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Borj Nord – Waffenmuseum

برج الشمال

Die Festung verbindet den Ungehorsam von Fès mit der Artillerie, die ein Herrscher oberhalb der Stadtmauern aufstellen ließ.

30 Min.
Die Festung Borj Nord mit zinnenbewehrten Mauern und Blick auf die Stadt
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Spitze Artilleriebastionen
  • Kanonenöffnungen der oberen Plattform
  • Gewölbte Korridore
  • Etwa fünf Meter lange Kanone

Die Geschichte des Ortes

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Borj Nord hatte einen anderen Namen: Borj an-Nar, die Feuerbastion. Hier war Jaysh an-Nar, das Heer des Feuers, stationiert, das der Museumsdirektor als erste Artillerieeinheit Marokkos bezeichnet. Auf der oberen Plattform befinden sich sechsundfünfzig Kanonenöffnungen. Die Rohre konnten die nördlichen Zugänge zu Fès unter Beschuss halten, doch die Höhe wurde auch wegen der Medina darunter gewählt.

Die Saadier kamen aus Marrakesch und nahmen Fès im Jahr eintausendfünfhundertneunundvierzig nach einer hartnäckigen Belagerung ein. Fünf Jahre später gewannen Anhänger der früheren Wattasiden-Dynastie die Stadt zurück; die Saadier mussten sie erneut belagern. Nach dem Sieg bestraften sie einige örtliche Anführer. Fès bewahrte den Ruf einer Stadt, die einem neuen Herrscher nur bis zur nächsten Gelegenheit zustimmte, ihm die Tore zu verschließen.

Im Jahr eintausendfünfhundertachtundsiebzig kämpfte Ahmad al-Mansur, der Bruder des saadischen Sultans Abd al-Malik, in der Schlacht, die darüber entschied, wem der marokkanische Thron zufallen würde. Der gestürzte Muhammad al-Mutawakkil wollte den Thron zurückgewinnen und brachte den portugiesischen König Sebastian zu Hilfe. Abd al-Malik verteidigte seine Herrschaft. Alle drei starben, deshalb nannte man das Gefecht die Schlacht von Alcácer-Quibir. Ahmad al-Mansur blieb Sieger, nahm den Namen Ahmad al-Mansur – der Siegreiche – an und wurde unmittelbar nach der Schlacht Sultan.

Ihm standen Kanonen, Tausende Gefangene und das Lösegeld für den portugiesischen Adel zur Verfügung. Forschende gehen davon aus, dass europäische Gefangene am Bau der Befestigungen von Fès beteiligt waren. Ihre Erfahrung erklärt die spitzen Artilleriebastionen von Borj Nord, die portugiesischen Festungen jener Zeit ähneln. Ahmad al-Mansur zwang Fachleute der besiegten Armee, eine Anlage zu errichten, die die widerspenstigste Stadt seines Staates in Schach halten sollte.

In den eintausendfünfhundertachtziger Jahren entstand über der nördlichen Mauer ein ständiger Artillerieposten. Die Garnison konnte die Straßen überwachen, auf denen feindliche Stämme oder Thronanwärter herankamen. Dieselben Geschütze richteten sich auf Fès el Bali. Für die Einwohner wurde die Entscheidung des Sultans zu einer Festung außerhalb ihrer eigenen Mauern, zu der sie den Zugang nicht durch geschlossene Tore versperren konnten.

Nach der Restaurierung der Jahre eintausendneunhundertzweiundsechzig und eintausendneunhundertdreiundsechzig brachten die Kustoden eine Waffensammlung aus Dar Batha und dem alten Arsenal Makina von Fès hierher. So wurde Borj Nord zum ersten marokkanischen Museum, das der Geschichte der Waffen gewidmet ist. In den gewölbten Korridoren, die für Mannschaften und Munition angelegt waren, stehen heute Vitrinen mit Säbeln, Gewehren, Rüstungen und Kanonen.

Eines der Geschütze ist etwa fünf Meter lang. Nach der Zuordnung des Museums wurde damit in der Schlacht von Alcácer-Quibir geschossen. Diese Kanone ist älter als Borj Nord selbst: Der Sieg verschaffte Ahmad al-Mansur den Thron, gefangene Bauleute und Mittel und brachte die Artillerie anschließend hierher. Nun steht das Geschütz dieser Schlacht innerhalb der Festung, die ihr Sieger über Fès errichten ließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktPfad zu den Merinidengräbern
Eintrittmit Ticket

Mittwoch–Montag 09:00–12:00 und 15:00–18:00; Dienstag geschlossen.

Geprüft: 22. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Waffensammlung und die große saadische Kanone sind nur im Museum zu sehen; prüfen Sie Zugang und Besuchsbedingungen gesondert. Von außen bleibt die Festung ein vollwertiger Halt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die Bastionen hinter sich und gehen Sie zum offenen Hang in Richtung der Nekropole.

Stopp 3 von 6Weiter: Pfad zu den Merinidengräbern

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Nordmauern und Höhen von Fès“ — 6 Stopps, etwa 3,9 km, 1 Std. 30 Min..

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