Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Zwei gleiche Gebäudeflügel
- Portiken
- Inschriften über den Türen
- Statue von Cosimo I. de’ Medici mit Gerechtigkeit und Strenge
Die Geschichte des Ortes
Zwischen zwei langen, gleichen Gebäudeflügeln erstreckt sich der Innenhof der Uffizien. Der Hofarchitekt Giorgio Vasari errichtete sie einander gegenüber: Unter den Portiken lagen einzelne Dienststellen, die oberen Stockwerke nahmen herzogliche Kanzleien und Werkstätten ein. In diesen Räumen entschied man, ob die Stadt eine ausländische Münze annahm, welchen Preis man für Brot festsetzte und ob ein Handelsvertrag als gültig galt. Der Name Uffizien bedeutet „Kanzleien“; später wurde die obere Galerie zu einer Sammlung antiker Statuen und Familienraritäten.
Im Jahr eintausendfünfhundertsechzig befahl Cosimo I. de’ Medici, Herzog von Florenz, hier dreizehn städtische Magistraturen zusammenzuführen. So hießen die Einrichtungen, die Handelsstreitigkeiten entschieden, Steuern einzogen, Münzwesen, Preise und Maße überwachten und die Zünfte verwalteten. Cosimo hatte sie von der republikanischen Florenz übernommen. Der Herzog schaffte sie nicht ab, sondern unterstellte sie seinen Beamten und beschloss, sie aus verschiedenen Stadtvierteln näher zum Palazzo Vecchio zu verlegen.
Cosimo stellte das neue Gebäude als Annehmlichkeit für die Einrichtungen selbst dar. Bezahlen sollten es jedoch ebenfalls sie: Jede Magistratur und jede Zunftkorporation musste Geld beisteuern und ihren Anteil an Maurern stellen. Die Herstellerkorporation, die Schmiede, Maurer, Zimmerleute, Waffenschmiede und Schlosser vereinte, konnte die ihr auferlegten Kosten nicht decken. Die Meister lebten von Bau- und Handwerksaufträgen, doch nun bezahlten sie für ein Gebäude, in das der Herzog ihre Vertreter umsiedeln wollte.
Der Hofarchitekt Giorgio Vasari errichtete zwei lange, gleiche Gebäudeflügel einander gegenüber. Hinter den Türen unter den Portiken waren einzelne Einrichtungen untergebracht, darüber die herzoglichen Kanzleien und Werkstätten. Cosimo verlangte außerdem, vom Komplex einen überdachten Übergang direkt zum Palazzo Vecchio zu schlagen. So entstand dieser langgestreckte Innenhof: ein gemeinsamer Durchgang zwischen Reihen von Diensträumen. Der Name „Uffizien“ bedeutet „Kanzleien“.
Über den Eingängen sind noch immer die Namen der früheren Besitzer zu lesen: die Zunft der Geldwechsler, die Zunft der Kaufleute, die Zunft der Ärzte und Apotheker, die Hüter der Gesetze. Hier entschied man, ob eine ausländische Münze in Umlauf gebracht werden durfte, wie viel Brot kosten sollte und ob ein Handelsvertrag gültig war. Hinter den gleichen Fassaden arbeiteten Einrichtungen, von denen das Einkommen der florentinischen Bankiers, Ladenbesitzer und Handwerker abhing.
Das Museum entstand ein Stockwerk höher. Cosimos Sohn, Großherzog Francesco I. de’ Medici, ordnete an, in der oberen Galerie antike Statuen und Familienraritäten unterzubringen, und Bernardo Buontalenti richtete für die kostbarsten Gegenstände die achteckige Tribuna ein. Zunächst ließ man nur ausgewählte Gäste hinein. Im Jahr siebzehnhundertneunundsechzig öffnete Großherzog Pietro Leopoldo die Galerie für die Öffentlichkeit.
Am Bogen auf der Seite des Arno ist der Auftraggeber des ursprünglichen Gebäudes geblieben. Über dem Durchgang steht Cosimo I. de’ Medici, zu seinen Seiten Marmorfiguren der Gerechtigkeit und der Strenge. Darunter ziehen sich Türen mit den Namen der Einrichtungen entlang, die er zwang, sich zu versammeln und für ihren neuen Ort zu bezahlen.
Praktisch vor Ort
Der Innenhof und der Durchgang zwischen den Gebäudeteilen funktionieren als offener Stadtraum; der Eintritt in die Uffizien richtet sich nach einem gesonderten Zeitplan, Ticket und zeitgebundenen Hinweisen.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Um die architektonische Perspektive zu erfassen, braucht man kein Ticket für die Galerie. Stellen Sie sich seitlich vom zentralen Besucherstrom auf: Der Innenhof bleibt ein belebter Durchgang zum Fluss.
