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Spasskaja-Turm

Спасская башня

Zeigt, warum der vertraute gerade Eingang die Verteidigungsabsicht des Tors aus dem sechzehnten Jahrhundert verbirgt.

18 Min.
Der Spasskaja-Turm des Kasaner Kremls mit Uhr und fünfzackigem Stern.
Alexxx1979 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Unteres Geschoss aus weißem Stein
  • Gerader gewölbter Durchgang
  • Achteckige Ziegelaufbauten
  • Uhr und Stern

Die Geschichte des Ortes

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Der heutige gerade Durchgang wurde später im Spasskaja-Turm angelegt. Die Pskower Meister gestalteten das Tor anders: Man betrat es von der Seite und bog im Inneren rechtwinklig ab. Hinter dem Graben und der Zugbrücke hielten eisenbeschlagene Torflügel den Eintretenden auf. Wenn der Feind dennoch durchbrach, bot er an der Biegung seine rechte Seite dar: Den Schild hielt man gewöhnlich in der linken Hand. So verwandelten die Baumeister die wichtigste südliche Einfahrt in eine enge Falle.

Diese Baumeister mussten aus Pskow kommen. Nach der Einnahme Kasans wollte Iwan IV., der Zar und Anführer des die Stadt belagernden Heeres, die beschädigte Festung rasch wiederherstellen und erweitern. Zunächst besserte man die Mauern mit Holz aus, doch die Arbeit ging langsam voran. Ende des Jahres eintausendfünfhundertvierundfünfzig ordnete ein Zarenerlass an, zweihundert Pskower Steinmetze, Mauerbauer und Steinbrecher – Menschen, die Stein gewannen und behauenen – zusammenzubringen und bis zum Frühjahr nach Kasan zu schicken.

Zu Leitern ernannte man Postnik Jakowlew, der mit dem Handwerk eines „Kirchen- und Stadtbaumeisters“ seinen Lebensunterhalt verdiente, und den Steinmetz Iwan Schirjai. Man rief sie nicht, um das Projekt zu besprechen: Der Erlass schrieb vor, zu reisen und eine neue Stadt aus Stein zu bauen. Dieser Auftrag bedeutete für beide mehrere Jahre Arbeit fern von Pskow. Unter ihrer Leitung entstanden die südlichen Mauern und Türme des Kremls, darunter die beiden unteren Geschosse des Spasskaja-Turms.

Die Bezeichnung des Tors entstand noch vor dem Ende des Steinbaus. Am vierten Oktober eintausendfünfhundertzweiundfünfzig befahl Iwan IV., hier eine hölzerne Erlöserkirche (Spas Nerukotworny) zu errichten. So nennt man ein Bild von Christus, das nach kirchlicher Überlieferung ohne die Hand eines Künstlers entstanden ist. Ein gleiches Bild befand sich auf dem Feldzeichen des Zaren. Nach der Überlieferung stand das Banner während des Sturms genau an der Stelle des künftigen Turms; die genaue Verortung an diesem Punkt bleibt Überlieferung. Zuverlässig belegt ist, dass die Kirche in Erfüllung eines Gelübdes an einem Tag errichtet wurde und ihr Name danach auf die steinerne Kirche und das Tor überging.

Die hohen achteckigen Ziegelaufbauten, das Zeltdach, der Stern und die Uhr kamen erst Jahrhunderte später hinzu. Von der Arbeit Postniks, Schirjais und ihrer Artel ist der untere Teil des Turms aus weißem Stein erhalten. Im heutigen Museum ist die Nordwand der Torkirche freigelegt – die einzige ihrer Wände, die aus dem sechzehnten Jahrhundert erhalten ist. Der Spasskaja-Turm trägt seinen Namen nach dieser Kirche; der heutige gerade Durchgang wurde dort durchgebrochen, wo die Pskower Meister den Eintretenden absichtlich zum Abbiegen zwangen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktAmtshaus
EintrittGelände kostenlos; Turmmuseum mit Eintrittskarte

Das Spasski-Tor und das Gelände sind rund um die Uhr zugänglich; das Turmmuseum richtet sich nach den Öffnungszeiten der Museen.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Sehen Sie sich den Turm vor dem Eingang oder gleich hinter dem Torbogen an, ohne mitten im Besucherstrom stehen zu bleiben.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Betreten Sie den Kreml und biegen Sie zum langen Gebäude rechts ab.

Stopp 1 von 8Weiter: Amtshaus

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kasaner Kreml: Festung und zwei Glaubensrichtungen“ — 8 Stopps, etwa 1 km, 2 Std. 45 Min..

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