Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Der hohe Turm
- Der Säulenportikus
- Spitzbogenfenster
- Geschlossene Kirchenbänke aus tasmanischem Zedernholz
Die Geschichte des Ortes
Spitzbogenfenster, Säulen am Eingang und geschlossene Holzbänke kennzeichnen die anglikanische Kirche von Battery Point. Nachdem die Bewohner des Viertels um eine eigene Gemeinde gebeten hatten, kauften die Kirchenvorsteher für sie den Hügelgipfel von einem privaten Eigentümer. Den Bauplan zeichnete der Kolonialarchitekt John Lee Archer, und die Zedernholzbänke im Inneren sind seit den ersten Gottesdiensten erhalten. Den Säulenportikus an der Tür ergänzte man viel später und setzte damit einen Teil des ursprünglichen Entwurfs um.
Die Kirche ist dem heiligen Georg gewidmet – einem Christen, der in der römischen Armee diente und um das Jahr dreihundertvier wegen seines Glaubens hingerichtet wurde. Verlässliche Informationen über ihn sind nur wenige erhalten. Der Drache erschien viele Jahrhunderte später in der Überlieferung. Mitte des vierzehnten Jahrhunderts wurde Georg als Schutzpatron Englands verehrt. Warum die Kirchenvorsteher gerade seinen Namen für die neue Kirche wählten, verraten die Gemeinderegister nicht.
Die Kirche selbst wurde errichtet, nachdem die Bewohner von Battery Point bei der Kolonialverwaltung einen Antrag gestellt hatten: Sie brauchten eine eigene anglikanische Gemeinde. Die Kirchenvorsteher kauften den Gipfel des Kermode Hill vom Grundbesitzer William Kermode. John Lee Archer, der Kolonialarchitekt, entwarf den Hauptbau, und im Mai tausendachthundertachtunddreißig begannen hier die Gottesdienste. Im Inneren stehen noch immer die ursprünglichen geschlossenen Kirchenbänke aus tasmanischem Zedernholz.
Den Turm entwarf James Blackburn. In London verdiente er seinen Lebensunterhalt als Ingenieur und Kanalinspektor und investierte sein Geld in den Bau von Häusern zum Verkauf. Das Unternehmen ging bankrott, und Blackburns Eigentum sollte eingezogen werden. Beim Versuch, seine Schulden zu begleichen, fälschte er die Unterschriften seiner Arbeitgeber auf einem Scheck über sechshundert Pfund. Selbst die Menschen, die er zu täuschen versuchte, gaben dem Gericht gute Beurteilungen über ihn, dennoch wurde Blackburn zu lebenslanger Verbannung verurteilt. Im Jahr tausendachthundertdreiunddreißig brachte man ihn nach Hobart, während seine Frau und seine Tochter in England zurückblieben; sie konnten ihm erst zwei Jahre später folgen.
Den inhaftierten Ingenieur wies man sofort dem Straßen- und Brückenamt zu. Er entwarf Bauwerke, die sein Vorgesetzter offiziell unterzeichnete. Einflussreiche Bewohner der Kolonie, die Blackburn durch diese Arbeit kannten, setzten sich für seine Freilassung ein, und im Jahr tausendachthunderteinundvierzig erhielt er eine vollständige Begnadigung.
Im selben Jahr beschlossen die Gemeindemitglieder, St George's Anglican Church um einen Turm zu erhöhen. Er sollte Schiffen auf dem Derwent River als Orientierungspunkt dienen: In der Umgebung lebten Kapitäne, Seeleute, Schiffszimmerleute und Hafenangestellte. Die Verwaltung versprach Stein, Holz und die Arbeitskraft von Gefangenen, wenn die Geldgeber Kalk, Blei, Transport und die übrigen Materialien bezahlten. Blackburn fertigte den Entwurf an.
Als die Bauarbeiter mit der Arbeit begannen, stellte sich heraus, dass das für den Turm angelegte Fundament dessen Gewicht nicht tragen würde. Die Gemeindemitglieder mussten das Fundament, die Vorhalle und zwei Sakristeien abtragen. Es gab nicht genug entsprechend qualifizierte Gefangene, der Bau ruhte lange Zeit, und die Kirche blieb etwa fünf Jahre lang teilweise der Witterung ausgesetzt. Den Turm vollendete man im Jahr tausendachthundertsiebenundvierzig; die Seeleute erkannten Battery Point tatsächlich an ihm.
Der Säulenportikus vor dem Eingang entstand erst im Jahr tausendachthundertachtundachtzig, als die Bauarbeiter den verbliebenen Teil von Blackburns Entwurf verwirklichten. Heute versammelt sich dahinter eine aktive anglikanische Gemeinde, und über dem Portikus erhebt sich der Turm, den ein Mann entworfen hatte, der mit einem lebenslangen Urteil nach Hobart gebracht worden war.
Praktisch vor Ort
Sonntagsgottesdienste – 08:00 und 10:00. Tägliche Zeiten für eine freie Besichtigung des Innenraums sind nicht angegeben; die Fassade ist von der Straße aus sichtbar.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Rechnen Sie nicht mit freiem Eintritt: Gehen Sie nur bei offenen Türen hinein und besichtigen Sie den Innenraum während eines Gottesdienstes nicht ohne ausdrückliche Einladung.
