Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Gemeinsamer hölzerner Durchgang
- Wohnungstüren
- Häuser über dem Wasser
Die Geschichte des Ortes
Lim im Namen ist die Hokkien-Aussprache des chinesischen Familiennamens Lin. Familien mit diesem Namen stammten aus dem Dorf Houcunzhuang im südlichen Fujian. In George Town verdienten die Männer der Lim ihren Lebensunterhalt mit Hafenfahrten: Mit kleinen Sampans holten sie Passagiere von großen Schiffen ab und brachten sie an Land, außerdem transportierten sie Fracht. Deshalb wurden die Häuser direkt am Wasser errichtet, und ein gemeinsamer hölzerner Durchgang verband die Wohnungen mit der Stelle, an der man in die Boote stieg.
Lim Chin Eng wuchs hier in einer Bootsführerfamilie auf. Sein Vater beförderte Menschen zwischen Seeschiffen und dem Ufer, und mit fünfzehn oder sechzehn Jahren nahm der Sohn selbst die Ruder in die Hand. Bei den Bootsführern von Lim Jetty gab es eine Warteschlange: Jeder wartete darauf, dass der nächste Passagier ihm zufiel. Für die Familie war das tägliches Geld, und der Jugendliche begann auf demselben Wasser zu verdienen, über dem sein Haus stand.
Chin Eng konnte damals nicht schwimmen. Zweimal fiel er vom Steg ins Meer, und erst nach dem zweiten Sturz beschloss er, es zu lernen. Dieses Detail zeigt gut den Preis des Handwerks: Ein Haus über dem Wasser machte einen Menschen noch nicht zum Schwimmer, doch der Verdienst verlangte weiterhin, jeden Tag mit dem Sampan zu den großen Schiffen hinauszufahren.
In den achtziger und neunziger Jahren fuhren die Bewohner der Lim bereits zu japanischen Fischereischiffen, um Passagiere abzuholen. Chin Eng lernte Japanisch, ließ sich als Wächter auf einem Schiff anheuern, begleitete Seeleute in der Stadt und half ihnen beim Geldwechsel. So wurde der Bootsführer auch zum Übersetzer und Führer, als die früheren Beförderungen nicht mehr ausreichten.
Später vertrat Chin Eng Lim Jetty bei der Vorbereitung des Antrags von George Town für die UNESCO-Welterbeliste. Den UNESCO-Experten erzählte er die Geschichte nach, die er von seinem Vater gehört hatte. Nach der Aufnahme der Stadt in die Liste im Jahr zweitausendacht wurde der Neubau auf dem Steg eingeschränkt.
Der gemeinsame Durchgang zwischen den Häusern der Lim ist erhalten geblieben, und hinter den Türen leben weiterhin Familien. Die Sampans und Frachttongkangs, auf denen Vater und Sohn arbeiteten, gibt es an diesem Steg nicht mehr.
Praktisch vor Ort
Gemeinsamer Wohnsteg ohne bestätigte offizielle Öffnungszeiten. Geprüft am 2026-06-29: Betreten sollte man ihn nur bei geöffnetem gemeinsamen Durchgang; der Tempelbereich hängt vom örtlichen Zugang ab.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie leise über den Hauptsteg; die Heiligtümer liegen hier nahe bei den Wohnungen, richten Sie die Kamera daher nicht ins Innere der Häuser.
