Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Zentrale Kuppel
- Kreuz über der Kathedrale
- Vorhalle
- Wiederhergestelltes Grab unter der Vorhalle
Die Geschichte des Ortes
Unter der hohen zentralen Kuppel mit Kreuz steht eine große Klosterkathedrale, vorgesehen für die Schwestern des Klosters und für Pilger, denen es zuvor in zwei kleinen Kirchen zu eng war. Die Weihe geht auf ein altes Bild der Gottesmutter zurück, das im Kloster aus Inventaren bekannt ist. Sein Name erinnert an Menschen, die in Krankheit, Not und Einsamkeit Trost suchen.
Die bereits schwer kranke Äbtissin Aphija bat darum, ihr Grab unter der Vorhalle der noch nicht geweihten Kathedrale anzulegen. Sie wählte den Ort selbst, überwachte die Arbeiten und ließ einen Monat vor ihrem Tod den Sarg bereitstellen. Die Kirche, für die sie den Bau begonnen hatte, war fast fertig, doch Aphija erlebte darin keinen einzigen Gottesdienst mehr.
In der Welt hieß sie Anna Jumina. Mit acht Jahren verlor sie ihren Vater, einen Dorfpriester; ihre Mutter blieb mit kleinen Kindern mittellos zurück. Im Alter von einundzwanzig Jahren kam Anna ohne eigenes Geld in das hiesige Johannes-der-Täufer-Kloster. Zweiundzwanzig Jahre lang blieb sie Novizin, sang im Chor, wurde dann Schatzmeisterin des Klosters und schließlich Äbtissin.
Zu dieser Zeit versammelten sich so viele Schwestern und Pilger, dass die beiden kleinen Kirchen selbst an Feiertagen nicht alle fassten. Aphija setzte sich für eine geräumige Kirche ein, in der Nonnen und Laien gemeinsam beten konnten. Im Jahr achtzehnhundertsiebenundneunzig befanden sich in der Klosterkasse etwas mehr als vierzehntausend Rubel – für ein solches Gebäude offenkundig zu wenig. Dennoch erhielt die Äbtissin die Erlaubnis, mit den Arbeiten zu beginnen.
In den folgenden Jahren gab sie mehr als hunderttausend Rubel für den Bau: Geld aus der Diözesankasse, Spenden und eigene Ersparnisse. Von ihrem persönlichen Gehalt behielt Aphija nur den Betrag für ein bescheidenes Begräbnis, damit sie den Schwestern diese Ausgabe nach ihrem Tod nicht aufbürden würde. Im Jahr achtzehnhundertachtundneunzig legte man den Grundstein für die Kathedrale, und bald erhob sich über Swijaschsk ihre gewaltige zentrale Kuppel.
Die Kirche wurde einer alten Klosterikone der Gottesmutter geweiht, die hier bereits seit dem achtzehnten Jahrhundert aus Inventaren bekannt ist. Ihr Name beginnt mit den Worten eines Kirchenliedes. Die Trauernden darin sind Kranke, Gekränkte, Hungrige, Einsame – alle, die Trost suchen. Auf Ikonen dieses Typs wird die Gottesmutter unter solchen Menschen dargestellt, Engel helfen ihnen. Deshalb bezeichnen die Worte „Freude aller Trauernden“ sowohl das Bild als auch die Kathedrale, die für das gemeinsame Gebet jener errichtet wurde, die zuvor keinen Platz hatten.
Aphija starb im Herbst neunzehnhundertfünf. Die Schwestern bestatteten sie in der vorbereiteten Gruft unter der Vorhalle; für die Beisetzung unter einer noch nicht geweihten Kirche machte man eine seltene Ausnahme. Die Kathedrale wurde erst ein Jahr später geweiht.
Heute finden hier wieder Gottesdienste statt, und seit dem Jahr eintausendeinundzwanzig ist auf diesem Gelände erneut ein Frauenkloster tätig. Unter der Vorhalle befindet sich Aphijas wiederhergestelltes Grab. Das Kreuz auf der Kuppel konnte sie noch sehen, doch der erste gemeinsame Bittgottesdienst der Schwestern fand bereits über ihrer Gruft statt.
Praktisch vor Ort
Aktive Kathedrale des Johannes-der-Täufer-Klosters, eines Frauenklosters; der Zugang zum Innenraum hängt von Gottesdiensten und der Klosterordnung ab.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Kloster ist in Betrieb; wenn im Inneren ein Gottesdienst stattfindet, verschieben Sie die eingehende Besichtigung und betrachten Sie das Gebäude von außen.
