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Callejón del Beso

Callejón del Beso

Hier wird klar, warum die Liebeslegende nur in einem so engen Durchgang entstanden sein konnte.

10 Min.
Der enge orangefarbene Callejón del Beso mit dicht beieinanderliegenden Balkonen.
Comefilm via Flickr · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Rote dritte Stufe
  • Fast einander berührende Balkone
  • Enger Durchgang zwischen den Häusern

Die Geschichte des Ortes

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Der Durchgang zwischen Wohnhäusern ist auf ungefähr achtundsechzig Zentimeter zusammengedrängt. Über ihm kommen zwei Balkone einander näher als eine ausgestreckte Armlänge, und von den oberen Stockwerken aus kann man mit dem Nachbarn sprechen oder ihn berühren, ohne auf die Straße hinauszugehen. Diese ungewöhnliche Enge besteht hier noch heute: Die Häuser stehen auf den beiden Seiten eines schmalen Spalts, und die Balkone treffen sich über dem Kopf fast.

Paare küssen sich hier auf der dritten, von unten gezählten und rot gestrichenen Stufe. Nach örtlichem Glauben verspricht ein solcher Kuss fünfzehn glückliche Jahre, der Verzicht darauf dagegen sieben Jahre Unglück. Dieser Brauch geht auf eine Legende zurück, nicht auf bestätigte Geschichte. Für die Erzählung gibt es mehrere Versionen, selbst die Namen der Hauptfiguren unterscheiden sich. In einer der verbreitetsten heißen sie Ana und Carlos.

Ana war die Tochter eines wohlhabenden Spaniers, der durch die Minen von Guanajuato reich geworden war. Carlos arbeitete als Bergmann; sein Lohn reichte kaum für ihn selbst. Anas Vater wollte neben seiner Tochter keinen Mann sehen, den er für einen einfachen Tagelöhner hielt. Als er von ihren Treffen erfuhr, sperrte er Ana ein und verlangte, dass sie Carlos aufgibt.

Gerade die Enge des Durchgangs ermöglichte es ihnen, ihre Beziehung fortzusetzen. Carlos mietete ein Zimmer im Haus gegenüber: Zwischen den oberen Balkonen blieb weniger als eine ausgestreckte Armlänge. Die Straße verengt sich hier auf ungefähr achtundsechzig Zentimeter, sodass Menschen aus zwei verschiedenen Häusern miteinander sprechen und sich berühren konnten, ohne nach draußen zu gehen.

Eines Tages überraschte der Vater sie an den Balkonen. Er zog Ana ins Zimmer, jagte Carlos fort und mauerte das Fenster zu. Später gab der Vater den Tränen seiner Tochter nach und hob das Verbot auf – unter der Bedingung, dass sie den Bergmann nicht mehr sieht. Ana stimmte zu, rief Carlos jedoch bald wieder zu sich. Der Vater schöpfte Verdacht, tat so, als sei er schlafen gegangen, und wartete.

Als er Stimmen hörte, betrat er das Zimmer mit einem Dolch und stach auf seine Tochter ein. Carlos konnte den Zwischenraum zwischen den Häusern nicht überqueren. Er schaffte es noch, ihre herabsinkende Hand festzuhalten, und küsste sie vor ihrem Tod. Nach dieser Version der Legende nahm er sich später das Leben.

Der Name des Durchgangs wird gerade mit diesem letzten Kuss verbunden – nicht mit dem Kuss glücklicher Liebender, sondern mit der Hand der sterbenden Ana, die durch den Spalt zwischen den Balkonen ausgestreckt war. Heute endet dieselbe Geschichte weiter unten: Paare küssen sich auf der roten dritten Stufe, und die beiden Balkone berühren sich über ihnen noch immer beinahe.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktPlaza de la Paz und Monumento a la Paz
Eintrittvon außen

Offener Durchgang; der Zugang zu den Balkonen und privaten Fotopunkten hängt von den örtlichen Eigentümern und den Warteschlangen ab.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bleiben Sie nicht mitten im Durchgang stehen, dringen Sie nicht in Türöffnungen ein und verzichten Sie auf ein Foto, wenn Sie dafür Bewohner oder Passanten behindern müssten.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die Balkone hinter sich und gehen Sie zum Hauptplatz und zum Monumento a la Paz.

Stopp 2 von 8Weiter: Plaza de la Paz und Monumento a la Paz

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das silberne Stadt Guanajuato: von der Alhóndiga de Granaditas zu El Pípila“ — 8 Stopps, 2 km, 2,5–3 Std..

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