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Bab Semmarine

Bab Semmarine / باب السمارين

Der befestigte Durchgang erklärt, wie das Bündnis mit den Bewohnern des benachbarten Viertels den Kampf um die Palaststadt entschied.

15 Min.
Bab Semmarine, Fès
Ralf-André Lettau · CC BY-SA 2.5; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Der linke verzierte Bogen
  • Zwei gerade Durchgänge
  • Türme über dem Tor
  • Die Hauptgeschäftsstraße

Die Geschichte des Ortes

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Bab Semmarine bedeutet „Tor der Hufschmiede“. Semmarine nannte man die Korporation der Schmiede, die Hufeisen schmiedeten und sie an die Hufe von Pferden und Maultieren nagelten. Ihre Werkstätten standen neben dem Durchgang: Hier begann die Hauptgeschäftsstraße von Fès el-Jdid, und durch das Tor zogen Reit- und Lasttiere.

Sultan Abu Yusuf Yaqub ließ Fès el-Jdid im Jahr eintausendzweihundertsechsundsiebzig als eigenständige Palaststadt errichten. Bab Semmarine wurde ihr südlicher Eingang. Später entstand südlich davon der Mellah, und das Tor lag nun innerhalb der gemeinsamen Befestigungslinie – an der Grenze zwischen dem Viertel und der Stadt des Sultans.

Im Sommer eintausendsechshundertsechsundsechzig brauchte Moulay ar-Rashid, ein Anwärter auf den Sultanstitel, diesen Durchgang. Fès war damals zwischen Rivalen geteilt. Der Militärherrscher ad-Duraidi erklärte sich selbst zum Sultan, hielt Fès el-Jdid und wollte die Palaststadt für sich behalten. Ar-Rashid benötigte die Anerkennung der Einwohner und Gelehrten von Fès: Ohne sie machten ihn seine Eroberungen im Osten des Landes noch nicht zu einem allgemein anerkannten Herrscher.

Mehrere Versuche, Fès im offenen Sturmangriff einzunehmen, scheiterten. Daraufhin einigte sich ar-Rashid mit den Bewohnern des Mellah. Ad-Duraidi belastete die Gemeinde mit hohen Abgaben, und seine Leute nahmen jüdischen Kaufleuten Waren weg. Ar-Rashid versprach Frieden und Befreiung von der Kopfsteuer, wenn man ihm den Weg durch das Viertel öffnete.

Am vereinbarten Tag lenkten seine Krieger die Verteidiger an den Mauern ab, und das Tor auf der Seite des Mellah wurde geöffnet. Ar-Rashid nahm Fès el-Jdid ein, und ad-Duraidi floh. Eine jüdische Chronik aus Fès verteilt die Ereignisse auf zwei Nächte: Zuerst übernachtete der Anwärter im Mellah, und am nächsten Morgen öffnete man ihm ausdrücklich Bab Semmarine. Dieselbe Chronik behauptet, ad-Duraidi sei gefasst und am Tor gekreuzigt worden; den Stadtbewohnern habe man befohlen, zu kommen und die Hinrichtung zu sehen. In einer anderen marokkanischen Chronik gelang dem Gegner die Flucht, deshalb bleibt dieser Ausgang umstritten.

An der Niederlage ad-Duraidis besteht kein Zweifel. Nach Fès el-Jdid ergab sich auch das alte Fès; Einwohner und Gelehrte leisteten ar-Rashid den Treueid als Sultan. Er wurde der erste Sultan der alawitischen Dynastie.

Der Durchgang, der für ihn geöffnet wurde, sah anders aus. Unter den Türmen bog die Straße mehrmals im rechten Winkel ab, damit Reiter nicht im vollen Galopp eindringen konnten. Im zwanzigsten Jahrhundert wurden die inneren Mauern für Busse durchbrochen und zwei gerade Durchgänge angelegt. Auf der Seite des Mellah ist der alte Eingang der linke verzierte Bogen; an der möglichen Hinrichtungsstätte ad-Duraidis gibt es weder eine Tafel noch eine Inschrift.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktJnan Sbil
Eintrittvon außen

Offener städtischer Durchgang ohne Eintrittsregelung; achten Sie auf Verkehr und den dichten Fußgängerstrom. Nach offenen Quellen geprüft am 2026-06-29.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie das Tor von der sicheren Seite des Durchgangs: Hier vermischen sich Fußgänger, Handel und Verkehr, bleiben Sie deshalb für ein Foto nicht auf der Fahrtrasse stehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den befestigten Durchgang und folgen Sie durch Fès el-Jdid zum Garten.

Stopp 5 von 6Weiter: Jnan Sbil

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Fès el-Jdid: Palast, Mellah und Jnan Sbil“ — 6 Stopps, etwa 2,3 km, etwa 2–2,5 Stunden.

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