Stopp 3 von 8

Al-Schafi'i-Moschee

مسجد الشافعي

Hier treffen ein erhaltenes Bauwerk und ein gescheiterter Plan zu seiner dauerhaften Unterhaltung aufeinander.

20 Min.
Abgesenkter Eingang der Al-Schafi'i-Moschee inmitten der Straßen von Al-Balad
Richard Mortel · CC BY 2.0; cropped/resized for app
12345678

0 von 8 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Achteckiges Minarett
  • Platte über dem südlichen Eingang
  • Holzsäulen mit Pflanzenmuster

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Unter den Gewölben der Gebetshalle verlaufen hölzerne Arkaden, die von Säulen mit Pflanzenmustern über dem Boden getragen werden. Hier wurde schafiitisches Recht unterrichtet; deshalb setzte sich für die Moschee der Name des Rechtsgelehrten durch, obwohl es keine Zeugnisse für seine Ankunft in Dschidda gibt. Um sie herum standen einst Häuser und Läden, deren Erträge Reparaturen und den täglichen Bedarf bezahlen sollten. Das achteckige Minarett stammt von einem früheren Gebäude und überstand dessen Neubau.

Im Jahr eintausendfünfhundertdreiunddreißig kam der indische Kaufmann Muhammad Ali nach Dschidda. Er verdiente sein Geld mit Fernhandel, brachte jedoch keine Ware zum Verkauf hierher: Geld, das bei mehreren indischen Wesiren gesammelt worden war, und Holzsäulen, die aus Indien über Jemen geliefert wurden. Der Kaufmann wollte die alte Stadtmoschee neu errichten.

Ihre frühe Geschichte ist nicht ganz klar. Die örtliche Überlieferung datiert die Gründung der Moschee in die Zeit des Kalifen Umar ibn al-Chattab, doch verlässlicher lässt sich ein Gebäude nachweisen, das hier im dreizehnten Jahrhundert errichtet wurde. Zu Muhammad Alis Zeit benötigte es bereits einen vollständigen Neubau. Der Kaufmann ließ die früheren Räume abtragen und neu errichten, wobei er das alte achteckige Minarett stehen ließ. Indische Zimmerleute schnitzten Pflanzenmuster in die mitgebrachten Säulen; diese Stützen bilden die inneren Arkaden der Gebetshalle.

Muhammad Ali sorgte auch dafür, wovon die Moschee nach seiner Abreise unterhalten werden sollte. Er baute Häuser und Läden um sie herum und überführte sie in einen Waqf – ein Vermögen, dessen Erträge für die laufenden Ausgaben der Moschee bestimmt waren. Die Mieter der Läden sollten Handel treiben, die Bewohner sollten für die Häuser zahlen, und die Bediensteten sollten Geld für Reparaturen und den täglichen Bedarf erhalten, ohne erneut Spenden sammeln zu müssen.

Nach dem Tod des Kaufmanns erklärte seine Tochter diese Häuser und Läden zum Eigentum der Familie. Die Quellen haben ihre Begründung nicht bewahrt, berichten aber vom Ergebnis: Das Eigentum wurde ihr übertragen. Die Tochter erhielt die Immobilien, und die Moschee verlor die vom Vater vorgesehene dauerhafte Einnahmequelle. Deshalb blieb der Plan des Kaufmanns nur zur Hälfte erhalten: Das von ihm errichtete Gebäude blieb bestehen, das von ihm geschaffene Unterhaltssystem zerfiel.

Der Name Al-Schafi'i bezieht sich auf einen anderen Menschen. Muhammad ibn Idris asch-Schafi'i war ein muslimischer Rechtsgelehrter des achten und neunten Jahrhunderts; seine Schüler begründeten eine der vier wichtigsten Schulen des sunnitischen Rechts. Es gibt keine Zeugnisse dafür, dass er diese Moschee besucht hat. Sie wurde ihm zu Ehren benannt, weil hier die schafiitische Lehre unterrichtet wurde. Ihr früherer Name war Al-Dschami al-Atik, die Alte Freitagsmoschee. Nach der letzten großen Restaurierung wurde sie im Jahr zweitausendfünfzehn wieder für das Gebet geöffnet, doch zu einem Museumsdenkmal wurde sie nicht.

Über dem südlichen Eingang ist eine Platte mit dem Namen Muhammad Ali und der Jahreszahl eintausendfünfhundertachtunddreißig erhalten. Hinter dem Eingang stehen die von ihm mitgebrachten indischen Säulen, und daneben erhebt sich das Minarett – der einzige große Teil der alten Moschee, den der Kaufmann nicht neu errichtete.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktSouq al-Alawi
Eintrittgenutzte Moschee

Von außen jederzeit zugänglich; der Eintritt ins Innere hängt von der Gebetszeit, der Entscheidung der Bediensteten und den Regeln für Nichtmuslime ab. Es gibt keinen touristischen Zeitplan.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein Gebetsort: Beachten Sie Stille, bedeckende Kleidung und die geltenden Zutrittsregeln. Stören Sie die Betenden nicht, um Details zu besichtigen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Südseite der Moschee und weiter zu den Marktständen von Al-Alawi.

Stopp 3 von 8Weiter: Souq al-Alawi

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Al-Balad: Der Weg der Pilger durch das alte Dschidda“ — 8 Stopps, 3,1 km, 3 Std. 30 Min. ohne vollständigen Museumsbesuch; bis 4 Std. 15 Min. mit Museum.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt