Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Rechteckiger Hof
- Ställe
- Räume über den Ställen
- Treppe zum Shila-Mata-Tempel
Die Geschichte des Ortes
Eine nach Amber zurückkehrende Truppe zerstreute sich nicht gleich am Tor über die Festung. Die Krieger zogen durch Suraj Pol und stellten sich hier im Jaleb Chowk auf. Der Fauj-Bakschi – Heerführer und Verwalter der Soldzahlungen – stellte die persönliche Garde des Maharadschas auf, und der Herrscher hielt Musterung. Nach Feldzügen zeigten die Soldaten den Stadtbewohnern die mitgebrachte Beute.
Der Name Jaleb Chowk wird gewöhnlich als „Hof zur Sammlung der Soldaten“ übersetzt. Deshalb legte man ihn unmittelbar hinter dem Haupttor an. In dem weiten Rechteck fand eine Truppe Platz; daneben lagen die Ställe, darüber die Räume der Wache. Zu den inneren Palasthöfen ließ man die Krieger nicht zu, bevor ihr Kommandeur sie hier versammelt hatte.
Für einen vornehmen Reiter betraf die Musterung seinen Verdienst. Kachhwaha-Heerführer erhielten Jagirs – das Recht, Einkünfte aus verliehenem Land einzuziehen – gegen die Verpflichtung, Pferde und Männer zum Dienst zu stellen. Aus diesen Einkünften unterhielten sie ihre Truppe. Im Feldzug riskierte ein Reiter sein Leben, sein Pferd und seine Stellung; im Jaleb Chowk sah der Maharadscha, wer zurückgekehrt war und in welcher Zusammensetzung. Die vor den Menschen ausgebreitete Beute zeigte, wie der Feldzug geendet hatte, bevor man sie aus dem Hof forttrug.
Der letzte Herrscher des Fürstenstaats Jaipur, Sawai Man Singh II., verband diesen Hof noch einmal mit einer konkreten militärischen Einheit. Am ersten September neunzehnhundertvierunddreißig erkannte er das Bataillon Sawai Man Guards an, vertraute ihm die Staatsflagge an und wurde sein erster Kommandeur. Nach dem Anschluss des Fürstenstaats an Indien gliederte man die Soldaten in die reguläre Armee ein; das Bataillon erhielt die Bezeichnung Siebzehntes Bataillon der Rajputana Rifles.
Im August zweitausendzwölf kehrten aktive Militärangehörige und Veteranen dieser Einheit in den Jaleb Chowk zurück. Zum ersten Mal seit achtundsiebzig Jahren hielten sie hier wieder eine Parade der Nishans – der Regimentsfahnen – ab. Gardisten in alten Uniformen trugen zwei Fahnenbahnen, und ein Priester des Shila-Mata-Tempels segnete sie. Die unterbrochene Zeremonie wurde wiederhergestellt, und die Fahnen brachte man zurück zur Einheit. Hier blieb ihr früherer Weg erhalten: das weite Feld zur Aufstellung bei Suraj Pol und die Treppe zum Tempel, die direkt aus dem Jaleb Chowk hinaufführt.
Praktisch vor Ort
Der Hof ist nach dem Betriebsplan des Amber-Palasts geöffnet; der Tempelbereich innerhalb des Hofs folgt seinem eigenen Gottesdienstplan und kann das Fotografieren einschränken.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie den Hof vom Rand aus, besonders bei starkem Gruppenandrang: Die Platzmitte wird für den Personenverkehr benötigt.
