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Plaza de la Paz und Monumento a la Paz

Plaza de la Paz y Monumento a la Paz

Der Platz verbindet den ersten Sturmangriff mit dem Moment, als die Truppen der Stadt die spanische Krone verließen.

12 Min.
Das Monumento a la Paz auf der Plaza de la Paz vor der gelben Basilika.
Salazar Lira Hanna Elizabeth · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Bronzefigur des Friedens
  • Sockel aus Stein und Marmor
  • Dreieckiger Garten

Die Geschichte des Ortes

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Am vierundzwanzigsten März achtzehnhunderteinundzwanzig trat Oberst Anastasio Bustamante aus dem Saal des Stadtrats auf die Plaza Mayor – so hieß die heutige Plaza de la Paz damals. Vor ihm standen Soldaten in Reih und Glied. Bustamante war gekommen, um den Anschluss Guanajuatos an den Unabhängigkeitsplan durchzusetzen. Fast den gesamten Krieg über hatte er in der königlichen Armee gedient: Er kämpfte gegen die Aufständischen, beteiligte sich an ihrer Verfolgung und erhielt dafür Rang und Sold. Nun wollte der Oberst sein eigenes Regiment dem Gehorsam gegenüber der spanischen Krone entziehen.

Zehn Jahre Krieg hatten die Straßen und Wirtschaftsbetriebe der Provinz durch ständige Requisitionen und Plünderungen verwüstet. Ein Teil der Bergwerke war verlassen oder überflutet, die Ausrüstung zerstört, die Silberförderung stark zurückgegangen. Im Februar schlug der ehemalige königliche Kommandeur Agustín de Iturbide den Plan von Iguala vor: die Trennung von Spanien bei Bewahrung der katholischen Religion und der Gleichheit der in Europa und Amerika geborenen Einwohner. Eine solche Vereinbarung erlaubte königlichen Offizieren, gemeinsam mit ihren Einheiten auf die Seite der Unabhängigkeit überzugehen. Bustamante zögerte zunächst, unterstützte dann den Plan und führte die Soldaten nach Stadt Guanajuato.

Der Leiter der Stadtgarnison, Pedro Antonio de Jandiola y Garay, versprach, die Stadt gegen Bustamante zu verteidigen, und befahl, Barrikaden und Schützengräben anzulegen. Schon am nächsten Tag verließ Jandiola seinen Posten und schloss sich ebenfalls den Anhängern der Unabhängigkeit an. Die Einwohner bauten die vorbereiteten Befestigungen ab. Der Stadtrat versammelte Geistliche, Vertreter des Bergbaus und angesehene Bürger, um zu entscheiden, wie der heranrückende Oberst zu empfangen sei. Abgesandte zogen ihm entgegen, doch Bustamante hatte die Stadt bereits betreten.

Nach Verhandlungen trat er zu den Soldaten auf den Platz und verkündete die drei Versprechen des Plans von Iguala: Religion, Unabhängigkeit und Einheit. Es folgte ein Gewehrsalut, die Glocken der Stadt begannen zu läuten. Danach zog eine improvisierte Prozession durch die Straßen, der sich Einwohner anschlossen. Der landesweite Krieg war an diesem Tag noch nicht beendet, doch in Stadt Guanajuato verlor die spanische Verwaltung die Truppen, die bereit waren, sie zu verteidigen.

Vier Tage später ordnete Bustamante an, die Köpfe von Miguel Hidalgo y Costilla, Ignacio Allende, Juan Aldama und Mariano Jiménez von der Alhóndiga de Granaditas abzunehmen. Nach der Hinrichtung der Anführer des Aufstands brachte man ihre Köpfe nach Stadt Guanajuato und stellte sie zunächst unter dem Galgen aus, und zwar auf der Plaza Mayor. Hier verlas man auch einen Aufruf, der die Hingerichteten zu Verbrechern erklärte. Später sperrte man die Köpfe in eiserne Käfige und hängte sie an den Ecken der Alhóndiga de Granaditas auf. Nun nahm man die Käfige ab, legte die Überreste in Holzkisten, zelebrierte eine Messe und bestattete sie auf dem Cementerio de San Sebastián. Zwei Jahre später erklärte man sie zu Helden des Landes und überführte sie nach Mexiko-Stadt.

Im September zog die Armee der Anhänger des Plans von Iguala in Mexiko-Stadt ein, und der Krieg endete. Zur Erinnerung an diesen Ausgang schuf der Bildhauer Jesús Contreras für den Hauptplatz von Stadt Guanajuato eine bronzene Allegorie des Friedens auf einem Sockel aus Stein und Marmor. Die Arbeit wurde im Jahr achtzehnhundertachtundneunzig vollendet, und Präsident Porfirio Díaz eröffnete das Denkmal am siebenundzwanzigsten Oktober neunzehnhundertdrei. Von ihm erhielt der Platz seinen heutigen Namen.

Schützengräben, Galgen und die Aufstellung der Soldaten gibt es hier längst nicht mehr. Im Zentrum des dreieckigen Gartens steht die Bronzefigur des Friedens, und unter ihr ist derselbe offene Raum erhalten, wo der königliche Oberst seinen Männern erklärte, dass sie der spanischen Krone nicht mehr dienen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktBasílica Colegiata de Nuestra Señora de Guanajuato
Eintrittvon außen

Offener städtischer Raum, ohne Eintrittskarte zugänglich.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie das Denkmal von mehreren Seiten, ohne den Verkehr über den Platz zu behindern; ein gesonderter Besuch des Innenraums ist hier nicht erforderlich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom Denkmal zur Basilika, die auf den Platz hinausgeht.

Stopp 3 von 8Weiter: Basílica Colegiata de Nuestra Señora de Guanajuato

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das silberne Stadt Guanajuato: von der Alhóndiga de Granaditas zu El Pípila“ — 8 Stopps, 2 km, 2,5–3 Std..

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