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Alai Minar

Alai Minar

Der unverkleidete Kern bewahrt genau den Moment, an dem der Versuch endete, den Qutb Minar zu übertreffen.

10 Min.
Das raue steinerne Fundament des Alai Minar mit dem Qutb Minar in der Ferne.
Guptapiyush472 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Das runde Fundament
  • Grobes Steinmauerwerk
  • Die unverkleidete Oberfläche
  • Der Qutb Minar gegenüber

Die Geschichte des Ortes

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Im Hof der alten Freitagsmoschee, gegenüber dem Qutb Minar, bereitete man hier ein zweites Minarett vor. Ala ad-Din Khalji erweiterte den Hof und befahl, es genau hier zu errichten, obwohl er seine eigene Hauptstadt Siri in einem anderen Teil von Delhi baute. Das Fundament war doppelt so breit wie der benachbarte Turm geplant, und die Höhe sollte etwa das Doppelte erreichen. Jetzt dunkelt im Gras ein rauer Kreis aus Steinmauerwerk, während am Qutb Minar daneben Balkone und Inschriften mehrerer Herrscher zu sehen sind.

Der runde, etwa fünfundzwanzig Meter hohe Block aus grobem Stein ist der Kern des ersten Geschosses eines Turms, den man nicht mehr verkleiden konnte. Steinmetze sollten dieses unebene Mauerwerk mit behauenem Stein verkleiden und die Geschosse weiter nach oben führen. Einen fertigen Turm hat man hier nicht zerstört: Die Arbeiten endeten genau in diesem Stadium.

Der Turm heißt nach seinem Auftraggeber Ala ad-Din Khalji Alai Minar, dem Sultan von Delhi, der den Qutb Minar übertreffen wollte. Für das neue Bauwerk wählte er die alte Freitagsmoschee, obwohl er seine eigene Hauptstadt Siri in einem anderen Teil von Delhi errichtete. Hier stand bereits der berühmte Turm der früheren Sultane. Ala ad-Din erweiterte den Moscheehof und befahl, dem Turm gegenüber ein zweites Minarett zu errichten, das für einen völlig anderen Maßstab ausgelegt war.

Der Hofdichter Amir Khusrau, der die Chronik der Siege seines Schutzherrn verfasste, hielt den Plan ohne besondere Bescheidenheit fest: Der alte Turm sollte ein Gegenstück erhalten, über dem sich nichts mehr würde errichten lassen. Der Umfang des Fundaments sollte verdoppelt und die Höhe im selben Verhältnis gesteigert werden. Der Qutb Minar ragte mehr als siebzig Meter hoch auf; Ala ad-Dins Turm sollte etwa doppelt so hoch werden.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Heerführer des Sultans Tribut und Beute aus den Feldzügen im Süden nach Delhi gebracht. Ala ad-Din wollte diese Siege neben dem Denkmal seiner Vorgänger festhalten und dem neuen Minarett seinen eigenen Namen geben. Die Steinmetze schafften es, das riesige Fundament und den Kern des ersten Geschosses aufzurichten.

Zu Beginn des Jahres dreizehnhundertsechzehn starb der Sultan, ohne auch nur das erste verkleidete Geschoss gesehen zu haben. Sein Heerführer Malik Kafur setzte den minderjährigen Sohn des Verstorbenen auf den Thron und führte unter ihm die Regierung, wurde jedoch wenige Wochen später getötet. Dann riss ein anderer Sohn Ala ad-Dins, Qutb ad-Din Mubarak Shah, den Thron an sich. Im Jahr dreizehnhundertzwanzig wurde auch er getötet; die Khalji-Dynastie endete. Keiner der Erben kehrte zum Bau zurück.

Am Qutb Minar entstanden daneben Verkleidung, Balkone und Inschriften mit den Namen mehrerer Herrscher. Der Alai Minar blieb vor der Ausgestaltung stehen. Ala ad-Dins Name blieb im Namen erhalten, und von dem von ihm geplanten Turm blieb der fünfundzwanzig Meter hohe steinerne Kern des ersten Geschosses.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktGrabmal des Iltutmish
Eintrittvon außen

Wie der Qutb-Komplex: ASI gibt Öffnungszeiten von Sonnenaufgang bis 20:00 an; prüfen Sie das aktuelle elektronische Ticket.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Klettern Sie nicht auf das Mauerwerk. Gehen Sie am zugänglichen Umfang um das Fundament herum und vergleichen Sie seine Breite mit der Silhouette des Qutb Minar.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zu dem quadratischen Gebäude an der nordwestlichen Ecke der Moschee.

Stopp 4 von 9Weiter: Grabmal des Iltutmish

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Vom Qutb Minar nach Mehrauli: Macht, Bauvorhaben und Umbauten“ — 9 Stopps, ≈2,5 km, ≈3 Std..

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