Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fünf Bögen
- Mittlerer Durchgang
- Oberer Pavillon
- Offener Rasen
Die Geschichte des Ortes
Das Đoan-Môn-Tor nannte man das Haupttor des Palastes. Es trennte die umschlossene Verbotene Zitadelle, in der sich der Kaiser, seine Familie und die höfischen Einrichtungen befanden, vom übrigen Komplex. Der untere Teil des heutigen Tores ist seit der Lê-Dynastie erhalten, obwohl er später repariert wurde. Darüber ist der obere Pavillon sichtbar, und hinter den Bögen beginnt heute ein Rasen: Früher erstreckte sich hier der Đan-Trì-Hof.
Im Frühjahr vierzehnhundertsechsundneunzig befanden sich dreiundvierzig Gelehrte hinter dem Đoan-Môn-Tor, im Đan-Trì-Hof. Sie hatten die letzte Prüfung für den Staatsdienst erreicht. Hinter ihnen lag die Hội-Prüfung – die Hauptstadtprüfung, zu der Kandidaten aus dem ganzen Land anreisten. Vor ihnen lag die Đình-Prüfung: Der Kaiser gab persönlich das Thema vor und bestimmte die Plätze in der Liste.
Die Teilnehmer rechneten damit, dass das Wichtigste bereits geschafft war. Nach der früheren Regel wurde ein Mensch, der zur Palastprüfung zugelassen war, nicht mehr ausgesondert – der Kaiser bestimmte lediglich den Grad. Für einen Gelehrten bedeutete diese Liste eine Stelle im Staatsdienst, Gehalt und die Stellung der Familie; ein Misserfolg führte ihn zu Jahren der Vorbereitung ohne höchsten Grad zurück.
Lê Thánh Tông, der Kaiser des Staates Đại Việt, kam selbst in den Đan-Trì-Hof. Er wählte Menschen aus, die künftig die Staatsgeschäfte führen sollten, und forderte sie auf, niederzuschreiben, wie das Land regiert werden sollte. Am nächsten Tag übergab man ihm die korrigierten Arbeiten. Dann führte man die Kandidaten einen nach dem anderen in den Hof.
Hier durchbrach der Kaiser die frühere Ordnung. Die Chronik berichtet, er habe das Äußere jedes Einzelnen betrachtet und nur dreißig für würdig befunden. Dreizehn, die die Auswahl in der Hauptstadt bereits bestanden hatten, erhielten den höchsten Grad nicht. Warum Lê Thánh Tông diese Entscheidung traf, erklärten die Chronisten nicht; die Behauptung, allein ein unattraktives Äußeres sei der Grund gewesen, lässt sich nicht aufstellen. Die dreißig Namen wurden anschließend in die Prüfungsstele des Jahres vierzehnhundertsechsundneunzig eingraviert. Die übrigen dreizehn stehen nicht darauf.
Das Đoan-Môn-Tor und der Đan-Trì-Hof waren Teil derselben Anlage. Der Name des Tores bedeutet „Haupttor des Palastes“. Dahinter begann die Verbotene Zitadelle – der umschlossene Teil des Komplexes, in dem sich der Kaiser, seine Familie und die höfischen Einrichtungen befanden. Der Đan-Trì-Hof erstreckte sich vom Tor bis zum Kinh-Thiên-Palast und diente als Ort für Audienzen, Musterungen und Prüfungen.
Bereits im Jahr vierzehnhundertzweiundsiebzig ordnete Lê Thánh Tông an, dass sich die Höflinge außerhalb des Đoan-Môn-Tors beiderseits des Eingangs aufstellen sollten. Nach drei Trommelschlägen mussten sie hineingehen und ihre Plätze streng nach Rang einnehmen. Wer nach dem dritten Signal die Formation durchbrach oder zu spät kam, konnte von der Wache festgehalten werden. Die fünf Durchgänge des Tores verankerten dieselbe Ordnung im Ziegel: Der mittlere Bogen war dem Kaiser bestimmt, die übrigen Menschen niedrigeren Ranges.
Der untere Teil des heutigen Đoan-Môn-Tors wurde unter der Lê-Dynastie errichtet und später repariert. Hinter den Bögen liegt heute ein offener Rasen an der Stelle des Đan-Trì-Hofs. Die Prüfungsplätze sind verschwunden; der mittlere Durchgang, den die dreiundvierzig Kandidaten nicht benutzen durften, ist erhalten geblieben.
Praktisch vor Ort
Die Zitadelle ist täglich 08:00–17:00 geöffnet; die allgemeine Eintrittskarte für Erwachsene kostet 100 000 Dong.
Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie das Tor zunächst als Ganzes und gehen Sie dann hindurch: Der Perspektivwechsel ist wichtiger als die genaue Betrachtung jeder einzelnen Oberfläche.
