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Loggia dei Lanzi

Loggia dei Lanzi

Die Arkade wird zeigen, wie ein Ort republikanischer Zeremonien zur Kulisse herzoglicher Macht wurde.

12 Min.
Loggia dei Lanzi mit drei großen Bögen und Skulpturen auf der Piazza.
Marie Thérèse Hébert & Jean Robert Thibault · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Breite Bögen
  • Bronzener Perseus
  • Kopf der Medusa
  • Skulpturen unter den Bögen

Die Geschichte des Ortes

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Im Namen „Loggia dei Lanzi“ ist ein militärischer Beiname erhalten: Die Florentiner nannten die deutschen Hellebardiere Lanzi und verkürzten damit das Wort „Landsknechte“, obwohl die meisten von ihnen am Hof und nicht in der Feldinfanterie dienten. Das Hauptquartier der Garde befand sich in den benachbarten Gebäuden, und die breiten Bögen dienten als seine Fassade und sein repräsentativer Teil. Jetzt stehen unter ihnen Skulpturen, darunter Perseus: Der Held hat den Kopf der Medusa erhoben, und ihr enthaupteter Körper liegt zu seinen Füßen. Die Loggia gehört den Uffizien, deshalb ist diese Sammlung Tag und Nacht kostenlos zu sehen.

Im Jahr fünfzehnhundertsiebenunddreißig wurde der siebzehnjährige Cosimo I. de’ Medici zum Herzog von Florenz ernannt. Sein Vorgänger war gerade von einem Verwandten ermordet worden, und wenige Monate später versuchten florentinische Exilanten, den neuen Herrscher zu stürzen. Cosimo schlug ihre Abteilung bei Montemurlo, doch danach wollte er seinen eigenen Mitbürgern nicht vertrauen.

Im Sommer fünfzehnhunderteinundvierzig löste er die italienische Wachtruppe auf und stellte hundert deutsche Hellebardiere einschließlich der Offiziere ein. In einem Brief an Admiral Andrea Doria erklärte der Herzog seine Rechnung: Von Ausländern erwartete er größere Treue und weniger Schwierigkeiten als von italienischen Soldaten. Für die Gardisten selbst war es ein Dienst gegen Sold; viele kamen mit ihren Familien. Man brachte sie in Gebäuden nahe dem heutigen Chiasso dei Baroncelli unter, und die offene Arkade wurde zur Fassade und zum repräsentativen Teil des Hauptquartiers der Garde.

Im Sprachgebrauch der Stadt nannte man diese deutschen Gardisten „Lanzi“ – eine Verkürzung von „Landsknechte“. Streng genommen dienten die meisten als Hellebardiere am Hof und nicht als Söldner der Feldinfanterie, doch der umgangssprachliche Name erwies sich als beständiger als die Unterschiede zwischen militärischen Berufen. Von ihnen stammt der Name Loggia dei Lanzi.

Vor dem Erscheinen der Garde hatte die Arkade eine andere Aufgabe. Sie war für Versammlungen der Bürger und öffentliche Zeremonien der Republik errichtet worden. Hier trat die Signoria ihr Amt an – acht gewählte Prioren und der ihnen vorstehende Gonfaloniere di Giustizia. Sie regierten Florenz nur zwei Monate lang, deshalb zeigte die Zeremonie der Stadt regelmäßig ein neues Kollegium von Herrschern. Nun stellten sich vor denselben Bögen bei Hofauftritten die persönlichen Leibwächter des Herzogs auf.

Cosimo festigte die Veränderung mit einem weiteren Auftrag. Im Jahr fünfzehnhundertfünfundvierzig beauftragte er den Hofbildhauer Benvenuto Cellini, für diese Loggia Perseus zu gießen. Der mythische Held hält den abgeschlagenen Kopf der Medusa und tritt auf ihren enthaupteten Körper. Für den Auftraggeber stand Medusa für die Zwistigkeiten der früheren Republik, die er für beendet erklärte. Cellini arbeitete neun Jahre, und am siebenundzwanzigsten April fünfzehnhundertvierundfünfzig stellte man die Bronzefigur unter dem äußersten Bogen auf. Das Publikum nahm sie begeistert auf, und der Bildhauer behielt seinen Platz am Hof. Die Arkade, in der man früher gewählte Amtsträger vereidigte, begann sich in eine Ausstellung von Medici-Skulpturen zu verwandeln.

Cosimo erlebte es, den Titel des ersten Großherzogs der Toskana zu erhalten. Die deutsche Garde schützte seine Nachkommen fast zwei Jahrhunderte lang weiter. Im Jahr siebzehnhundertachtunddreißig ersetzte das neue Haus Lothringen sie durch Schweizer. Das Hauptquartier verschwand, die Zeremonien der Signoria endeten, doch der Name der Söldnergardisten blieb. Perseus steht an dem für ihn vorgesehenen Platz, und die Skulpturen unter den Bögen sind bis heute Tag und Nacht kostenlos sichtbar: Die heutige Loggia gehört den Uffizien.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktInnenhof der Uffizien
Eintrittkostenlose Eintrittskarte

Von der Piazza aus ist die Loggia frei sichtbar; für den Eintritt unter die Bögen ist seit 2026 eine kostenlose Eintrittskarte nötig, die nur vor Ort ausgegeben wird.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Beide Werke können von außen betrachtet werden. Gehen Sie um die Marmorgruppe herum, soweit es der Platz zulässt: Ihre Bewegung erschließt sich beim Wechsel des Blickwinkels.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zwischen den Gebäudeflügeln hinein und unter ihren Portiken entlang.

Stopp 6 von 8Weiter: Innenhof der Uffizien

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Florenz zwischen Dom Santa Maria del Fiore und Ponte Vecchio: Geld und Macht“ — 8 Stopps, etwa 1,3 km, 2–2,5 Stunden.

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