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Worauf achten
- Teak-Viharn
- Geschnitzter Pfau
- Mehrstufiges Dach
- Bronzene Buddha-Statue
Die Geschichte des Ortes
Das mehrstufige Dach bedeckt den Teak-Viharn von Wat Phan Tao, eine Halle eines buddhistischen Klosters. Darin lesen Mönche Texte, und Laien versammeln sich für Opfergaben vor einer bronzenen Buddha-Statue; sie ist mehrere Jahrhunderte älter als der hölzerne Bau hier. Im Giebel ist ein geschnitzter Pfau erhalten, ein königliches Zeichen. Den Namen des Tempels erklären manche mit dem tausendfachen Verdienst einer Opfergabe, andere verbinden ihn mit der Überlieferung von tausend Bronzegussöfen: Gusstiegel fanden Archäologen in der Nähe, die Öfen selbst werden von den Quellen nicht bestätigt.
Der dunkle Teaksaal vor dem Eingang gehörte einst Mahotara Prathet, dem fünften Herrscher von Chiang Mai. Hier empfing er Besucher und befasste sich mit den Angelegenheiten der Stadt. Ein solcher Saal hieß ho kham – „goldenes Haus“. Golden konnte die Ausstattung sein, wichtiger war jedoch seine Funktion: Ohne ein eigenes ho kham hatte ein Herrscher keinen Ort für öffentliche Empfänge.
Nach dem Tod des Besitzers verlor das Gebäude seinen früheren Zweck. Jeder neue Herrscher richtete sich eine eigene Residenz ein, und die Verwandten konnten das Haus des Verstorbenen einem Kloster überlassen. Nach den Vorstellungen Lannas brachte eine solche Übergabe dem Verstorbenen religiöses Verdienst: Das Holz diente weiterhin den Menschen, und der daraus entstehende Nutzen wurde dem früheren Besitzer angerechnet.
Im Jahr achtzehnhundertfünfundsiebzig befahl Inthawichayanon, der siebte Herrscher von Chiang Mai, den Zimmerleuten, Mahotaras ho kham abzubauen. Gerade ließ er die Tempel rund um Chedi Luang erneuern und beschloss, den Palastsaal in den Viharn von Wat Phan Tao zu verwandeln – einen Raum, in dem Mönche und Laien sich vor einem Buddha-Bild versammeln, Lesungen hören und Opfergaben darbringen. Die Balken wurden versetzt und innerhalb der Tempelummauerung neu zusammengesetzt. Elf Jahre später veranstaltete Inthawichayanon eine gemeinsame Weihe der wiederhergestellten Hallen von Wat Phan Tao und des benachbarten Chedi Luang.
Die genaue Herkunft des Tragwerks bleibt umstritten. Eine Chronik nennt es den Palast von Mahotara Prathet, doch es gibt die Hypothese, dass ein Teil des Holzes zu einem noch älteren ho kham von Kawila gehörte. Der Streit verändert das vermutete Alter, nicht aber das bekannte Schicksal des Gebäudes: Im neunzehnten Jahrhundert wurde der fürstliche Saal abgebaut und hier als buddhistischer Viharn wieder zusammengesetzt. Der geschnitzte Pfau über dem Eingang ist ein königliches Zeichen, das den früheren Status des Bauwerks bewahrt hat. Unter ihm finden nun keine Empfänge eines Herrschers statt, sondern Tempelzeremonien; im Altar steht ein bronzener Buddha, der mehrere Jahrhunderte vor dem Palast selbst gegossen wurde.
Der Name Wat Phan Tao wird auf zwei Arten erklärt. Die ältere Form „Pan Thao“ verstand man als „tausendfach“: Man glaubte, eine hier dargebrachte Opfergabe bringe tausendfach vervielfachtes Verdienst. Einer anderen, örtlichen Überlieferung zufolge bedeutet „Phan Tao“ „tausend Öfen“ – in diesem Viertel soll Bronze für eine riesige Buddha-Statue im Chedi Luang geschmolzen worden sein. Archäologen fanden tatsächlich Gusstiegel in der Nähe, doch tausend Öfen werden von den Quellen nicht bestätigt. Vor dem Altar ist das Ergebnis einer anderen, gut dokumentierten Übergabe erhalten geblieben: das Haus eines Herrschers, das ein anderer Herrscher dem Tempel für das posthume Verdienst seines früheren Besitzers überließ.
Praktisch vor Ort
Am besten orientieren Sie sich am Zugang zum Gelände bei Tageslicht; der Zugang zum Teak-Viharn und zum Inneren kann aufgrund des Erhaltungszustands und örtlicher Arbeiten eingeschränkt sein oder sich ändern.
Geprüft: 15. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Wenn der Viharn geöffnet ist, ziehen Sie die Schuhe aus und stören Sie keine Zeremonie; die Palastschnitzerei lässt sich bereits am Eingang betrachten.
