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Worauf achten
- Steinturm
- Mast
- Signalskugel
- Schmale Fenster
Die Geschichte des Ortes
Der Steinturm auf dem Gipfel des Calton Hill wurde zum Gedenken an Admiral Nelson errichtet; der Architekt Robert Burn gab ihm die Form eines umgedrehten Fernrohrs. Der Ort wurde dort gewählt, wo bereits ein Mast zur Übermittlung von Nachrichten an Schiffe stand, deshalb war das maritime Denkmal von Anfang an mit dem Leben des Hafens verbunden. Über den schmalen Fenstern erhebt sich ein Mast, und daran hängt eine Signalskugel mit einem Holzgerüst unter einer Zinkverkleidung. Nach der Restaurierung brachte man sie auf den Turm zurück, und die schon von weitem vertraute Spitze erhielt wieder ihren früheren Gegenstand.
Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts mussten Kapitäne aus dem Hafen von Leith mit Schiffschronometern auf den Calton Hill steigen. Diese Uhren bewahrten die Zeit des Ausgangsmeridians: Durch den Vergleich mit der Ortszeit berechnete der Navigator die Länge – die Position des Schiffes östlich oder westlich. Ein Fehler des Chronometers wurde zu einem Fehler auf der Seekarte.
Der Königliche Astronom von Schottland Charles Piazzi Smyth wollte die genaue Zeit vom Hügel direkt an die Schiffe übertragen. Im Jahr eintausendachthundertsechsundvierzig erwirkte er die Zustimmung der Stadt und der Admiralität zur Installation einer Signalskugel. Dafür wählte man diesen Turm: Er steht am höchsten Punkt des Calton Hill, seine Spitze ist von Leith und vom Ankerplatz im Firth of Forth aus sichtbar, und in der Nähe befanden sich die City Observatory und ihre präzisen Uhren.
Die Anlage wurde erst sieben Jahre später hergestellt. Der Edinburgher Uhrmacher Frederick James Ritchie installierte einen Mechanismus, der in der entscheidenden Sekunde ohne menschliches Zutun auslösen sollte. Kurz vor dreizehn Uhr zog man die Kugel am Mast hoch. Um Punkt dreizehn Uhr kam von den Uhren der City Observatory ein elektrischer Impuls über eine unterirdische Leitung, löste die Sperrklinke, und die Kugel begann zu fallen. Die Kapitäne sahen den Moment des Falls und glichen ihre Chronometer ab, ohne das Schiff zu verlassen.
Die ersten Tests enthüllten eine unangenehme Tatsache: Das Signal war nicht zuverlässig genug, deshalb musste es für inoffiziell erklärt werden. Ritchie verbesserte den selbsttätigen Fallmechanismus, und Smyth setzte die Prüfungen bei unterschiedlichem Wetter fort. Erst im März eintausendachthundertvierundfünfzig erkannte man die Kugel als offizielles Signal an. Fünf Jahre später verlieh eine Fachgesellschaft Ritchie ihre höchste Auszeichnung für ein Modell dieser Auslösevorrichtung.
Es blieb ein Hindernis, das der Uhrmacher nicht beseitigen konnte: Wolken und Seenebel verbargen die Spitze des Hügels. Smyth erwirkte ein zweites Signal. Im Jahr eintausendachthunderteinundsechzig installierte man im Edinburgh Castle eine Zeitkanone, die mit dem Calton Hill durch eine etwa eintausendzweihundert Meter lange elektrische Leitung verbunden war. Wenn ein Kapitän den Fall der Kugel nicht sah, konnte er seine Uhr nach dem Schuss stellen und dabei die Zeit berücksichtigen, die der Schall bis zum Hafen brauchte.
Der Turm selbst entstand vor diesem System. Im Jahr eintausendachthundertfünf befehligte Vizeadmiral Horatio Nelson die Flotte des Vereinigten Königreichs in der Schlacht von Trafalgar und wollte die vereinten französischen und spanischen Kräfte vernichten. Seine Schiffe durchbrachen die gegnerische Formation und errangen einen entscheidenden Sieg. Nelson wurde an Bord des Flaggschiffs HMS Victory tödlich verwundet; er erfuhr noch vom Ausgang der Schlacht und starb am selben Tag.
Als die Nachricht vom Sieg und vom Tod des Admirals eintraf, sammelten Spender aus Edinburgh Geld für ein Denkmal. Der Architekt Robert Burn gab dem Turm die Form eines umgedrehten Fernrohrs. Der Ort wurde auch gewählt, weil auf dem Gipfel bereits ein Mast zur Übermittlung von Nachrichten an Schiffe stand. Das Denkmal für einen Mann, der in der Flotte ums Leben kam, war von Anfang an für echte maritime Kommunikation bestimmt.
Am Mast befindet sich noch immer die Signalskugel – ein Holzgerüst mit Zinkverkleidung. Nach einer weiteren Restaurierung brachte man sie im Juni zweitausendfünfundzwanzig hierher zurück: Über dem Turm hängt wieder die Vorrichtung, durch die Kapitäne aus Leith nicht mehr mit ihren Uhren an Land gehen mussten.
Praktisch vor Ort
Täglich 10:00–15:30; prüfen Sie vor dem Besuch die offizielle Seite des Monuments.
Geprüft: 12. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Alle wichtigen Details sind von außen sichtbar. Betrachten Sie den Aufstieg ins Innere als einen eigenen Besuch und klären Sie den Zugang im Voraus, falls er Ihnen wichtig ist.
