Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Gepflasterter Hof
- Platanen
- Langer Gebetssaal
- Zellen der Medrese
Die Geschichte des Ortes
Im Jahr siebenhundertdreiunddreißig oder siebenhundertvierunddreißig teilte der arabische Feldherr Maslama ibn Abd al-Malik, der Derbent eingenommen hatte, die Stadt in Viertel und ordnete an, in jedem eine eigene Moschee zu errichten. Für das gemeinsame Freitagsgebet entstand eine einzige Hauptmoschee – die Dschuma-Moschee. Später errichtete man ihr gegenüber eine Medrese. Zwischen dem langen Gebetssaal und den Zellen der Schüler blieb ein großer gepflasterter Hof: In der Enge der Magalen fanden hier religiöse Zeremonien, Feste und Versammlungen der Stadtbewohner Platz.
Im Jahr eintausendneunhundertachtunddreißig schloss man die Moschee, und der Komplex wurde städtischen Einrichtungen übergeben. Den Gebetssaal und die angrenzenden Räume unterteilte man für staatliche Zwecke. Die Freitagsversammlung verschwand von dem Platz, für den sie einst angelegt worden war.
Anfang eintausendneunhundertdreiundvierzig beschloss der Rat der Volkskommissare der UdSSR, den Komplex der muslimischen Geistlichkeit zurückzugeben. Im Dokument wurden sofort zwei Ziele genannt: Gottesdienst und das Sammeln von Spenden für die Front. Die Übergabe des Gebäudes bedeutete noch nicht seine Eröffnung. Im folgenden Jahr räumten die Gläubigen von Derbent die staatlichen Räume aus und bauten sie erneut um. Die Arbeiten wurden durch private Spenden bezahlt – in Kriegszeiten sammelten die Einwohner selbst Geld, um wieder eine gemeinsame Moschee zu erhalten.
Dann verabschiedete die Gemeinde eine Satzung und wählte einen Vorstand aus zwanzig Personen. Es wurden zwei Imame eingesetzt: einer für die Sunniten, der andere für die Schiiten. So wurde in der Ordnung der wiederhergestellten Moschee die Anwesenheit beider Gemeinden von Derbent festgeschrieben.
Im Dezember eintausendneunhundertvierundvierzig hielt man hier wieder einen großen Gottesdienst ab – eine schiitische Gedenkzeremonie für Imam Hussein. Einige Tage später betete der gewählte schiitische Imam während einer Predigt für den Sieg der Roten Armee und für ein langes Leben Stalins. Nach ihrer Eröffnung blieb die Dschuma-Moschee bis zum Beginn der neunziger Jahre die einzige aktive Moschee ganz Süd-Dagestans; zum Gebet reiste man aus anderen Bezirken hierher.
An Freitagen nehmen die Betenden auch heute nicht nur den Saal ein, sondern ebenso die Steinplatten zwischen der Moschee und der Medrese. Platanen stehen über eben jenem Hof, den die Einwohner von Derbent mit ihrem Geld und ihrer Arbeit aus einem staatlichen Hof wieder in einen gemeinsamen Stadtplatz verwandelten.
Praktisch vor Ort
Aktive Moschee ohne garantierte touristische Öffnungszeiten; der Zugang hängt von Gebeten und Restaurierungsarbeiten ab. Im Februar 2026 dauerten die Arbeiten an, eine offizielle Bestätigung ihres Abschlusses bis zum 24.06.2026 wurde nicht gefunden.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Berücksichtigen Sie die Gebetsfunktion des Ortes: Halten Sie die Kleidungsvorschriften ein, schalten Sie den Ton Ihres Telefons aus und verschieben Sie die Besichtigung, wenn ein Gottesdienst stattfindet.
