Stopp 2 von 8

Neue Moschee

Yeni Camii

Dieser Stopp verbindet einen unvollendeten Bau einer Sultanin mit den Handelsreihen, die seinen Unterhalt sichern sollten.

20 Min.
Fassade der Neuen Moschee mit Kuppeln und Minaretten
Wolfgang Moroder · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Hauptkuppel
  • Zwei Minarette
  • Untere Reihen des Steinmauerwerks
  • Mausoleum an der Südseite

Die Geschichte des Ortes

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Die Hauptkuppel und zwei Minarette erheben sich über dem Ufer bei Zoll und Haupthafen. Dieses Grundstück war ein Wohn- und Handelsteil der Stadt: Zwischen den Häusern jüdischer und christlicher Gemeinden standen eine Kirche und eine Synagoge. Rund um das Heiligtum ist ein ganzer Komplex mit einer Schule, einem Brunnen, Sultangemächern, einem Mausoleum und Handelsreihen angelegt, deren Ertrag dem Unterhalt der Moschee und ihrer wohltätigen Einrichtungen diente. In den unteren Reihen des Steinmauerwerks hat sich ein früheres Fundament erhalten, und daneben setzt sich der Ägyptische Basar fort.

Im Jahr eintausendfünfhundertachtundneunzig ordnete Safiye Sultan an, dieses Grundstück für eine große Moschee freizumachen. Sie war die Mutter des regierenden Sultans Mehmed III. und wollte einen religiösen Komplex stiften, der ihren Titel tragen sollte. Die Mutter des regierenden Sultans nannte man Valide Sultan; ihre Stellung am Hof hing von ihrem Sohn ab.

Für den Bau wählte Safiye das Ufer bei Zoll und Haupthafen. Hier lebten und handelten vor allem Juden und Christen; hier standen ihre Häuser, eine Kirche und eine Synagoge. Auf Safiyes Anordnung wurden die Häuser gegen Zahlung des doppelten Werts enteignet, und als Ersatz für die zwei Gebetshäuser wollte man für die Gemeinden zwei andere, bereits aufgegebene wiederherstellen. So nahm die Moschee einen Platz innerhalb eines Handelsviertels ein, in das täglich Menschen und Waren kamen.

Auf dem feuchten Ufergrund rammten die Bauleute Holzpfähle ein und banden sie mit Bleigürteln zusammen. Die Mauern waren bereits über die erste Fensterreihe hinaus hochgezogen. Dann starb Mehmed III. im Jahr eintausendsechshundertdrei. Safiye wurde bald aus dem Sultanspalast in den Eski Saray geschickt, und die Mittel für den Bau wurden nicht mehr bewilligt. Ohne Geld blieb sie nicht: Man zahlte ihr weiterhin täglich dreitausend Akçe aus – kleine Silbermünzen. Doch als Mutter des verstorbenen Sultans konnte sie nicht mehr über ein großes Palastprojekt verfügen. Die Bauleute gingen fort, Safiye starb, ohne die Moschee je gesehen zu haben, und die unteren Mauern blieben mehr als ein halbes Jahrhundert lang unvollendet stehen.

Nach dem großen Brand des Jahres eintausendsechshundertsechzig besichtigte Turhan Sultan, die Mutter des regierenden Mehmed IV., die ausgebrannten Viertel. Auch sie wollte einen eigenen religiösen Komplex stiften und beschloss, Safiyes zurückgelassene Mauern zu nutzen. Steinmetze nahmen eine beschädigte Mauerwerksreihe ab und setzten den Bau auf dem alten Fundament fort.

Am dreißigsten Oktober eintausendsechshundertfünfundsechzig eröffnete Turhan die Moschee mit dem Freitagsgebet; ihr Sohn, der Sultan, befand sich neben ihr. Dem Gebäude fügte sie eine Schule, einen Brunnen, Sultangemächer, ein Mausoleum und Handelsreihen hinzu. Diese Reihen wurden zum Ägyptischen Basar: Die Abgaben der Läden waren für den Unterhalt der Moschee und ihrer wohltätigen Einrichtungen bestimmt. Der Handel rund um das Gebäude war von der Auftraggeberin selbst in seiner Anlage vorgesehen.

Zunächst nannte man den Komplex Moschee der Valide Sultan – der Mutter des Sultans. Nachdem ihn eine andere Valide vollendet hatte, entstand der Name „Neue Valide-Sultan-Moschee“, später verkürzt zu „Neue Moschee“. Turhan starb im Jahr eintausendsechshundertdreiundachtzig und wurde in ihrem eigenen Mausoleum an der Südseite der Moschee bestattet. Safiye liegt an einem anderen Ort; von ihr blieben hier das Fundament und das untere Mauerwerk, auf denen Turhan das Gebäude vollendete.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktÄgyptischer Basar
Eintrittvor Ort

Aktive Moschee; für Nichtbetende ist der Eintritt gewöhnlich außerhalb der Gebetszeiten möglich, doch feste Besuchszeiten für Touristen sollten nicht ohne erneute Prüfung vor Ort übernommen werden.

Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Wenn gerade gebetet wird, bleiben Sie im Hof und setzen Sie die Besichtigung außen fort; im Inneren beachten Sie die Regeln einer aktiven Moschee.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umgehen Sie die Moschee auf der Seite der Handelsreihen und treten Sie unter die Gewölbe des Basars.

Stopp 2 von 8Weiter: Ägyptischer Basar

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Handelsstadt Istanbul: Hafen, Märkte und sultanische Stiftungen“ — 8 Stopps, ca. 3 km, 2,5–3,5 Stunden.

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