Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Helle Fassade des Stadthauses
- Vier korinthische Säulen
- Giebel mit goldenem königlichem Wappen
Die Geschichte des Ortes
Das östliche Ende der geraden Hauptstraße der New Town schließt ein Platz ab, der als Gegenstück zum westlichen gedacht war. Sein Name verweist auf den Schutzheiligen Schottlands, während man sich am gegenüberliegenden Ende der Achse an den Schutzheiligen Englands erinnert: Straßen und Plätze bilden hier ein gemeinsames Ensemble von Symbolen der beiden Teile des Königreichs. Über der hellen Fassade fällt ein goldenes Wappen auf, das aus der Zeit stammt, als das Haus einer Behörde zum Einzug staatlicher Abgaben diente; später wuchs es zu einem Bankkomplex heran.
An der Ostseite des Platzes steht ein helles Stadthaus mit vier korinthischen Säulen und einem goldenen königlichen Wappen im Giebel. James Craig hatte an dieser Stelle eine Kirche vorgesehen.
Craig war ein junger, wenig bekannter Architekt, als der Stadtrat ihn mit der Planung eines neuen Edinburgh beauftragte. Der Rat wollte wohlhabende Familien, von denen Handel und Stadteinnahmen abhingen, aus den engen Grenzen der Altstadt herausführen. Im Juli siebzehnhundertsiebenundsechzig genehmigte der Rat Craigs Entwurf: drei gerade Straßen, Baublöcke gleicher Breite und an jedem Ende der Hauptachse einen Platz.
Die Namen bildeten ein geschlossenes Ensemble. Den östlichen Platz widmete Craig St Andrew, dem Apostel, Jünger Christi und Schutzheiligen Schottlands. Den westlichen benannte er nach St George, dem Schutzheiligen Englands. Dazwischen verlief die George Street, benannt nach König Georg dem Dritten; die Nebenstraßen erhielten die Namen der schottischen Distel und der englischen Rose. Auf den beiden Plätzen sollten die Kirchen der jeweiligen Heiligen einander gegenüberstehen. So verwies der Name St Andrew Square sowohl auf Schottland als auch auf ein konkretes Gebäude am Ende der Sichtachse.
Anspruch auf das für die Kirche vorgesehene Grundstück erhob Sir Lawrence Dundas – Militärlieferant, Abgeordneter für Edinburgh und ein Mann, der ein Stadthaus brauchte, das seiner neuen Stellung entsprach. Dundas hatte sein Vermögen erworben, indem er die British Army während des Jakobitenaufstands und des Siebenjährigen Kriegs belieferte: Er war für Lebensmittel und Ausrüstung der Truppen verantwortlich und investierte die Gewinne in Land und Immobilien. Dundas half dabei, ein Gesetz durchs Parlament zu bringen, das Edinburgh erlaubte, seine Stadtgrenzen zu erweitern, besaß Land östlich des künftigen Platzes und konnte das für die Kirche reservierte Grundstück erlangen.
Im Jahr siebzehnhunderteinundsiebzig beauftragte er William Chambers mit einem großen Stadthaus. Drei Jahre später war das Haus fertig. Die Kirche musste sich einen anderen Standort suchen: Sie wurde im Jahr siebzehnhundertvierundachtzig an der Nordseite der George Street eröffnet. Dundas erhielt die beste Adresse des neuen Viertels, und der Platz behielt den Namen des Heiligen, dessen Kirche nicht mehr dort stand.
Nach Dundas' Tod erbte sein Sohn das Stadthaus. Im Jahr siebzehnhundertvierundneunzig kaufte es die Verbrauchsteuerbehörde, die staatliche Abgaben einzog; damals erschien auch das goldene königliche Wappen im Giebel. Im Jahr achtzehnhundertfünfundzwanzig erwarb die Royal Bank of Scotland das Haus und erweiterte es schrittweise zu einem Bankkomplex.
St Andrew's Church steht an der George Street. Ihren Platz am St Andrew Square nimmt die Bank ein.
Praktisch vor Ort
Privater Garten, der für den öffentlichen Durchgang geöffnet ist; Zugang und einzelne Durchgänge können sich wegen Veranstaltungen ändern.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie den Garten und den Bereich um die Säule nur von den offenen Wegen aus; umgehen Sie keine abgesperrten Bereiche des Zauns.
