen keine losgelöste Sammlung von Altertümern, sondern vertrauter Inselalltag.
Das zweigeschossige Haus mit Steinarkade, Holzveranda und Innenhof wurde im Jahr tausendachthundertzweiundneunzig fertiggestellt. Auftraggeber war Abdallah bin Hamed bin Said al-Busaidi, ein Vertrauter des Sultans von Sansibar. Als Abdallah nach Mombasa zog, ging das Haus an eine angesehene Familie über, danach nahm es die Imperial British East Africa Company in Besitz. Später brachte man hier den Distriktkommissar unter, den obersten Verwalter von Lamu. Auch nach der Unabhängigkeitserklärung Kenias blieb der Kommissar bis zum Jahr neunzehnhundertachtundsechzig in diesem Haus.
Zwei Jahre später kam der kenianische Historiker James de Vere Allen hierher. Zuvor hatte er seinen Lebensunterhalt als Lehrer verdient, in Lamu erhielt er ein Gehalt als fest angestellter Kurator der Nationalmuseen Kenias. Allen bemühte sich um Finanzierung, um in der ehemaligen Residenz ein Museum der Küste einzurichten. Eine fertige Sammlung erwartete ihn nicht: Alte Türen, Möbel, Handschriften und Haushaltsgegenstände gehörten noch Familien aus Lamu und den benachbarten Siedlungen. Allen kaufte historische Gegenstände an und zahlte den Besitzern, wie sich eine Zeitzeugin erinnerte, gutes Geld.
Im selben Team arbeitete der örtliche Ethnologe Omar Bwana. Er erinnerte sich daran, wie die Mitarbeiter durch die ganze Region fuhren und Gegenstände auswählten, die von den indigenen Gemeinschaften erzählen konnten: Swahili, Pokomo, Orma, Boni und Sanye. Sie sammelten Kleidung, Schmuck, Amulette, Musikinstrumente, Ausrüstung für den Bau von Daus und Funde aus verlassenen Siedlungen des Lamu-Archipels. Die Gegenstände verteilte man so auf die Räume, dass ein Einwohner von Lamu einem Kind einen vertrauten Gegenstand zeigen und selbst erklären konnte, wie man ihn benutzte.
Allen leitete das Museum von tausendneunhunderteinundsiebzig bis tausendneunhundertdreiundsiebzig. Danach reichte er seinen Rücktritt ein und machte die Stelle für den ersten afrikanischen Kurator frei. Omar Bwana blieb im Museumswesen, leitete später die Museen der kenianischen Küste und wirkte an der Vorbereitung eines Gesetzes mit, das alte Swahili-Häuser, geschnitzte Türen und Gegenstände vor Ausfuhr und Zerstörung schützte.
Die Räume des Distriktkommissars werden heute von Ausstellungen und Depots genutzt. Zu den Museumsgegenständen gehören geschnitzte Türen, Handschriften, Fischereigerät und eine zeremonielle Siwa aus Elfenbein von der Insel Pate. Der Eingang hat seine geschnitzte Holztür mit Messingnägeln bewahrt, und dahinter blieb die Sammlung erhalten, für die Allen Geld suchte, Bwana über den Archipel fuhr und Familien aus Lamu sich von ihren Gegenständen trennten.
Praktisch vor Ort
Täglich 08:30–17:30, einschließlich gesetzlicher Feiertage; Tarife und Öffnungszeiten gelten seit dem 7. Mai 2026.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Besichtigen Sie die Sammlungen nur, wenn der offizielle Eingang geöffnet ist; ist er geschlossen, beschränken Sie sich auf das Gebäude von der Straßenseite aus.
