Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Halbkugelförmige Kuppel
- Freigelegte Fensteröffnungen
- Altes Steinmauerwerk
- Grabplatten mit Inschriften
Die Geschichte des Ortes
Die halbkugelförmige Kuppel deckt die Reste der mittelalterlichen Grabstätte ab: Unter ihr sind die dicken Wände und die erneut freigelegten Fensteröffnungen der Bestattungskammer erhalten. Man errichtete sie am nördlichen Eingang der Großen Moschee, auf der anderen Seite eines steinernen Platzes, damit das Familiengrab neben dem Ort des gemeinsamen Gebets lag. Der quadratische Raum hatte ein vorspringendes Portal, ein inneres Gewölbe und ein steinernes pyramidenförmiges Dach.
Die Mönche des Mariä-Entschlafens-Klosters brauchten einen Keller für Lebensmittelvorräte. Anfang des achtzehnten Jahrhunderts richteten sie dieses verlassene Steingebäude dafür her. Bei Erdarbeiten stießen die Mönche auf Grabplatten und reiche bolgarische Gräber. Die Vorräte mussten dort gelagert werden, wo zuvor Mitglieder einer vornehmen muslimischen Familie bestattet worden waren. So erhielt das Gebäude einen Namen, der sich mehrere Jahrhunderte lang in Beschreibungen hielt: Klosterkeller.
Die Familiengrabstätte wurde in den dreißiger Jahren des vierzehnten Jahrhunderts errichtet. Die Auftraggeber wählten ein Grundstück gegenüber dem nördlichen Eingang der Großen Moschee. Zwischen Moschee und Mausoleum lag ein mit Stein gepflasterter Platz. Indem die Angehörigen ihre Verstorbenen beim wichtigsten Stadtheiligtum bestatteten, markierten sie die Stellung ihres Geschlechts und verbanden den Familienfriedhof mit dem Ort des gemeinsamen Gebets.
Für die Bestattungen baute man eine quadratische Kammer aus Stein mit dicken Wänden und einem vorspringenden Portal. Über der inneren halbkugelförmigen Kuppel erhob sich ein steinernes pyramidenförmiges Dach. Die Namen der Auftraggeber und der Bestatteten sind nicht erhalten. Auch „Nördliches Mausoleum“ ist eine spätere, bedingte Bezeichnung: Sie besagt lediglich, dass das Gebäude nördlich der Moschee steht.
Bis zum zwanzigsten Jahrhundert waren von der ursprünglichen Grabstätte das Fundament, die innere steinerne Hinterfüllung der Wände, ein Teil der Verkleidung und der Sockel der alten Kuppel erhalten. In den Jahren neunzehnhundertachtundsechzig und neunzehnhundertneunundsechzig leitete der Architekt und Restaurator Sajjar Aidarow die Konservierung des Denkmals. Die Restauratoren legten zugemauerte Fensteröffnungen frei, festigten das alte Mauerwerk und überdeckten es mit einer halbkugelförmigen Stahlbetonschale von sieben bis fünfzehn Zentimetern Dicke. Die heutige Kuppel schützt die Ruinen, ist jedoch nicht mittelalterlich.
Nach der Restaurierung trugen Museumsmitarbeiter hier steinerne Grabdenkmäler aus dem gesamten Bolgarskoje Gorodischtsche zusammen. In den Epitaphien wurden der Verstorbene, das Todesdatum und die gesellschaftliche Stellung genannt, manchmal wurden die Vorfahren bis zur neunten Generation aufgezählt. Diese Platten kennzeichnen nicht die Gräber unter ihnen: Sie wurden für die Ausstellung hierhergebracht. Die Grabstätte ohne erhaltene Namen ihrer eigenen Familie dient nun als Raum, in dem man die Namen von Menschen liest, die in anderen Teilen von Bolgar bestattet wurden.
Praktisch vor Ort
Innenraum – gemäß Öffnungszeiten der Museumsstraße, täglich 08:00–17:00; Außenbesichtigung – während der Öffnungszeiten des Geländes. Geprüft am 2026-06-24.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie die erhaltenen Teile, ohne eine vollständige Gruft zu erwarten: Verluste und Umbauten gehören hier zur Geschichte des Objekts.
