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Bastion Zander und Kustaanmiekka

Bastion Zander ja Kustaanmiekka

Auf der Flaggbastion zeigen zwei Zeremonien, wie eine neue staatliche Ordnung mit einem Flaggtuch und einem Namen gefestigt wurde.

20 Min.
Batterien und Wälle von Kustaanmiekka in Suomenlinna
Ypsilon from Finland · CC0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Flaggenmast
  • Niedriges Brustwehr
  • Vierzehn Kanonenöffnungen
  • Senkrecht abgehauener Felsen

Die Geschichte des Ortes

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Auf dem senkrecht abgeschnittenen Felsen zieht sich ein niedriges Brustwehr mit vierzehn Öffnungen für Kanonen entlang. Es gehörte zu einer Gruppe von vier Bastionen auf der Höhe, die die Meerenge nach Vallisaari und die Zugänge von der offenen See unter Beschuss hielten. Eine von ihnen diente als Flaggbastion: Der hier aufgestellte Flaggenmast machte es möglich, das Tuch über der ganzen Festung zu sehen.

Kustaanmiekka bedeutet „Gustavs Schwert“. Im Jahr eintausendsiebenhundertneunundvierzig benannten die Leiter des Baus die hiesige Befestigung nach dem dreijährigen Erben des schwedischen Throns, dem späteren König Gustav dem Dritten. Zugleich erhielten die benachbarten Bastionen die Nachnamen höherer Offiziere. Zander war Daniel Johan Zander, ein Generalleutnant, der an der Leitung der finnischen Befestigungsarbeiten beteiligt war und sie mit Augustin Ehrensvärd besprach.

Die Erbauer schlugen den Felsen senkrecht ab und schlossen ihn mit einem niedrigen Brustwehr mit vierzehn Kanonenöffnungen ab. Vier Bastionen auf der Spitze von Kustaanmiekka konnten die Meerenge bei Vallisaari und Schiffe unter Beschuss nehmen, die von der offenen See herankamen. Der südliche Zander wurde zudem für den Flaggenmast der Festung ausgewählt: Das hier gehisste Tuch war über der ganzen Befestigung zu sehen.

Am siebenundzwanzigsten Juni eintausendsiebenhundertfünfzig hisste Kapitän Carl Tersmeden, ein Seeoffizier im Dienst beim Bau von Sveaborg, zum ersten Mal die schwedische Flagge über Zander. Die Artilleristen feuerten zu ihren Ehren einen Salut ab. Danach blieb Zander bei jeder folgenden Garnison die Flaggbastion.

Einhundertachtundsechzig Jahre später brauchte der Vorsitzende des Finnischen Senats, Pehr Evind Svinhufvud, den Flaggenmast. Finnland hatte bereits seine Unabhängigkeit erklärt, doch Viapori – so nannte man dasselbe Sveaborg auf Finnisch – wurde noch von einer russischen Garnison gehalten. Das russische Militär verließ die Festung am zwölften April eintausendneunhundertachtzehn. Einen Monat später veranstaltete die Regierung auf Zander eine Zeremonie, die den Übergang der Festung an Finnland festigen sollte.

Der erste Dienstauftrag der gerade aufgestellten finnischen Festungsartilleristen bestand darin, hier einen Salut abzufeuern. Punkt ein Uhr nachmittags gaben sie acht Schüsse aus zwei verbliebenen russischen Feldkanonen ab, und über der Bastion wurde ein rot-gelbes Tuch mit dem finnischen Löwen gehisst. Svinhufvud erklärte den Versammelten, dass die Festung dem finnischen Staat gehöre und fortan Suomenlinna heißen werde. Am folgenden Tag bekräftigte der Senat den neuen Namen durch einen Beschluss, und die Artillerieeinheit wurde nach der Festung umbenannt.

Die Flagge jener Zeremonie sah anders aus als die heutige: Das blau-weiße Tuch mit Kreuz billigte das Parlament erst sechzehn Tage später. Von dem Ereignis auf Zander blieben der Flaggenmast und die genaue Paarung der Namen. Auf Finnisch wurde die Festung zu Suomenlinna, und der durch denselben Beschluss zugelassene schwedische Name Sveaborg blieb erhalten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktKönigspforte
Eintrittvon außen

Offener Außenpunkt ohne Eintrittskarte. Die Flagge wird saisonal vom 12. Mai bis 29. September gehisst; der Zugang zu den Felsen und Wällen hängt vom Wetter und von der Sicherheit der Oberflächen ab.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

In der Höhe ist der Wind stärker, und die Felsen sowie die Erdhänge können rutschig sein. Bleiben Sie auf den Wegen und lassen Sie den Aufstieg bei schlechtem Wetter aus.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Bastion zum Wasser hinunter und zur geschwungenen Fassade des Tors.

Stopp 5 von 6Weiter: Königspforte

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Suomenlinna: Festung auf Inseln“ — 6 Stopps, etwa 2 km, etwa 2–3 Stunden.

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