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Statue von Netaji Subhash Chandra Bose

Netaji Subhas Chandra Bose Statue

Der Wechsel der Figur unter der Kuppel verbindet den gescheiterten Marsch auf Delhi mit einem Prozess, der das Schicksal gefangener Kommandeure veränderte.

10 Min.
Granitstatue von Netaji Subhash Chandra Bose unter einer Kuppel am India Gate.
Varinder Kaur Pasricha · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Granitfigur in Militäruniform
  • Zum Gruß erhobene rechte Hand
  • Feldmütze
  • Kuppel auf vier Säulen

Die Geschichte des Ortes

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Vier Säulen tragen eine freistehende Kuppel über dem Sockel für eine monumentale Figur. Im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig stellte man darunter eine fünfzig Fuß hohe Marmorstatue von König Georg V. im Krönungsmantel und mit Kaiserkrone auf. Heute steht dieser König im Coronation Park, einem Ort, der mit dem Delhi Durbar und der Verkündung der Verlegung der Hauptstadt aus Kalkutta verbunden ist.

Unter der Kuppel ist Netaji Subhash Chandra Bose in einer Feldmütze und einem langen Militärmantel dargestellt, die rechte Hand zum Gruß erhoben. Seine Anhänger nannten ihn Netaji – „verehrter Führer“. Die Militäruniform ist hier wichtiger als der feierliche Name.

Am fünften Juli neunzehnhundertdreiundvierzig nahm Bose in Singapur die Indische Nationalarmee ab. Viele ihrer Kämpfer hatten noch kurz zuvor in britisch-indischen Einheiten gedient und waren nach der Kapitulation Singapurs in japanische Gefangenschaft geraten. Nun bot Bose ihnen an, wieder zu den Waffen zu greifen – diesmal gegen ihre früheren Kommandeure. Ihr Sold, ihre Dienstgrade und ihr gesamter Militärberuf hingen von der britischen Armee ab; im Falle einer Niederlage bedeutete der Übertritt zu Bose einen Prozess wegen Verrats.

Bose strebte die Unabhängigkeit auf militärischem Weg an und schloss dafür ein Bündnis mit Japan. Vor den angetretenen Truppen nannte er das Ziel: Delhi. Der Befehl „Nach Delhi!“ war ein Marschplan, keine Redewendung. Im Frühjahr neunzehnhundertvierundvierzig überschritten japanische Einheiten und die Indische Nationalarmee die Grenze von Britisch-Indien und rückten auf Imphal vor. Bose rechnete damit, dass nach dem Durchbruch ins Tal indische Soldaten aus britischen Einheiten zu ihnen überlaufen würden.

Der Durchbruch gelang nicht. Die Truppen, die Imphal verteidigten, hielten stand, die Versorgung der Angreifer brach zusammen, und ein schwerer Rückzug durch Birma begann. Einige von Boses Kämpfern starben, andere gerieten in Gefangenschaft. Bose selbst starb nach den Ergebnissen offizieller Untersuchungen im August neunzehnhundertfünfundvierzig nach einem Flugzeugabsturz an Verbrennungen; die Umstände seines Todes wurden später vielfach angefochten.

Nach Delhi gelangten seine Offiziere – unter Bewachung. Das britische Kommando stellte im Roten Fort Shah Nawaz Khan, Prem Sahgal und Gurbaksh Singh Dhillon vor Gericht, Kommandeure der Indischen Nationalarmee, die nachweisen wollten, dass sie als Soldaten eines unabhängigen Landes gekämpft hatten. Das Gericht befand sie der Kriegsführung gegen den König-Kaiser für schuldig. Doch der Prozess machte die Geschichte von Boses Armee in ganz Indien bekannt, und die Unterstützung für die Angeklagten verbreitete sich auch unter indischen Militärangehörigen. Der Oberbefehlshaber Claude Auchinleck hob die Gefängnisstrafen auf: Er befürchtete, dass die Vollstreckung des Urteils Ungehorsam in der Armee auslösen würde. Die drei Offiziere kamen frei, verloren jedoch ihren Sold und ihren bisherigen Dienst.

Die Kuppel selbst war ursprünglich für ein anderes militärisches Bild bestimmt. Im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig stellte man darunter eine fünfzig Fuß hohe Marmorstatue von König Georg V. im Krönungsmantel und mit Kaiserkrone auf. Im Jahr neunzehnhundertachtundsechzig brachte man die Figur in den Coronation Park, wo Georg V. am Delhi Durbar teilnahm und die Verlegung der Hauptstadt von Kalkutta nach Delhi verkündete. Danach blieb der Sockel mehr als ein halbes Jahrhundert lang leer.

Der marmorne Georg V. steht nun im Coronation Park. Unter seiner früheren Kuppel grüßt Bose weiterhin. Er selbst erreichte Delhi nicht; seine Kommandeure betraten die Stadt als Gefangene und verließen das Rote Fort als freie Männer.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktNationales Kriegsdenkmal
Eintrittvon außen

Offener städtischer Raum am India Gate; der Zugang hängt von Sicherheitsvorkehrungen, staatlichen Veranstaltungen und dem Zustand der Fußwege ab. Überprüft am 2026-06-30.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für diesen Halt genügt der Blick von außen. Wählen Sie einen Punkt, von dem zugleich die schreitende Figur und die gesamte Kuppel zu sehen sind: Die Bedeutung entsteht gerade aus ihrem Zusammenspiel.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Statue zu den konzentrischen Mauern rund um den Obelisken hinab.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kartavya Path: von Rashtrapati Bhavan zu den Kriegsdenkmälern“ — 7 Stopps, etwa 3,3 km, 1 Std. 30 Min..

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