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Kuala Lumpur Railway Station

Stesen Keretapi Kuala Lumpur

Zeigt, wie eine Eisenbahnstadt eine große öffentliche Fassade und ein Hotel über den Bahnsteigen erhielt.

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Kuala Lumpur Railway Station
Gary Houston · CC0 1.0 Universal (Public Domain); cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Weiße Hauptfassade
  • Bogenöffnungen
  • Kuppeltürmchen

Die Geschichte des Ortes

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Hier liefen die Strecken einer Stadt zusammen, die durch den Zinnexport nach Port Klang reich geworden war: Der frühere Bahnhof fasste den Verkehr nicht mehr, und die Eisenbahnen brauchten einen neuen städtischen Knotenpunkt. Hinter den weißen Bögen und Kuppeltürmchen lagen Bahnsteige, Fahrkartenschalter, Warteräume, ein Restaurant und ein Gepäcktunnel; Fahrgäste verschiedener Klassen wurden in getrennte Räume geleitet. Später wurde der Hauptverkehr der Züge nach Kuala Lumpur Sentral verlegt, doch die Kuala Lumpur Railway Station nimmt weiterhin Vorortzüge und einige Fernverkehrs-Elektrotriebzüge auf.

Am ersten Mai neunzehnhundertzehn schickte der sechsundzwanzigjährige Philip Russell seinen Angehörigen eine Postkarte mit einem Foto des im Bau befindlichen Bahnhofs. Auf dem Bild war nur die Hauptfassade zu sehen; Philip schlug vor, sie und den Vertrag zu bewundern, dessen Ausführung er gemeinsam mit seinem älteren Bruder John Archibald „Archie“ Russell übernommen hatte. Hinter der ruhigen Bildunterschrift stand ein Auftrag, den die Beamten beinahe einem anderen Bauunternehmer übertragen hätten.

Der wachsende Stadt Kuala Lumpur brauchte einen neuen Bahnhof. Bereits im Jahr achtzehnhundertsechsundachtzig verband die erste Strecke die Stadt mit Port Klang: Über sie wurde Zinn ausgeführt, und mit den Einnahmen aus dessen Export wurden weitere Gleise verlegt. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurden die einzelnen Eisenbahnen zusammengeführt, der frühere Bahnhof wurde zu klein, und im Jahr neunzehnhundertsechs beschloss die Verwaltung, hier den dritten Stadtbahnhof zu errichten. Der Architekt Arthur Benison Hubback erhielt den Auftrag, Bahnsteige, Fahrkartenhalle, Warteräume und ein Hotel unter einem Dach zu vereinen. Daher die lange Fassade mit Bögen und Kuppeltürmchen: Dahinter lagen ganz praktische Räume für Fahrgäste und Gepäck.

Der Auftrag für den oberirdischen Teil wurde zweimal ausgeschrieben. Der Gewinner des ersten Wettbewerbs zog sich von der Arbeit zurück. Beim zweiten reichte ein Mann das billigste Angebot ein, der die Zeichnungen nicht einmal angesehen hatte und zugab, ein Bekannter habe ihm die Summe genannt. Als Nächste folgten die Russell-Brüder. John Archibald „Archie“ Russell war für die Finanzen zuständig; Philip sollte den Bau leiten. Er hatte das Handwerk bei Bauunternehmern auf Malta gelernt und leitete bereits private Arbeiten in Kuala Lumpur, hatte aber noch kein einziges großes öffentliches Gebäude errichtet.

Der Beamte, der die Angebote verglich, schrieb es offen: Philips Fähigkeiten würden gelobt, doch seine Kenntnisse und Erfahrung könnten für einen Vertrag dieser Größe nicht ausreichen. Ein zuverlässiger Konkurrent verlangte ungefähr zehntausend Dollar mehr. Die Entscheidung traf der britische Hochkommissar John Anderson. Am elften August neunzehnhundertneun genehmigte er die Russell-Brüder und stellte die fehlenden Mittel bereit. Nun musste Philip den in der dienstlichen Korrespondenz festgehaltenen Zweifel mit dieser Fassade widerlegen.

Neun Monate später schickte er die Postkarte. Bis dahin waren die Außenmauern bis zur Höhe der Hotelzimmer errichtet worden, und die Brüder wurden bereits für den schnellen Fortschritt der Arbeiten gelobt. Im Sommer neunzehnhundertelf nahm der Bahnhof Fahrgäste auf. Im Inneren gab es getrennte Fahrkartenschalter und Warteräume der ersten und dritten Klasse, ein Restaurant, einen Gepäcktunnel und sogar einen Raum, in dem ein Ankommender sich waschen und umziehen konnte, ohne ein Zimmer zu nehmen. Das Hotel darüber eröffnete anschließend. Die Zeitung, die über die Aufnahme des Verkehrs berichtete, nannte Archie und Philip eigens und lobte sie für Sorgfalt und Schnelligkeit. Den Vertrag, den man für den jüngeren Bruder als zu groß angesehen hatte, schlossen sie erfolgreich ab.

Nachdem der Hauptverkehr der Züge im Jahr zweitausendeins zur Station Kuala Lumpur Sentral verlegt worden war, stand das Hotel leer, und diesen Bahnhof begann man Kuala Lumpur Railway Station zu nennen. Er nimmt weiterhin Vorortzüge und einige Fernverkehrs-Elektrotriebzüge auf. Der weiße oberirdische Teil vor den Gleisen ist genau jener Auftrag der Russell-Brüder, den der sechsundzwanzigjährige Philip auf die Postkarte setzte, als die Beamten noch nicht wussten, ob er der Arbeit gewachsen sein würde.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktNationalmoschee
Eintrittvon außen

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Dies ist eine aktive Verkehrsumgebung: Besichtigen Sie das Gebäude, ohne die Wege der Fahrgäste zu blockieren, und rechnen Sie nicht damit, dass alle historischen Räume zugänglich sind.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Halten Sie sich weiter in Richtung des Minaretts und gehen Sie zur Nationalmoschee.

Stopp 1 von 7Weiter: Nationalmoschee

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Perdana: Hauptstadtbauten und Gärten von Kuala Lumpur“ — 7 Stopps, etwa 4,1 km, 2-3 Stunden.

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