Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Granitsockel des Denkmals
- Bronzene militärische Abzeichen
- Schwedische Inschrift
- Ehemaliges Haus des Kommandanten
Die Geschichte des Ortes
Die ersten zehn Jahre nach seinem Tod lag Augustin Ehrensvärd nicht unter dem Denkmal inmitten des Großen Hofs der Festung, sondern in einer provisorischen Gruft in Helsinki. Der Ort für sein Grab war bereits ausgewählt, doch die Gruft war noch nicht fertig.
Ehrensvärd war Berufsoffizier der Artillerie und erhielt den Auftrag, eine Seefestung zum Schutz der östlichen Ländereien Schwedens zu errichten. Das Land hatte in den Kriegen mit Russland wichtige Grenzbefestigungen verloren, und im Jahr eintausendsiebenhundertsiebenundvierzig billigten die Abgeordneten des schwedischen Ständeparlaments sein Projekt. Ein Jahr später begann Ehrensvärd mit dem Bau von Sveaborg.
Den Großen Hof der Festung richtete er im Zentrum der Festungsverwaltung ein. An ihm lagen das Haus des Kommandanten und die Hauptwache. Die Anordnung der Gebäude und die geschwungenen Fassaden schufen eine falsche Perspektive: Der Hof wirkte geräumiger und feierlicher. Hier wohnten die Kommandeure, hier meldeten sich die diensthabenden Offiziere, und von hier aus erteilte man der Garnison Befehle.
Für Ehrensvärd war der Bau Militärdienst, eine Quelle von Dienstgraden und eine Sache, auf der sein beruflicher Ruf beruhte. Seine ungewöhnlichen ingenieurtechnischen Lösungen wurden kritisiert, und Mitte der eintausendsiebenhundertsechziger Jahre stellte eine neue parlamentarische Mehrheit die Finanzierung der Festung fast ein. Ehrensvärd wurde von der Leitung abberufen. Im Jahr eintausendsiebenhundertsiebzig wurde er nach einem weiteren Wechsel des politischen Kurses wieder eingesetzt, doch eine im Krieg erlittene Wunde hatte seine Gesundheit bereits geschwächt. Ein Jahr später bat er um seinen Abschied von den Bauarbeiten, behielt jedoch das Kommando über die Schärenflotte. Kurz vor seinem Tod erhielt er den Rang eines Feldmarschalls.
Nach seinem Tod im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundsiebzig ordnete König Gustav III. an, Ehrensvärd im von ihm geschaffenen Großen Hof der Festung zu bestatten. Im Sommer eintausendsiebenhundertdreiundachtzig wurde der Sarg schließlich hierher überführt; der König war anwesend, als die Gruft geschlossen wurde. So wurde der Ort, von dem aus Ehrensvärd die Festung geleitet hatte, zu seinem Grab.
Gustav III. entwarf das Denkmal selbst. Ehrensvärds Sohn, der Marineoffizier und Künstler Carl August, überarbeitete die Zeichnung des Königs, und der Bildhauer Johan Tobias Sergel führte den Entwurf aus. Die Arbeit zog sich bis zum Beginn des neunzehnten Jahrhunderts hin; weder der König noch der Sohn waren bei ihrer Vollendung noch am Leben.
Auf dem Granitsockel befinden sich bronzene militärische Abzeichen und eine schwedische Inschrift. Sie besagt, dass Ehrensvärd „von seinen Werken umgeben“ ruht, und nennt zwei davon: die Festung Sveaborg und die Schärenflotte. Hinter dem Grab steht das ehemalige Haus des Kommandanten – heute befindet sich darin das Ehrensvärd-Museum.
Praktisch vor Ort
Offener städtischer Raum, von außen zugänglich. Das Ehrensvärd-Museum hat einen eigenen saisonalen Fahrplan; am 2026-06-30 ist auf der Seite mit den aktuellen Öffnungszeiten von Suomenlinna eine Tagesöffnung angegeben, doch die Öffnungszeiten des Museums müssen vor der Integration erneut überprüft werden.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie das Denkmal vom Weg aus und lassen Sie den Durchgang frei. Nach Regen kann der Steinbelag des Hofs rutschig sein.
