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Die Treppe der Universidad de Guanajuato

Escalinata de la Universidad de Guanajuato

Hier erhält ein neuer Universitätsbau ein historisches Erscheinungsbild und eine eigene städtische Bühne.

12 Min.
Die breite Treppe der Universidad de Guanajuato und die weiße Fassade des Zentralgebäudes.
Juan Carlos Fonseca Mata · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Repräsentative Treppe
  • Steinerne Fassade
  • Obere Tür des Auditoriums

Die Geschichte des Ortes

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Die steinernen Stufen führen in einem breiten Aufstieg den Hang hinauf zum Universitätsauditorium, dem Hauptsaal des gesamten Komplexes. Für den Bau schuf man Platz, indem man mehrere Wohnhäuser aufkaufte und abriss; daneben ist ein Teil des alten Colegio del Estado erhalten geblieben. Renaissance-, Barock- und toskanische Motive lassen die Fassade deutlich älter erscheinen, als sie ist. Heute finden auf den Stufen Konzerte und Filmvorführungen statt, und zum Día de Muertos wird ein Altar errichtet.

Nach örtlicher Überlieferung passte der Entwurf dieser Treppe auf eine Streichholzschachtel. Der Gouverneur des Bundesstaates, José Aguilar y Maya, soll sie dem Rektor Antonio Torres Gómez gezeigt haben: Auf der Schachtel war die Treppe der Kathedrale im spanischen Girona abgebildet. Der Gouverneur schlug vor, in der Stadt Guanajuato etwas ebenso Eindrucksvolles zu bauen. Die Geschichte mit den Streichhölzern ist nicht durch Dokumente belegt. Sicher ist etwas anderes: Der Architekt Vicente Urquiaga y Rivas orientierte sich tatsächlich an der Treppe und der Fassade eines Gebäudes in Girona.

Torres brauchte keine Kulisse. Im Jahr neunzehnhundertfünfundvierzig wurde das frühere Colegio del Estado zur Universidad de Guanajuato. Sieben Jahre später studierten hier rund zweitausendeinhundert Menschen in fünfzehn Studiengängen. Torres, ein junger Anwalt und Rektor, setzte sich dafür ein, dass die Universität nicht nur Juristen, Ingenieure und Fachleute für den Bergbau ausbildete. Unter ihm entstanden Schulen für Philosophie, Literatur, Musik, Bildende Kunst und Schauspiel, außerdem ein Universitätstheater und ein Sinfonieorchester.

Die Universität blieb damals eine Einrichtung der Regierung des Bundesstaates und besaß noch keine Autonomie. Der Rektor konnte ein Kulturprogramm entwerfen, doch der Gouverneur verteilte die Mittel für Gebäude. Aguilar y Maya, selbst Absolvent des früheren Colegio del Estado, versprach, Torres’ Bildungsinitiativen zu unterstützen, und stellte Mittel aus der Staatskasse bereit. Für den neuen Bau kaufte die Regierung mehrere benachbarte Häuser auf. Sie wurden abgerissen und machten den Hang für das Auditorium, die Fassade und die breite Treppe frei.

Am vierten Februar neunzehnhundertfünfzig begann Urquiaga mit dem Bau. Er machte die Treppe zum Hauptzugang zum Universitätsauditorium: Daher ihre Breite und ihr feierlicher Aufstieg. Der Stein und die Mischung aus Renaissance-, Barock- und toskanischen Formen verleihen dem Gebäude ein ehrwürdiges Alter, obwohl sich vor Ihnen ein Werk aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts befindet.

Am sechzehnten Februar neunzehnhundertzweiundfünfzig stiegen die Teilnehmer der Eröffnungsfeier des Studienjahrs erstmals die neuen Stufen hinauf. Oben ehrte man die besten Studierenden und öffnete die Türen des Auditoriums, des Hauptsaals der Universität. Der übrige Bau wurde noch drei Jahre lang fertiggestellt; Torres und Aguilar y Maya sahen ihn im August neunzehnhundertfünfundfünfzig vollendet, kurz vor Ablauf ihrer Amtszeiten.

Deshalb führt die obere Tür nicht in einen repräsentativen Empfangsraum, sondern in den Hauptsaal der Universität. Dort zeigt man weiterhin Filme und veranstaltet Kulturereignisse; auf den Stufen selbst werden Konzerte und Filmvorführungen veranstaltet und ein großer Altar zum Día de Muertos errichtet. Die Treppe nimmt den Platz der aufgekauften Häuser ein, und das alte Colegio del Estado ist in jenem Teil des Komplexes erhalten geblieben, den Urquiaga in das neue Gebäude einbezog.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktTeatro Juárez
Eintrittvon außen

Treppe und Fassade sind von außen als städtischer Raum zugänglich; die Innenbereiche richten sich nach den Öffnungszeiten der Universität.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo hinauf und machen Sie am Rand der Treppe Pausen, sodass der Weg für andere frei bleibt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie ins Zentrum hinunter und suchen Sie das Theater neben dem Templo de San Diego de Alcalá.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das silberne Stadt Guanajuato: von der Alhóndiga de Granaditas zu El Pípila“ — 8 Stopps, 2 km, 2,5–3 Std..

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