Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Das große Becken
- Die Steinmauern des Docks
- Die Tore des Beckens
- Die Aussichtsplattform
Die Geschichte des Ortes
Steinmauern und Tore umschließen ein riesiges Becken, das nur zeitweise Teil des Meeres wird. Ein Schiff wird auf dem Wasser hineingebracht, dann wird der Durchgang verschlossen und Pumpen legen den Boden trocken: Der Rumpf bleibt auf Stützen stehen, und rund um ihn kann man wie an Land arbeiten. So wurde aus einer natürlichen Bucht zwischen den Inseln eine Werft für den Bau und die Reparatur von Schiffen. Im Herbst werden weiterhin alte Schiffe zur Winterreparatur hierhergebracht, nur wird das Wasser heute von elektrischen Pumpen entfernt.
Im Jahr eintausendsiebenhundertvierundsechzig vollendeten die Bauarbeiter hier ein Kriegsschiff, für das es noch keinen Ausgang zum Meer gab. Die „Oden“ hatte man zwei Jahre zuvor auf dem trockengelegten Boden eines großen Beckens zusammenzubauen begonnen. Zwischen ihr und dem Hafen lag ein Granitfelsen.
Für das Schiff war Fredrik Henrik af Chapman verantwortlich, ein besoldeter Schiffbaumeister der finnischen Eskadre der schwedischen Schärenflotte. Augustin Ehrensvärd, der diese Eskadre befehligte, setzte sich für Schiffe für die flachen Meerengen zwischen den Inseln ein. Chapman entwarf ein Schiff, das unter Segeln und mit Rudern fahren konnte. Die „Oden“ wurde der erste Vertreter eines neuen Typs. Die Berechnungen sollten sich in eben den Schären bewähren, für die sie gebaut wurde.
Chapman konnte dank des Ingenieurs Daniel Thunberg mit der Arbeit beginnen. Dieser nutzte eine natürliche Bucht zwischen Susisaari und benachbarten kleinen Inseln: Menschen sperrten die Meerengen mit Dämmen ab und erhielten ein Becken, das sich vom Meer abtrennen ließ. Ein Schiff fährt auf dem Wasser in ein solches Dock; dann werden die Tore geschlossen, das Wasser wird abgepumpt, und der Rumpf wird mit dem Kiel auf vorbereitete Stützen abgesenkt.
Thunberg übertrug das Abpumpen einer riesigen Windmühle. Ein einziger Antrieb entfernte Wasser, sägte Bretter für die Werft und mahlte Getreide. Wenn kein Wind wehte, drehten Pferde die Pumpen. So hielten die Bauarbeiter den Boden trocken, während sie die Mauern errichteten und die Schiffe zusammenbauten.
Um die „Oden“ auslaufen zu lassen, begannen die Arbeiter, die östliche Schleuse direkt durch den Granit zu brechen. Bis Oktober eintausendsiebenhundertvierundsechzig vollendeten sie sowohl das Schiff als auch den Durchgang. Die „Oden“ verließ das Becken und konnte noch vor dem Winter an Übungen der Eskadre teilnehmen. Auf einem Gedenkstein hielt man beide Ergebnisse nebeneinander fest: Chapman baute das Schiff, die Bauarbeiter schlugen ihm einen Weg zum Meer.
Den östlichen Ausgang schüttete man später zu. Ein Steinfragment mit der Inschrift über die „Oden“ fand man bei der Verlegung eines Kabels im Jahr eintausendneunhundertsiebenundsiebzig; heute liegt es am Rand des Großen Hofs der Festung, unweit des Ehrensvärd-Museums.
Das große Becken wird noch immer auf dieselbe Weise trockengelegt. Im Herbst füllt man es, bringt etwa zwanzig alte Holz- und Eisenschiffe hinein, schließt die Tore und pumpt das Wasser ab. Im Winter reparieren Schiffbaumeister Rümpfe, Segel und Takelage. Im Frühjahr wird das Becken wieder gefüllt, und die Schiffe fahren aufs Meer hinaus. Thunbergs Mühle wurde längst abgebaut; zweiundvierzigtausend Kubikmeter Wasser entfernen heute elektrische Pumpen.
Praktisch vor Ort
Die Aussichtsplattform ist als äußerer Punkt der Route zugänglich. Das Dock selbst ist ein Arbeitsbereich; der Zugang nach unten ist verboten. Die Öffnungszeiten der Werkstätten und die Sichtbarkeit der Arbeiten werden nicht garantiert.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie das Dock nur von den erlaubten Aussichtspunkten aus: Es ist ein aktiver Arbeitsbereich, ein Abstieg ins Innere und das Betreten des Bereichs hinter den Absperrungen sind nicht nötig.
