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Calle Hatun Rumiyoc

Calle Hatunrumiyoc

Die Palastmauer verbindet den Wechsel der herrschenden Linie mit der Art, wie die neuen Inka ihre Verwandtschaftsgruppen im Stadtzentrum ansiedelten.

12 Min.
Nahaufnahme einer Inkasteinmauer in der Calle Hatun Rumiyoc
Unukorno · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Untere Reihe vieleckiger Blöcke
  • Verputzte Geschosse des Palacio Arzobispal del Cusco
  • Inkawand entlang der Calle Hatun Rumiyoc
  • Eingang zum Museo de Arte Religioso del Cusco

Die Geschichte des Ortes

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Unter den weiß getünchten Geschossen des Palacio Arzobispal del Cusco verläuft ein altes steinernes Band: Blöcke mit vielen Seiten zeichnen noch immer das Inkaviertel des Palastes nach. Einst lebten hinter dieser Mauer die Verwandten des Herrschers, man bewahrte Eigentum auf und empfing Menschen, von denen die Angelegenheiten des Hofes abhingen. Später wurde das Anwesen geteilt, seine früheren Besitzer wurden vertrieben, und über dem alten Mauerwerk entstand ein spanisches Herrenhaus, in dem sich heute die erzbischöfliche Residenz und ein Museum für religiöse Kunst befinden.

Das Mauerwerk entlang der Straße gilt gewöhnlich als Außenmauer des Palastes von Inca Roca. Mitte des vierzehnten Jahrhunderts ließ sich dieser Herrscher nach einem Erbfolgestreit hier nieder. Die Geschichte wurde erst nach der spanischen Eroberung aufgezeichnet, deshalb weichen die Chronisten bei den Namen der Verschwörer und den Umständen der Tötungen voneinander ab. Die Abfolge der Ereignisse schildern sie ähnlich.

Cusco war in zwei Hälften geteilt: Urin, die untere, und Hanan, die obere. Das waren Zusammenschlüsse von Verwandtschaftsgruppen, die um die Vorherrschaft rivalisierten. Die Herrscher von Urin lebten bei Inticancha. Der letzte von ihnen, Cápac Yupanqui, bestimmte seinen Sohn Quispe Yupanqui zu seinem Nachfolger. Nach dem Tod des Vaters töteten Anhänger von Hanan den Erben und erhoben an seiner Stelle einen anderen Sohn des Verstorbenen: Inca Roca, den Anführer der oberen Verwandtschaftsgruppen, der für seine Seite nach dem Thron strebte.

Inca Roca kehrte nicht nach Inticancha zurück, wo die Priester und die Verwandten der Besiegten geblieben waren. Er übergab die alte Residenz dem obersten Priester der Sonne und ließ hier, in der oberen Stadthälfte, an der Straße vom Zentrum Cuscos nach Antisuyu, einen eigenen Palast einrichten. Der neue Herrscher siedelte seinen Hof unter den Verwandtschaftsgruppen an, die ihm geholfen hatten, den Thron zu erlangen.

Ein später Chronist zählte in diesem Palast vier große Höfe, mehr als hundert Räume und Dutzende von Bädern. Die Zahlen mögen übertrieben sein, doch es handelte sich um einen ganzen Haushalt: Hier lebten die Verwandten des Herrschers, es wurde Eigentum aufbewahrt und Menschen empfangen, von denen seine Stellung abhing. Nach dem Tod von Inca Roca blieb der Palast seiner Panaca, einer Verwandtschaftsgemeinschaft, die über die Ländereien verfügte und den Kult des verstorbenen Vorfahren aufrechterhielt. Der Nachfolger konnte nicht einfach die Räume seines Vaters beziehen: Ihm stand eine eigene Residenz zu.

Quispe Yupanqui starb, ohne Herrscher geworden zu sein. Die Verwandtschaftsgruppen von Urin behielten die Leitung des Sonnenkults, und Inca Roca begründete die Linie von Hanan, aus der die folgenden Herrscher von Cusco hervorgingen. Ihre getrennten Paläste füllten das Stadtzentrum, denn jeder neue Inka baute ein Haus für seinen Hof und seine künftige Panaca.

Nach der Eroberung vertrieben die Spanier den Inkadel, teilten den Palastkomplex in Parzellen und übergaben einen Teil davon dem ersten Bischof von Cusco, Vicente de Valverde. Über dem alten Mauerwerk errichteten sie ein spanisches Herrenhaus; heute befinden sich darin der Palacio Arzobispal del Cusco und das Museo de Arte Religioso del Cusco.

In den städtischen Aufzeichnungen aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hieß dieser Durchgang Straße des Großen Steins. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ersetzte man den spanischen Namen durch seine Quechua-Form: Calle Hatun Rumiyoc, „die einen großen Stein hat“. Der große Stein befindet sich in derselben Palastmauer. Die verputzten Geschosse darüber gehören zum späteren Herrenhaus, und die untere Reihe vieleckiger Blöcke zeichnet das Haus nach, in das Inca Roca nach seinem Sieg über den Erben von Urin seine Verwandtschaftsgruppe umsiedelte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktZwölf-Ecken-Stein
Eintrittexterior

Die Fußgängerstraße und die Außenbesichtigung der Mauer sind als städtischer Durchgang zugänglich.

Geprüft: 15. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie zunächst die Länge der Mauer, ohne sich sofort an dem berühmten Block zu versammeln. Die Straße ist schmal, lassen Sie den Durchgang daher frei.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie entlang der Mauer weiter bis zum bekanntesten Block ihres Mauerwerks.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Zentrum von Cusco: von Plaza de Armas (Haucaypata) bis Calle Hatun Rumiyoc“ — 8 Stopps, etwa 1,3 km, 2 Stunden.

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