Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Sieben Bogenöffnungen
- Getriebene Metalltürflügel
- Weißer Marmor
- Grüne Dachziegel
Die Geschichte des Ortes
Der Platz trägt den Namen der Alawiden, einer Dynastie, deren Herrscher sich bereits im siebzehnten Jahrhundert in Fès niederließen. Hinter der geschmückten Fassade erstreckt sich weiterhin das geschlossene Palastviertel, in dem die Residenz des Monarchen und staatliche Einrichtungen nebeneinander bestanden. Die sieben Bögen, die getriebenen Türflügel, der weiße Marmor, der geschnitzte Gips und die grünen Dachziegel gehören zu dem Eingang, der in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eingerichtet wurde. Zuvor lag der Hauptdurchgang zum Palast auf der nordöstlichen Seite, bei einem Hof für Empfänge und Bittgesuche.
Im Frühjahr des Jahres neunzehnhundertelf geriet Sultan Abd al-Hafid zum Gefangenen seines eigenen Palasts. Stämme aus dem Mittleren Atlas umzingelten Fès, und im Dar al-Makhzen – dem „Haus der Schatzkammer“, in dem sich staatliche Behörden und die Residenz des Sultans befanden – wartete man auf den Sturm.
Abd al-Hafid gehörte zu den Alawiden, einer Dynastie aus dem Tafilalt, die als Nachkommen des Propheten Mohammed galt. Ihre Herrscher fassten im Jahr sechzehnhundertsechsundsechzig in Fès Fuß. Ihnen ist der Name des Platzes gewidmet.
Abd al-Hafid bestieg drei Jahre vor der Belagerung den Thron, nachdem er seinen jüngeren Bruder Abd al-Aziz gestürzt hatte. Die Gelehrten von Fès willigten ein, den neuen Sultan unter folgenden Bedingungen anzuerkennen: Er sollte die verhassten Steuern abschaffen, die Privilegien der Ausländer einschränken und die von französischen Truppen besetzten Städte zurückgeben. Ihre Unterstützung entschied den Kampf um den Thron.
Die Versprechen stießen auf eine leere Schatzkammer. Hof, Beamte und Armee mussten unterhalten werden, und Abd al-Hafid führte eine Geldsteuer auf Eigentum und Vieh wieder ein, verkaufte Ämter, beschlagnahmte Eigentum und verhandelte über einen neuen ausländischen Kredit. Für die Bewohner des Mittleren Atlas bedeutete das eine weitere Abgabe auf das, womit sie ihre Familien ernährten. Als die Stämme von dem neuen großen Kredit hörten, zogen sie nach Fès und schlossen den Sultan hinter den Palastmauern ein.
Abd al-Hafid bat ausgerechnet jene französischen Truppen um Hilfe, deren Abzug aus dem Land er versprochen hatte. Am einundzwanzigsten Mai neunzehnhundertelf rückte ein Expeditionskorps in Fès ein und beendete die Belagerung. Die Rettung forderte rasch ihren Preis. Am fünfzehnten August überließ der Sultan der französischen Seite die Führung über seine Armee. Die Soldaten wurden nun von den Franzosen besoldet, und die französischen Berater besetzten die Posten der marokkanischen Befehlshaber.
Am dreißigsten März neunzehnhundertzwölf unterzeichnete Abd al-Hafid unter Druck einen Vertrag, der den größten Teil Marokkos in ein französisches Protektorat verwandelte. Noch einige Monate später wurde er zur Abdankung gezwungen. Den Sultan schickte man nach Frankreich, und den Thron übergab man seinem Bruder Yusuf. Der Mann, den die französische Armee aus diesem Palast befreit hatte, verließ das Land nun unter französischer Aufsicht.
Die sieben Tore vor dem Palast sahen nichts davon. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts lag der Haupteingang auf der anderen, nordöstlichen Seite des Komplexes, beim alten Mechouar – einem Hof für Empfänge und Bittgesuche. Den heutigen Platz legte man später an, und den geschmückten Eingang errichtete man auf Anordnung eines anderen Alawiden, Hassan II., zwischen den Jahren neunzehnhundertneunundsechzig und neunzehnhunderteinundsiebzig. Daher stammen die sieben Öffnungen, die getriebenen Türflügel, die Mosaiken, der weiße Marmor, der geschnitzte Gips und die grünen Dachziegel.
Hinter ihnen liegt derselbe geschlossene Palastkomplex, in dem Abd al-Hafid auf den Ausgang der Belagerung wartete. Die Türen wechselten, der Haupteingang wurde verlegt, und der Platz erhielt den Namen seiner Dynastie.
Praktisch vor Ort
Der Platz ist als städtischer Raum geöffnet; der Palast selbst ist für gewöhnliche Besuche geschlossen. Nach offenen Quellen geprüft 2026-06-29.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Palast ist in Betrieb und für Besuche geschlossen; bleiben Sie auf dem Platz, befolgen Sie die Anweisungen des Sicherheitspersonals und versuchen Sie nicht, sich Dienstzugängen zu nähern.
