Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Der langgestreckte, zweigeschossige Baukörper
- Die seitlichen Bastionen
- Der halbkreisförmige nördliche Anbau
- Das Steinmauerwerk
Die Geschichte des Ortes
Der lange, zweigeschossige Baukörper mit Vorsprüngen an den Rändern bildet den alten Teil der Festung, und im Norden schließt sich ein abgerundeter Anbau an, den österreichische Militärs in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hinzufügten. Den Stein für die Mauern schleppten Bewohner der umliegenden Dörfer zusammen mit ihren eigenen Maultieren bergauf; zuvor legten sie einen langen gewundenen Weg am Hang an. Heute befindet sich in diesen Räumen das Museum des kroatischen Unabhängigkeitskriegs.
Am achten Juli achtzehnhundertsechs stiegen französische Befehlshaber auf den Srđ und wählten diesen Platz für eine neue Festung. Einige Tage zuvor hatten russische und montenegrinische Batterien von hier aus die französische Garnison in Dubrovnik beschossen. Die Höhe erlaubte es, die Stadt, den Hafen und die Straßen auf dem Plateau unter Feuer zu nehmen. Die Franzosen hatten diese Verwundbarkeit gerade selbst erfahren.
Die Belagerung begann wegen einer Entscheidung des Dubrovniker Senats. Die Republik Ragusa – ein unabhängiger Staat mit dem Mittelpunkt in der Stadt – versuchte, ihre Neutralität zwischen Frankreich und Russland zu bewahren. Die Senatoren öffneten dem französischen General Jacques Lauriston die Tore: Er versprach, Dubrovnik zu schützen und anschließend nach Kotor weiterzuziehen. Seine Soldaten blieben in der Stadt. Daraufhin besetzten russische und montenegrinische Truppen die umliegenden Höhen. Die Franzosen schlugen sie zurück und beschlossen, an der Stelle einer der Batterien eine dauerhafte Befestigung zu errichten.
Der Bau zog sich über sechs Jahre hin. Im Jahr achtzehnhundertelf stellte Napoleon Geld für die Befestigungen und Häfen des eroberten Gebiets bereit und schickte die Befestigungskommission von Hauptmann Epron nach Dubrovnik. Die Ingenieure Blanc und Sebè leiteten die Arbeiten auf dem Srđ. Stein und die übrigen Materialien schafften die Einwohner der Gegend hinauf. Bauern wurden mitsamt ihren eigenen Maultieren aus den umliegenden Dörfern herbeigetrieben: Die Tiere, von denen Wirtschaft und Dorftransport abhingen, mussten nun dem französischen Bau dienen. Bevor sie die Mauern errichten konnten, mussten die Menschen einen langen Serpentinenweg in den Hang schlagen.
Am fünfzehnten August achtzehnhundertzwölf erklärte man die Arbeiten feierlich für abgeschlossen. Der Tag wurde wegen Napoleon gewählt: Es war sein Geburtstag. Das Fort erhielt den Namen „Imperial“ – „Kaiserlich“ – und wurde Napoleon dem Ersten gewidmet.
Fünfzehn Monate später erschienen Bewohner derselben Dubrovniker Bezirke vor den Toren der Festung. Die französische Armee erlitt in Europa Niederlagen, und die ehemaligen Untertanen der aufgelösten Republik erhoben sich in der Hoffnung, ihren Staat zurückzugewinnen. Am dreiundzwanzigsten November achtzehnhundertdreizehn rückten Menschen aus Konavle, Cavtat, Župa und Brgat unter dem Kommando der Dubrovniker Aristokraten Vlaho Kaboga und Dživo Natali bis vor die Tore des Forts vor. Sie hatten vor allem Gewehre; die französische Artillerie beschoss sie aus der Festung, von Lokrum und aus der Stadt. Die Mauern, für die die örtlichen Bauern Stein hinaufgeschafft und ihre Maultiere hergegeben hatten, konnten sie nicht einnehmen. Die Aufständischen blieben auf benachbarten Stellungen und setzten die Blockade fort.
Im Januar achtzehnhundertvierzehn lieferten die Briten schwere Geschütze, und österreichische Einheiten schlossen sich der Belagerung an. Die Bewohner Dubrovniks transportierten Artillerie, bedienten die britische Batterie und hielten die Zugänge. Nach vier Tagen Beschuss begann der französische Befehlshaber Verhandlungen über die Kapitulation. Die Aufständischen erreichten die Vertreibung der Franzosen. Die Republik kehrte nicht zurück: Die Verbündeten schlossen die Bewohner Dubrovniks von den Verhandlungen aus, österreichische Soldaten besetzten die Stadt, und die von den Einwohnern gehisste Flagge der Republik wurde schon am nächsten Tag abgenommen.
Auch die österreichische Armee erhielt das Fort. Der langgestreckte, zweigeschossige Steinbau mit seitlichen Bastionen bildet den französischen Kern der Festung; den halbkreisförmigen Teil auf der Nordseite fügten österreichische Militärs in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts an. Im Inneren befindet sich heute das Museum des kroatischen Unabhängigkeitskriegs. Der Name „Imperial“ bezieht sich weiterhin auf Napoleon, an dessen Geburtstag die Einwohner der Gegend damit fertig wurden, Stein hierher hinaufzuschaffen.
Praktisch vor Ort
Eine Außenbesichtigung ist bei Zugang zum Gipfelgelände möglich; das Museum im Inneren hat eigene Öffnungszeiten und erfordert eine eigene Eintrittskarte. Wegen künftiger Arbeiten am Fort kann es vorübergehende Einschränkungen geben.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie um den zugänglichen äußeren Teil herum, ohne Absperrungen und Dienstwege zu betreten. Der Eintritt in das Museum im Inneren des Forts erfordert einen gesonderten Besuch.
