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Basilika San Lorenzo

Basilica di San Lorenzo

Die Basilika zeigt, wie die Erinnerung an die Familie in den dauerhaften Alltag einer aktiven Kirche eingebunden wurde.

30 Min.
Blick auf die Backsteinfassade der Basilika San Lorenzo mit der Kuppel der Kapellen an der Seite.
Björn S. · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Die unverkleidete steinerne Fassade
  • Alte Sakristei
  • Marmortisch über dem Sarkophag
  • Grabplatte vor dem Hauptaltar

Die Geschichte des Ortes

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Die unverkleidete steinerne Fassade gehört zu einer aktiven Basilika. San Lorenzo bedeutet Kirche des Laurentius von Rom – eines römischen Diakons, der während der Christenverfolgung im dritten Jahrhundert hingerichtet wurde. Ihm widmete man die erste Kirche an dieser Stelle; sie wurde bereits im Jahr dreihundertdreiundneunzig geweiht. Die Medici kamen tausend Jahre später hierher.

Zu Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts war San Lorenzo die Pfarrkirche des Viertels, in dem die Familie lebte. Giovanni di Bicci de' Medici, Gründer der Familienbank, erwarb durch Bankgeschäfte ein Vermögen und wollte über sein Geld mit Blick auf seinen eigenen Tod verfügen. Nach dem damaligen Glauben erwartete den Verstorbenen das Fegefeuer, und Messen und Gebete der Lebenden konnten diese Prüfung verkürzen.

Im Jahr tausendvierhundertneunzehn beauftragte Giovanni Filippo Brunelleschi, bei San Lorenzo zwei Kapellen und eine neue Sakristei einzurichten – einen Raum, in dem die Priester Reliquien aufbewahrten, sich auf den Gottesdienst vorbereiteten und Gewänder anzogen. Der Ort war genau gewählt. Durch die Sakristei ging man ständig zum Altar; die Priester hatten immer wieder Anlass, des nahebei liegenden Verstorbenen zu gedenken. Giovanni wollte erreichen, dass die Sorge um seine Seele in den täglichen Ablauf der Kirche eingebunden wurde.

Vor seinem Tod bat er seine Angehörigen, für den guten Weg seiner unsterblichen Seele zu beten. Im Jahr tausendvierhundertneunundzwanzig wurde der Bankier hier zusammen mit seiner Frau Piccarda Bueri beigesetzt. Die Kanoniker erfüllten das festgelegte Totengedenken: Aufzeichnungen berichten noch einige Jahre nach der Beisetzung von Gottesdiensten für Giovanni.

Sein Sohn Cosimo de' Medici setzte das Begonnene fort. Im Jahr tausendvierhundertzweiundvierzig übernahm er die Kosten für den Umbau der gesamten Basilika, und nach seinem Tod wurde er vor dem Hauptaltar, an der Kreuzung von Hauptschiff und Querschiff, beigesetzt. Die Stadtbehörden verliehen ihm posthum den Titel Vater des Vaterlandes und ordneten an, diese Worte auf seinem Grabmal anzubringen. Die folgenden Generationen der Medici tauften hier ihre Kinder, schlossen Ehen, hielten Begräbnisse ab und bestatteten Verwandte rund um die Kirche.

In der Alten Sakristei befindet sich der gemeinsame Sarkophag von Giovanni und Piccarda noch immer unter einem großen Marmortisch, auf dem man die priesterlichen Gewänder ausbreitete. Im Boden vor dem Hauptaltar liegt die Grabplatte von Cosimo de' Medici. Die Familiengräber nahmen zwei Orte ein, an denen der Klerus während des Gottesdienstes vorbeiging: die Sakristei, in der er sich darauf vorbereitete, und den Altar, an dem er ihn feierte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktBiblioteca Medicea Laurenziana
Eintrittmit Ticket

Mo–Sa 10:00–17:30; letzter Besuch 16:30. Sonntag – Gottesdienste; touristischer Eingang geschlossen. Geschlossen 1 Januar, 6 Januar und 10 August.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist eine aktive Kirche: Sprechen Sie leise, beachten Sie die Gottesdienste und halten Sie die Regeln zu Kleidung und Fotografieren ein. Von außen ist die Unvollendetheit der Fassade gut sichtbar, doch die Gräber und Ambonen befinden sich nur im Inneren.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zum linken Rand der Fassade und treten Sie in den Hof der Kanoniker ein.

Stopp 2 von 6Weiter: Biblioteca Medicea Laurenziana

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„San Lorenzo: Die Medici und die Ordnung der Stadt“ — 6 Stopps, etwa 2,6 km, ≈2 Std..

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