Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Kreuzung der Calle Hatun Rumiyoc und der Cuesta
- Steinpflaster
- Steile Straßenlinie zwischen den Häusern
Die Geschichte des Ortes
Die Cuesta de San Blas erhielt ihren Namen von der Parroquia de San Blas am oberen Ende. Im Jahr eintausendfünfhundertzweiundsechzig richtete der Stadtrichter Juan Polo de Ondegardo sie zur Taufe und religiösen Unterweisung der indigenen Bewohner von T'oqokachi ein – so hieß dieses Viertel früher. Die Pfarrei wurde Blasius von Sebaste geweiht, einem Arzt und christlichen Märtyrer aus dem armenischen Sebaste. Auf Spanisch lautet sein Name San Blas; deshalb wurde der Aufstieg zu seiner Kirche zur Cuesta de San Blas.
Doch der Weg existierte hier schon lange vor der Pfarrei. Die Inka-Baumeister führten über diesen Hang den Hauptweg nach Antisuyu – in den nordöstlichen Teil des Reiches. Am unteren Ende des Abstiegs kreuzte der offene Tullumayo die Straße. Darüber legte man Steinplatten: Reisende, Lamas mit Lasten und Boten überquerten den Fluss über die Viruypaccha-Brücke. Die spanischen Einwohner bauten die Brücke später mit Kalkmörtel neu auf, und in Dokumenten aus dem Jahr eintausendsechshundertelf markierte man mit ihr bereits Hausgrenzen.
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts stand dieser Übergang dem entgegen, was Bewohner und städtische Beamte anstrebten: durchgehenden Straßen und der Beseitigung offener Wasserläufe, in die städtische Abwässer gelangten. Im August eintausendneunhundertneun begannen Arbeiter, den Tullumayo von Sapantiana bis zum Fuß der Cuesta de San Blas in einen überwölbten unterirdischen Kanal einzuschließen. Die Bewohner verloren den direkten Zugang zum Wasser, erhielten dafür aber eine Durchfahrt anstelle der Unterbrechung durch den Fluss. Die Viruypaccha-Brücke wurde abgetragen – nachdem das Flussbett überdeckt worden war, wurde sie nicht mehr benötigt.
Deshalb setzt sich die Cuesta de San Blas unten ohne sichtbaren Übergang in die Calle Hatun Rumiyoc fort. Unter der Kreuzung fließt weiterhin der Tullumayo, und die Viruypaccha-Quelle mündet noch immer in denselben unterirdischen Kanal. Von der alten Brücke über ihr sind weder ein Bogen noch ein Geländer erhalten: Der Ort, an dem der Weg nach Antisuyu begann, wirkt heute wie der gewöhnliche Zusammentreffpunkt zweier Straßen.
Praktisch vor Ort
Offene Straße; Geschäfte und Werkstätten haben eigene Öffnungszeiten.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie ohne Eile bergauf und halten Sie sich bei vorbeifahrenden Autos an die sichere Seite; die Höhe nimmt einem hier schnell den Atem.
