Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bronzene Frauenfigur
- Speer
- Steinerner Sockel
- Bogenförmige Wasserstrahlen
Die Geschichte des Ortes
Zuerst gab es eine vierzig Zentimeter hohe Statuette; für den kleinen Park bestellte man nach ihr eine große Parkskulptur aus Bronze. Der Bildhauer, der damals in Ungarn lebte, goss sie dort, und die Stadt bezahlte den Auftrag zusammen mit dem steinernen Sockel. Später kamen vor dem Sockel bogenförmige Wasserstrahlen hinzu, die den Speerwurf wiederholen. Der Speer muss ersetzt werden: Passanten hängen sich daran, das Metall verbiegt sich oder bricht.
Auf Stadtplänen heißt dieser kleine Park Kolmikulma – „Dreieck“. Der Name beschreibt das Gelände zwischen drei Straßen, wo Wege und Bänke es erlauben, den Weg abzukürzen oder kurz stehen zu bleiben. Dianapark ist ein inoffizieller Name. Die Einwohner übertrugen ihn von der bronzenen Frau, die einen Speer wirft, auf den kleinen Park.
Im Jahr neunzehnhundertvierundzwanzig schuf der Bildhauer Yrjö Liipola eine vierzig Zentimeter hohe Statuette der römischen Jagdgöttin Diana. Vier Jahre später bestellten die städtischen Verwalter, die einen Schmuck für Kolmikulma suchten, nach diesem Modell eine große Parkskulptur. Die Stadt stellte Liipola fünfundachtzigtausend Mark und weitere fünftausend für den Sockel bereit. Es war ein gekauftes Werk eines professionellen Bildhauers und kein Geschenk an die Stadt.
Liipola lebte damals in Ungarn und goss die Figur dort in Bronze. Als der Auftrag fertig war, teilte er der Finanzkammer von Helsinki mit, dass die Stadt die Statue abholen könne. Im selben Brief stellte der Bildhauer die Beamten vor eine weitere bereits vollendete Entscheidung: Er hatte Diana in „Tellervo, Tapios Tochter (Diana)“ umbenannt. Der Käufer hatte bereits Geld für eine Göttin mit einem Namen bereitgestellt und erhielt sie mit einem anderen.
Tellervo ist in der finnischen Volkspoesie die Tochter des Herrn des Waldes, Tapio, und die Hüterin seiner Waldherde; Jäger bemühten sich, sich ihre Gunst zu sichern. Liipola verband sie mit der römischen Jägerin Diana, ließ aber den Unterschied bei der Waffe bestehen: Die vertraute Diana stellte man mit einem Bogen dar, die hiesige Tellervo wirft dagegen einen Speer.
Die Stadt akzeptierte den neuen Namen, und im Jahr neunzehnhundertneunundzwanzig wurde die Skulptur in Kolmikulma enthüllt. Die Einwohner nannten sie weiterhin Diana und gaben in Anlehnung an sie dem ganzen kleinen Park den Namen Dianapark. Der offizielle Name der Figur blieb finnisch, der umgangssprachliche Name des Ortes römisch.
Der Speer muss von Zeit zu Zeit ersetzt werden: Menschen hängen sich daran, und er verbiegt sich oder bricht. Bei der Umgestaltung im Jahr zweitausendsieben fügten die Stadtplaner vor dem Sockel Wasserstrahlen hinzu, die den Bogen des Wurfs wiederholen. Auf der Museumskarte steht „Tellervo, Tapios Tochter (Diana)“, im städtischen Sprachgebrauch heißt es Dianapark, und zwischen beiden bleibt dieser Speer.
Praktisch vor Ort
Der Park ist rund um die Uhr geöffnet.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Skulptur lässt sich bequem umrunden; berühren Sie den Speer nicht – dieses empfindliche Detail wurde mehrfach beschädigt.
