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St. Audoen’s Gate

St Audoen's Gate / Dublin City Wall

Hier beginnt die Route mit einer Entscheidung, die die befestigte Stadt rettete, aber ihre Vorstädte ruinierte.

8 Min.
St. Audoen’s Gate
Harold Strong · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Steinbogen
  • Durchgang in der Stadtmauer
  • Obere Kante des Mauerwerks

Die Geschichte des Ortes

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Der Bogen erhielt seinen Namen von der benachbarten St. Audoen’s Church, die Audoenus von Rouen, dem Bischof aus Rouen und Patron der Normandie, geweiht ist: Die anglo-normannischen Bewohner Dublins verehrten ihn besonders. Der Steinbogen durchbricht die alte Stadtmauer, und darüber ist noch die obere Kante des Mauerwerks zu erkennen. Der Turm über dem Durchgang ist verschwunden, Zinnen und Mauerkrone wurden später umgebaut. Hierher brachte man einst Blöcke der abgerissenen Dominikanerkirche, doch im heutigen Mauerwerk lässt sich keiner von ihnen mehr sicher erkennen.

Mitte des dreizehnten Jahrhunderts ließen der Dubliner Bürgermeister und die Stadtgemeinde diesen Durchgang in die alte Steinmauer brechen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Bürger bereits das aufgeschüttete Ufer der Liffey bebaut, dort Anlegestellen angelegt und das neue Viertel weiter nördlich mit einer weiteren Mauer umgeben. Die frühere Grenze lag nun innerhalb der Stadt, und der Bogen verband die oberen Straßen mit dem Flussufer. In den Dokumenten wurde er Water Gate genannt; über dem Durchgang stand ein Turm. Von allen mittelalterlichen Stadttoren Dublins ist nur dieses erhalten geblieben.

Der heutige Name stammt von der benachbarten St. Audoen’s Church. Audoenus von Rouen war ein Bischof des siebten Jahrhunderts und Patron der Normandie. Die anglo-normannischen Siedler Dublins verehrten ihn; von der Kirche ging sein Name auf den Bogen über.

Im Februar eintausenddreihundertsiebzehn lagerten bei Castleknock, in Sichtweite der Stadtmauern, der schottische König Robert I. Bruce und sein Bruder Edward Bruce. Verbündete gälische Herrscher hatten Edward zum König von Irland ausgerufen, und nun wollten die Brüder Dublin einnehmen, das Zentrum der englischen Verwaltung der Insel.

Für die Verteidigung war der Bürgermeister Robert de Nottingham zuständig. Die Mauern waren zu diesem Zeitpunkt schlecht unterhalten: Türme waren an private Bewohner vermietet, Zugänge zu den Befestigungen waren versperrt, Bürger bauten Mauerwerk ab, und der Graben wurde mit Abfall aufgefüllt. Nottingham befahl, den verwundbaren Abschnitt am Fluss unverzüglich zu verstärken.

Man beschloss, den Stein bei den Dominikanern zu holen. Am Nordufer der Liffey stand das nach einem Brand erst kürzlich wiederhergestellte St. Saviour’s Priory. Die Bürger rissen dessen Kirche ab, und Steinmetze verwendeten die Blöcke am Bogen von St. Audoen’s, am Tor in der Winetavern Street und entlang des Kais. Anschließend zerstörten die Dubliner die Brücke über die Liffey. Nottingham ordnete an, die westliche Vorstadt niederzubrennen: Entlang der heutigen Thomas Street standen Holzhäuser und Läden, sodass die Bewohner zugleich Wohnraum und Handel verloren.

Die Brüder Bruce verzichteten auf die Belagerung und führten ihr Heer nach Süden. Dublin entging dem Sturmangriff, musste aber noch viele Jahre für die eigene Verteidigung bezahlen. Rund drei Viertel der städtischen Abgaben an die englische Krone stammten zuvor aus den Vorstädten; nach dem Brand baten die Bürger um niedrigere Zahlungen, und ab eintausenddreihundertneunzehn wurden ihnen Erleichterungen gewährt. Der englische König verpflichtete sie außerdem, den Dominikanern die Kirche neu zu bauen – auf Kosten der Stadt.

Von dem eilig errichteten Mauerwerk aus eintausenddreihundertsiebzehn ist keine erkennbare Spur geblieben: Keinen sichtbaren Block kann man sicher als Stein des Klosters bezeichnen. Der Turm über dem Tor verschwand, die Mauerkrone und die Zinnen wurden später umgebaut. Erhalten blieb der Durchgang selbst, zu dem Dubliner Steinmetze die abgerissene Kirche heranbrachten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort8 Min.
Nächster PunktSt. Audoen’s Church
Eintrittoutdoor

Von außen ist der Ort jederzeit zu erschließen. Der Komplex des St Audoen’s Visitor Centre ist offiziell täglich 09:30–17:30 geöffnet, letzter Einlass 16:45; für den eigentlichen Kirchenbereich ist angegeben, dass das Datum der vollständigen Wiedereröffnung noch nicht bestätigt ist.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie das Tor vom Gehweg aus und halten Sie sich nicht im Durchgang auf. Die gesamte Geschichte lässt sich von außen erschließen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Stadtmauer hinauf zur benachbarten mittelalterlichen Kirche.

Stopp 1 von 7Weiter: St. Audoen’s Church

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Dublin: Von den Stadtmauern bis Trinity College Dublin“ — 7 Stopps, 2,1 km, 1 Std. 35 Min..

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